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Chemnitzer FC: DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch zu Gast

Funktionäre wollten CFC-Team bei Haltung gegen Rassismus unterstützen.


Dr. Rainer Koch (Foto), Vize-Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), besuchte am Samstag das Heimspiel des Chemnitzer FC in der Regionalliga Nordost gegen die FSV Budissa Bautzen (1:0) im Stadion an der Gellertstraße.

Koch wurde begleitet von Erwin Bugár, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV), Hermann Winkler, Präsident des Sächsischen Fußballverbandes (SFV), sowie Lutz Mende, Vorsitzender im Ausschuss für Prävention und Sicherheit des NOFV. „Der Chemnitzer FC begrüßt die Verbands-Verantwortlichen herzlich, freut sich über den Besuch und wird diese Gelegenheit für weitere, intensive Gespräche nutzen“, teilte der Verein in einer offiziellen Erklärung mit.

Anlass für den Besuch waren nicht zuletzt die öffentlichen Trauerbekundungen einiger CFC-Anhänger für einen verstorbenen Rechtsextremen und bekennenden Neonazi beim letzten Heimspiel des Spitzenreiters gegen die VSG Altglienicke (4:4). Aus diesem Grund veröffentlichte auch die Mannschaft der „Himmelblauen“ einen Offenen Brief, in dem sie sich klar gegen Rassismus und Diskriminierung aussprach. „Es ist Zeit, Farbe zu bekennen, und zu zeigen, dass Chemnitz himmelblau und nicht braun ist“, schrieben die CFC-Kicker um Kapitän Dennis Grote: „Ein sehr großer Teil unserer Mannschaft kommt nicht gebürtig aus Chemnitz, aber wir sind gerne hier. Wir fühlen uns wohl – im Verein und in der Stadt. Wir haben bei zahlreichen Terminen und Gesprächen viele tolle und weltoffene Chemnitzer kennengelernt. Deshalb wollen wir alle Menschen dazu aufrufen, im Stadion zu zeigen, wie lebenswert und bunt unsere Stadt ist. Wir wissen, dass Chemnitz viel mehr zu bieten hat. Wir müssen es nur gemeinsam zeigen!“

Dieses deutliche Statement kam auch bei Dr. Rainer Koch bestens an. „Sehr gut, dass sich die Mannschaft mit einer Erklärung so klar und unmissverständlich gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung positioniert hat“, erklärte der Funktionär: „Die Spieler haben Recht: Chemnitz ist lebenswert und bunt, die Stadt ist himmelblau und nicht braun! Ich freue mich, auch selbst vor Ort im Stadion mit dabei zu sein und die Haltung der Mannschaft unterstützen zu dürfen.“

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