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Borussia Mönchengladbach: Neue „FohlenWelt“ ist eröffnet

Zahlreiche Ex-Stars bei der Eröffnung des neuen Vereinsmuseums dabei.


Mit rund 450 Gästen, darunter zahlreiche Ex-Stars des Traditionsvereins, hat Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach die „FohlenWelt“, sein neues, interaktive Vereinsmuseum offiziell eröffnet. Vereinslegenden wie Günter Netzer, Berti Vogts, Jupp Heynckes, Lothar Matthäus oder Stefan Effenberg ließen es sich nicht nehmen, bei der Eröffnung live dabei zu sein.

„Wir wollen unsere Vergangenheit und unsere Geschichte erzählen. Wir wollen Borussia für jedermann erlebbar machen. Unser Anspruch war es, eine Ausstellung zu konzipieren, die für Jung und Alt zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Borussia-Fans können sich auf die FohlenWelt freuen“, sagte Gladbachs Präsident Rolf Königs.

OB Reiners: „Stadt um eine Attraktion reicher“

Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners dankte in seiner Rede allen Beteiligten für den Bau und die Gestaltung des Vereinsmuseums. „Mit der FohlenWelt ist Mönchengladbach um eine Attraktion reicher. Hier können Besucher ab sofort die Klubhistorie hautnah erleben und so die Borussia-DNA entschlüsseln.“

Exemplarisch zählte Reiners die wohl bekanntesten Exponate der Ausstellung – die Coladose, den gebrochenen Holzpfosten und Manolos Trommel – auf. Doch natürlich sei in der „FohlenWelt“ noch viel mehr zu sehen. „Nehmen Sie sich die Zeit, tauchen sie in die Vereinsgeschichte ein und suchen sie nach ihren eigenen unvergessenen Momenten“, riet der Oberbürgermeister allen Gästen. Er selbst steuerte der Ausstellung noch ein weiteres Exponat bei: die erste Festschrift zum zehnjährigen Bestehen Borussias vom 22. Januar 1910. „Es ist in der FohlenWelt doch viel besser aufgehoben als in der Schublade des Stadtarchivs“, so Reiners.

Konzept des Museums vorgestellt

Markus Aretz, Direktor Unternehmenskommunikation und Mitglied des Arbeitskreises „FohlenWelt“, und „FohlenWelt“-Leiter Elmar Kreuels stellten im Anschluss das Museumskonzept vor und berichteten von den dreijährigen Planungen unter anderem mit Museumsbesuchen in ganz Europa, die schlussendlich in neun Chronologie-Bereichen und 21 Themenbereichen in der FohlenWelt mündeten.

„Es war eine sehr tolle Arbeit, oft lustig und immer spannend. Es hat sich gelohnt“, sagte Kreuels. Exemplarisch wurde anschließend das Video aus der FohlenWelt gezeigt, dass die ganz besondere Geschichte der Selbsteinwechslung von Günter Netzer erzählt.

Uwe Rahn erhält Torjägerkanone

Moderator Torsten Knippertz bat die drei Borussia-Torschützenkönige Jupp Heynckes, Uwe Rahn und Heiko Herrlich gemeinsam auf die Bühne. Auf Frage von Knippertz erklärten sie zunächst das jeweilige Geheiminis ihrer früheren Vollstrecker-Qualitäten. „Ich habe einfach immer versucht, das Tor zu treffen“, sagte Herrlich augenzwinkernd. „Die Mitspieler sind sehr wichtig. Ihre Vorlagen braucht man, um so viele Tore zu erzielen“, sagte Rahn. „Man muss in einer sehr guten Mannschaft spielen, dazu braucht man Talent, Ehrgeiz, Leidenschaft und Hunger auf Erfolg“, ergänzte Heynckes.

Während Borussias Rekordtorschütze und auch Herrlich ihre Torjägerkonen zu damaliger Zeit direkt am jeweiligen Saisonende bekommen hatten, bekam sie Uwe Rahn am Freitagabend – 32 Jahre nach seinem persönlichen Erfolg in der Saison 1986/87 – aus den Händen von „Kicker“-Chefredakteur Jörg Jakob überreicht. „Ich freue mich riesig, dass ich diese Trophäe nach so langer Zeit noch bekommen habe“, sagte Rahn.

Vier ganz besondere Exponate

In Uli Kohn, Allan Simonsen, Herbert Laumen und Reinhold Ewald kamen anschließend vier Protagonisten auf die Bühne, die der „FohlenWelt“ ganz besondere Ausstellungsstücke zur Verfügung gestellt hatten: Kohn stiftete Uhr und Wimpel, Simonsen seinen Ballon d’Or, Herbert Laumen den Ball vom 11:0 gegen Schalke 04 und Astronaut Reinhold Ewald das Tippkick-Männchen mit Netzer-Trikot, das er auf der Weltraumstation Mir dabei gehabt hatte.

„Ich bin ganz stolz, dass die Figur einen Platz in der FohlenWelt bekommt“, sagte Ewald.

Foto-Quelle: Borussia Mönchengladbach

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