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WSV-Sportdirektor Hutwelker: Keine Luftschlösser

Erst sieben Spieler stehen für die neue Saison unter Vertrag.
Karsten Hutwelker (Foto, 47), der nach einigen Monaten in ehrenamtlicher Funktion jetzt einen Zwei-Jahres-Vertrag als Sportdirektor beim West-Regionalligisten Wuppertaler SV unterschrieben hat, gibt sich keinen Illusionen hin. „Auf uns wartet ein hartes Jahr, in dem es erst einmal nur gegen den Abstieg geht“, sagt der Ex-Profi im Gespräch mit dem kicker und MSPW: „Alles andere wären Luftschlösser und dafür bin ich nicht zu haben.“

Sicher ist: Der ehemalige Bundesligist, der in den letzten Monaten mehrfach zumindest am Rande der Insolvenz wandelte, muss den Gürtel deutlich enger schnallen. Nach aktuellem Stand kann der WSV, den nach wie vor Verbindlichkeiten in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro belasten, in der neuen Saison nach eigenen Angaben nur mit einem Gesamtetat von etwas mehr als einer Million Euro planen, davon etwas mehr als ein Drittel für die erste Mannschaft. Nur wenn zusätzliche Sponsorenmittel akquiriert werden können, ist eine Anhebung des Etats möglich.

Um auf dieser Basis eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen, die in der starken West-Staffel mit 19 Klubs bestehen kann, kommt einer „Herkulesaufgabe“ für Hutwelker gleich. Schließlich stehen bislang erst sieben Spieler über den 1. Juli hinaus unter Vertrag, davon mit Abwehrspieler Nick Osygus (18) sowie den beiden Angreifern Luka Sola (19) und Mike Osenberg (19) drei Talente aus der eigenen U 19, die ebenso wie die U 17 den Aufstieg in die Junioren-Bundesliga geschafft hat.

Anlass zur Hoffnung gibt aber nicht nur die positive Entwicklung im Nachwuchsbereich. Auch der Verlauf der außerordentlichen Mitgliederversammlung in dieser Woche gibt der Vereinsführung um Alexander Eichner Rückenwind. Bei nur 34 Nein-Stimmen und 14 Enthaltungen gaben die WSV-Mitglieder dem Vorstand „grünes Licht“ für die mögliche Ausgliederung der Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft, um so zusätzliche Gelder von Investoren einsammeln zu können. „Das ist ein erster sinnvoller Schritt, um den WSV wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen“, meint Sport-Chef Hutwelker.

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2 Kommentare

  1. Wenn der WSV in der kommenden Saison bestehen will, muss er jetzt endlich anfangen, sich um gute, günstige und reife Spieler zu bemühn. Sonst kann er die Regionalliga abschreiben, denn alle anderen Vereine rüsten dermaßen auf, dass Wuppertal keine Möglichkeit hat zu bestehen.

  2. Das wird sehr hart. Wer das Wuppertaler Publikum kennt, der weiß, was gefordert wird. Trotzdem drücke ich die Daumen…

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