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Alemannia feiert Pokal-Triumph – Imbongo Boele glänzt

Weiterer Tiefschlag für Drittliga-Absteiger Fortuna Köln.
Der ehemalige Bundesligist Alemannia Aachen hat am „Finaltag der Amateure“ die Überraschung geschafft. Der Traditionsklub aus der Regionalliga West gewann das Endspiel um den Mittelrheinpokal gegen Fortuna Köln 3:1 (1:1) und versetzte den Domstädtern zwei Wochen nach dem Abstieg aus der 3. Liga einen weiteren Tiefschlag.

Erstmals seit 2006 triumphierte die Alemannia wieder im Verbandspokal. Damit nehmen die von Fuat Kilic trainierten Aachener in der kommenden Saison zum ersten Mal seit der Spielzeit 2012/2013 wieder am DFB-Pokal teil.

Fortuna-Torschütze Kyere früh ausgewechselt

Vor 6.645 Zuschauern im Bonner Sportpark Nord war es Fortuna Kölns etatmäßiger Abwehrspieler Bernard Kyere (4.), der mit seinem frühen Führungstreffer für das erste Ausrufezeichen sorgte. Der 23-Jährige war von Fortuna-Trainer Oliver Zapel aufgrund der angespannten Personallage im Sturmzentrum aufgeboten worden.

Seine Torjäger-Qualitäten konnte Kyere allerdings nicht mehr lange unter Beweis stellen. Da er nach einer frühen Verwarnung am Rande einer Gelb-Roten Karte wandelte, wurde er bereits in der 20. Minute ausgewechselt.

Rehnen erst kurz vor der Pause machtlos

Nach dem Rückstand drängte die Alemannia auf den Ausgleich. Kölns Torhüter Nikolai Rehnen bewahrte seine Mannschaft aber mit zwei Glanzparaden gegen Aachens Steven Rakk (13.) und Blendi Idrizi (28.) zunächst vor einem Gegentreffer.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff belohnten sich die Schwarz-Gelben dann aber für ihren Aufwand. In der Nachspielzeit (45.+1) war Aachens Torjäger Dimitry Imbongo Boele zur Stelle, setzte sich gegen zwei Verteidiger durch und versenkte den Ball aus 16 Metern ins linke Eck.

Torschütze Imbongo auch als Vorbereiter

Nach der Pause glänzte Imbongo Boele (Foto), in der Liga mit elf Treffern ebenfalls der beste Torschütze der Alemannia, auch als Vorbereiter. Der 27-Jährige tankte sich auf der rechten Seite gegen zwei Gegenspieler durch und bediente Stipe Batarilo (54.) mustergültig, der aus drei Metern nur noch einschieben musste. Die Wahl zum „Spieler des Spiels“ war später der verdiente Lohn für Imbongo Boele.

Den Schlusspunkt setzte dann ein gebürtiger Kölner. Manuel Glowacz (85.), Sohn des ehemaligen Bundesligaprofsi Jürgen Glowacz (1. FC Köln) wurde im Strafraum freigespielt und ließ Fortunas Torhüter Rehnen keine Chance.

Späte Rote Karte für Steven Ruprecht

In der Nachspielzeit verschaffte sich noch Fortuna Kölns Abwehrspieler Steven Ruprecht, der von Schiedsrichter Nico Fuchs (Odenthal) wegen groben Foulspiels mit der Roten Karte vom Platz gestellt wurde, einen unrühmlichen Abgang (90.+2).

Fortuna-Trainer Oliver Zapel meinte: „Die zweite Halbzeit hat mich sehr enttäuscht. Die ganze Geschichte muss ich jetzt erst einmal verarbeiten. Am Ende stehen wir mit leeren Händen da und sind der verdiente Verlierer.“

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