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Rot Weiss Essen: Etat-Erhöhung ohne Ausgliederung

Vorsitzender Marcus Uhlig mit starkem Partner vor Einigung.


Marcus Uhlig (Foto), Vorsitzender des West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen, hat einer kurzfristigen Ausgliederung der Profi-Abteilung aus dem Gesamtverein zur Generierung zusätzlicher Finanz-Mittel in einer Mitteilung eine Absage erteilt. Auf der Mitgliederversammlung im Juni soll dieses Thema keine Rolle spielen.

Dennoch will der Traditionsverein, der in der Meisterschaft als Tabellenachter (16 Punkte hinter Spitzenreiter FC Viktoria Köln) in dieser Saison keine Chance mehr auf den Aufstieg hat, alle Hebel in Bewegung setzen, um den Etat zur kommenden Saison – trotz des Auslaufens der Marketing-Aktion „Hoch3“ – spürbar zu erhöhen und damit auch die Chancen auf sportlichen Erfolg zu verbessern. „Auch ohne Ausgliederung wollen wir zur nächsten Saison mit dem Rückenwind zusätzlich generierter finanzieller Mittel angreifen“, stellt Uhlig klar.

Schon in Kürze soll ein strategischer Partner der Öffentlichkeit präsentiert werden. Uhlig spricht dabei von einer „Essener Lösung“.

Das Statement von Marcus Uhlig im Wortlaut:

„Liebe Rot-Weisse!

Uns alle im und um den Verein verbindet der Wunsch nach Aufbruch und dem Ende der sportlichen Stagnation. Wenn man sich nun aber der angesprochenen Sehnsucht nach sportlichem Erfolg widmet, rückt schnell der Faktor Finanzen in den Fokus. Der –nachhaltige (!) – Weg aus der 4.Liga ist mit einer deutlichen Erhöhung des Budgets und einer seriösen Absicherung verbunden. Verschiedene Vereine haben sich auch deshalb zu einer Ausgliederung des Profispielbetriebs entschlossen. Ohne die jeweiligen Ausgestaltungen im Einzelnen bewerten zu wollen: ich sehe persönlich manche Konstellationen in Bezug auf Risiken für die Vereinskultur und traditionelle Werte kritisch. Den Absendern der während unseres letzten Heimspiels gegen den TV Herkenrath gezeigten Ausgliederungs- bzw. Investoren-kritischen Banner – wie auch allen anderen Rot-Weissen – kann ich also versprechen: Unter keinen Umständen bieten wir unseren Verein zum Verkauf an.

Derartig fragwürdige Konstellationen dürfen aber nicht die grundsätzliche Debatte über das Thema „Ausgliederung bei Rot-Weiss Essen“ bestimmen, denn: Wir – als Gesamtverein – entscheiden selbst, welchen Weg wir gehen und haben es daher selbst in der Hand, gewisse Risiken von vornherein auszuschließen. Es gibt verschiedene Optionen, die gewährleisten, dass wichtige Eckpfeiler unseres Vereins unangetastet bleiben, allen voran das Mitbestimmungsrecht unserer Mitglieder. Es ist möglich, eine Lösung zu finden, durch die sich Rot-Weiss Essen kein Stück verbiegen und kein Stück seiner Identität abgeben muss. Diese Lösung gilt es zu erarbeiten und zwar im Dialog mit allen relevanten Parteien, mit der notwendigen Sorgfalt und ohne Zeitdruck. Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung wird eine mögliche Ausgliederung daher keine Rolle spielen.

Doch auch ohne Ausgliederung wollen wir zur nächsten Saison mit dem Rückenwind zusätzlich generierter finanzieller Mittel angreifen. Daher geht es uns zum jetzigen Zeitpunkt mit Priorität darum, (einen) starke(n) lokale(n) Partner mit Verständnis, Respekt und Empathie für die große RWE-Tradition, für unsere Vereinskultur und für unsere besonderen Werte zu finden. Wir suchen Partner, mit denen ein nachhaltiger Aufbruch bei maximaler Wahrung der Vereinsidentität und ohne finanzielles Risiko für Rot-Weiss Essen gewährleistet ist.

In diesen Gesprächen sind wir in den vergangenen beiden Wochen große Schritte vorangekommen und daher mehr als zuversichtlich, hier in Kürze Vollzug melden zu können. Es handelt sich dabei um eine „Essener Lösung“, die den Verein signifikant unterstützen möchte, ohne eine Ausgliederung als Bedingung vorauszusetzen.

Um aber mit dieser Lösung den gewünschten Effekt zu erzielen, müssen wir alle gemeinsam in den nächsten Wochen mehr denn je die Ärmel hochkrempeln und Rot-Weiss Essen mit der gesamten Power unseres Vereins anschieben – Mannschaft, Fans, Partner, Mitarbeiter, Mitglieder und Gremien. Insbesondere gilt es, mit aller Macht zu verhindern, dass wir es zwar einerseits schaffen, zusätzliche finanzielle Mittel zu generieren, uns aber an anderer Stelle wichtige Einnahmen zur Planungssicherheit wegbrechen.

Detailliertere Informationen folgen in den nächsten Wochen.
Wir arbeiten hart daran, mit Blick auf die kommende Saison eine wirklich große Chance zu bekommen. Lasst uns diese ergreifen und nutzen – gemeinsam!

In diesem Sinne: Nur der RWE!

Ihr & Euer Marcus Uhlig“

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