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Galopp Mülheim: Dreijähriger Dato lässt Albrecht Woeste strahlen

Volltreffer für Stall Grafenberg – Pietsch kommt bei Sturz glimpflich davon.
Hätte er eine Derby-Nennung, würde er nach seinem Erfolg am Samstag auf der Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg mit Sicherheit als potentieller Kandidat für das Deutsche Derby am 7. Juli in Hamburg-Horn gelten. Doch in der vorläufigen Starterliste für den ersten Juli-Sonntag findet man den Namen des dreijährigen Hengstes Dato aus dem Besitz des Stall Grafenberg um Albrecht Woeste (Foto/Düsseldorf) nicht. Dafür taucht er aber in einer Vielzahl von BBAG-Auktionsrennen auf, was schon zeigt, dass der kapitale Fuchs aus dem britischen Newsells Stud in Iffezheim zugeschlagen wurde. Es liegt fast in der Luft, dass seinem Mülheimer Auftaktsieg bei seinem erst zweiten Rennbahnversuch noch weitere Treffer folgen könnten – und der Kaufpreis von 49.000 Euro möglicherweise relativ schnell wieder zurückgeflossen sein wird.

Gegen den von Bayarsikhan Ganbat (Ratingen) resolut nach vorne gebrachten Schützling von Trainer Sascha Smrczek (Düsseldorf) gab es vor 6.134 Zuschauern am Raffelberg für die debütierenden Djukon und Whizz Kid keinerlei Chancen. Dennoch hinterließen beide alles andere als schlechte Eindrücke, während der viertplatzierte Secret Potion relativ früh nicht mehr für die engere Platzierung in Frage kam.

Glück im Unglück hatte Jockey Alexander Pietsch, dass er einigermaßen glimpflich davonkam, als er an der Spitze des Feldes vor Erreichen des Tribünenbogens unsanft aus dem Sattel von El Faras musste. Dennoch stand er für weitere Ritte nicht mehr zur Verfügung. Unter anderem sprang der junge Niederländer Gijs Snijders für Pietsch ein – und siegte bei seinem „Kistenritt“ mit dem Favoriten Hurrican Harry.

DSDS-Gewinner überreicht die Ehrenpreise

Rennen nach lebenden Personen zu nennen, ist im Turf eigentlich weniger üblich. In Mülheim geschah dies jedoch aus einem ganz besonderen Grund. Schließlich war Davin Herbrüggen (Oberhausen), aktueller Gewinner der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“, als prominenter Ehrengast am Raffelberg vor Ort. Bei „seinem“ Rennen überreichte Davin Herbrüggen die Ehrenpreise, über die sich das Team um den überraschend erfolgreichen Wallach Feroe d’Illat (177:10) sehr freute, wobei dessen Reiter Gijs Snijders nebenbei seinen zweiten Tagestreffer einfuhr. Auf den Plätzen landeten Dieu Rapide und Ashes to Glory.

Sehr früh entschieden war der „Preis des Königsberger Rennvereins von 1835“ durch den England-Import Guardsman, der mit Maxim Pecheur (Lohmar), der kürzlich den Vierjährigen von Trainer Lucien van der Meulens The Dutch Master Stables bereits zu einem Erfolg über 1.400 Meter in Dresden gesteuert hatte, keinem Gegner auch nur die geringste Chance ließ. Dazu erwies sich die nunmehr mit 2.000 Meter spürbar weitere Distanz in keiner Weise als problematisch.

Zum Finale zweimal Trainer Andreas Wöhler

Deutlich gesteigert präsentierte sich im Schlussprogramm noch die dreijährige Salome aus dem Quartier von Andreas Wöhler (Gütersloh) im „Preis der Mülheimer Trainer“, nachdem sich Rennstall Darbovens Rip-Van-Winkle-Tochter schon beim Debüt in Hannover im April ganz ordentlich präsentiert hatte. Über weite Strecken bestimmte zunächst jedoch Turftiger die Partie, ehe dann Mitte der Geraden Salome unter Jozef Bojko (Gütersloh) die Szenerie eindeutig zu beherrschen begann. Als sie vorne erschien, war dann auch schon alles gelaufen, da die Endoffensive von Vicente lediglich dazu reichte, um sich gegen Turftiger zu behaupten.

Salomes Trainingsgefährtin Aravaipa war es dann vorbehalten, den Schlusspunkt hinter das Raffelberger Programm zu setzen. Zwar noch nie gelaufen, aber doch schon mit größerem Vertrauen aufgeboten, kam die Vierjährige aus dem Besitz von Dr. Hans-Georg Stihl mit zunehmender Distanz beim Preis vom Diana-Trial am 14. Juli immer besser ins Bild. Auf der Footstepinthesand-Tochter hatte Bauyrzhan Murzabayev zuletzt allerdings mehr Arbeit mit der Unreife der Stute als mit den Gegnern, von denen Expediate und der lange rennbestimmende Shootingthe Brezze die direkten Plätze hinter ihr besetzten.

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