Startseite / Fußball / 1. Bundesliga / Schalke 04: Nichts übereilen bei Heidel-Nachfolge

Schalke 04: Nichts übereilen bei Heidel-Nachfolge

55-jähriger Sportvorstand löst seinen bis 2020 gültigen Vertrag auf.
Christian Heidel (55/Foto), seit 2016 Sportvorstand beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04, wird sein Amt spätestens zum Saisonende niederlegen. Das gab Schalke 04 kurz nach der bitteren 0:3-Pleite bei Heidels Ex-Klub FSV Mainz 05 bekannt. Eigentlich lief sein Vertrag noch bis 2020. Der Kontrakt wird jedoch zum 30. Juni 2019 aufgelöst.

Wie Heidel selbst gegenüber dem TV-Sender „Sky“ erklärte, wird er auf eine Abfindung für sein letztes Vertragsjahr verzichten. Als mögliche Nachfolger wurden bereits Ex-Nationalspieler Klaus Allofs (zuletzt VfL Wolfsburg) und Jonas Boldt (Bayer 04 Leverkusen) gehandelt.

Die Presse-Mitteilung des FC Schalke 04 im Wortlaut:

„Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 wird sich in der sportlichen Führung neu aufstellen. Sportvorstand Christian Heidel hat dem Aufsichtsrat des FC Schalke 04 mitgeteilt, dass er seinen bis zum 30. Juni 2020 datierten Vertrag auf eigenen Wunsch vorzeitig auflösen, spätestens im Sommer sein Vorstandsamt niederlegen und somit seine Tätigkeit für den Club damit beenden möchte. Der Aufsichtsrat hat diesem Wunsch entsprochen und wird sicherstellen, dass eine zügige Lösung für die sportliche Neuaufstellung gefunden wird.

Christian Heidel, der das Amt des Sportvorstands am 15. Mai 2016 übernommen hatte, begründet seinen Entschluss so: „In den letzten drei Jahren konnten wir mit der Vizemeisterschaft, immer mindestens der Viertelfinal-Teilnahme in DFB-Pokal und Europa League sowie dem Achtelfinale in der Champions League einige sportliche Erfolge feiern. In der Bundesliga bleiben wir aus unterschiedlichen Gründen hinter unseren Erwartungen zurück. Auch wenn in dieser Saison einiges gegen uns gelaufen ist, habe ich selbstverständlich hierfür die Gesamtverantwortung. Dazu kommt, dass die Arbeit auf Schalke mit meinen Vorstandskollegen und dem Aufsichtsrat von gegenseitigem Vertrauen geprägt ist. In Ruhe haben wir gemeinsam viele Dinge entwickelt. Diese Ruhe ist derzeit nicht zu gewährleisten, was in erster Linie mit Diskussionen um meine Person zusammenhängt“, so der Manager.

„Ich habe in meinem Leben immer konsequent gehandelt. Deshalb habe ich schon am letzten Montag Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies über meinen festen Entschluss informiert. Ich hoffe, dass wir im Club nun den Blick ganz auf die Zukunft richten können. Schalke 04 ist mir in den vergangenen drei Jahren sehr ans Herz gewachsen. Meine Freundschaft zu Clemens Tönnies wird mein Engagement für diesen tollen Verein sicherlich überdauern. Bis eine Nachfolge gefunden ist, stehe ich natürlich weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung.“ Seine Amtsgeschäfte setzt der 55-Jährige bis zur Übergabe an eine Nachfolge fort.

„Ich bedauere diesen Schritt, der Christian Heidel ganz sicher nicht leichtgefallen ist. Wir werden bis zur Übergabe der Geschäfte selbstverständlich vertrauensvoll und verantwortungsbewusst zusammenarbeiten“, erklärt Clemens Tönnies, Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04. „Sein Entschluss hat uns überrascht. Wir werden zu gegebener Zeit die Nachfolgeregelung vornehmen und vorstellen. Das wird zügig, aber nicht übereilt geschehen. Für die geleistete Arbeit danken wir Christian Heidel ganz herzlich.“

Das könnte Sie interessieren:

BVB gewinnt Borussen-Duell gegen Gladbach ohne Sancho

Offensivspieler soll zu spät vom Nationalteam zurückgekehrt sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.