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Galopp: Direktorium regiert auf Renntag-Absagen in England

Pferdegrippe: Auf der Insel mindestens bis zum 12. Februar keine Rennen.
Da zahlreiche Fälle von Pferdegrippe in England bekannt geworden waren, wurden auf der Insel mindestens bis zum 12. Februar sämtliche geplanten Galopprennveranstaltungen abgesagt. In Deutschland hat das zuständige Galopper-Direktorium mit Sitz in Köln ebenfalls reagiert und seine Pressemitteilung dazu herausgegeben. Renntag-Absagen sind bisher nicht vorgesehen.

Wir veröffentlichen die Pressemitteilung im Wortlaut:

„In mehreren europäischen Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Irland) sind derzeit Influenza-Fälle bei Pferden aufgetreten. Es handelt sich z.T. um nicht geimpfte Reit- und Freizeitpferde, aber auch um geimpfte Vollblüter in Rennställen.

Als Vorsichtsmaßnahme sind in England aufgrund der aufgetretenen Influenza-Fälle und der Verhinderung eines weiteren Ausbreitens alle Rennveranstaltungen bis zum 12. Februar abgesagt worden. (https://www.britishhorseracing.com/press_releases/racing-thursday-7-february-cancelled-due-equine-influenza-cases/

Es ist daher in allen Pferdebeständen besondere Vorsicht geboten und auf Krankheitssymptome zu achten, die einen Verdacht auf Influenza rechtfertigen. Nach einer kurzen Inkubationszeit von ein bis drei Tagen zeigen an Influenza erkrankte Pferde hohes Fieber, Reizhusten, wässrigen Nasenausfluss und gerötete Schleimhäute.

Insbesondere bei auf Auktionen gekauften und importierten Pferden, ist auf diese Symptome zu achten. Diese Pferde sollten möglichst in Quarantäneställen separat von anderen Pferden eingestellt und für einen Zeitraum von 14 Tagen sorgfältig beobachtet werden.

Der Empfehlung, die Wiederholungsimpfung gegen Influenza im 6 Monatsrhythmus vorzunehmen, ist unbedingt Folge zu leisten.

Die Equine Influenza ist eine der ökonomisch folgenschwersten akuten Atemwegserkrankung des Pferdes. Nicht nur, dass die betroffenen Tiere für eine längere Zeit der absoluten Schonung bedürfen und nicht im Sport einsetzbar sind, es können sich auch chronische Lungen- und Herzschäden daraus entwickeln, die die Leistungsfähigkeit und die Verwendbarkeit der Tiere dauerhaft einschränken.

Betroffen sind häufig ganze Pferdepopulationen. Diese durch Influenza A-Viren verursachte Erkrankung der oberen und unteren Atemwege kommt weltweit vor. Meist kommt es innerhalb geschlossener Pferdepopulation zu Epidemien, da die Equine Influenza hoch ansteckend ist und sich entsprechend rasant ausbreitet. Vor allem auch im Zusammenhang mit Pferdesportveranstaltungen werden Ausbrüche der equinen Influenza beobachtet, weshalb eine Influenza-Impfpflicht alle 6 Monate empfohlen wurde.

Ein Schutz der Pferdepopulationen ist nur durch eine regelmäßig durchzuführende, flächendeckende Influenzaimpfung möglich. Außerdem sind regelmäßige Wiederholungsimpfungen auch deshalb notwendig, weil die Antikörpertiter nach einer Impfung nicht sehr lange anhalten.

Die Influenza kann jedoch höchst ansteckend sein und im Gegensatz zu anderen infektiösen Krankheiten sowohl mit der Luft über einige Distanzen transportiert als auch indirekt durch Menschen übertragen werden.“

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