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RWE-Trainer Christian Titz: „Projekt gemeinsam forcieren“

48-jähriger Fußball-Lehrer betont Bedeutung der Nachwuchsförderung.
Der Auftrag an Christian Titz (Foto/48), den neuen Cheftrainer des West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen, ist klar. „Er hat oft genug bewiesen, dass er Spieler und Mannschaften besser machen kann“, sagt Sportdirektor Jörn Nowak (33), der an der Hafenstraße ebenfalls erst seit wenigen Tagen im Amt ist. Titz und Nowak wissen: Bei RWE muss nach Jahren der Stagnation sportlich einiges besser werden, wenn es in der kommenden Saison gelingen soll, zumindest um die Tabellenspitze und die Chance auf den Aufstieg in die 3. Liga mitzuspielen.

„Nicht die Ligazugehörigkeit eines Vereins ist für mich entscheidend, sondern die Voraussetzungen und Möglichkeiten, die er zur Weiterentwicklung bietet“, erklärt Titz, der beim Hamburger SV in den letzten Jahren vom U 17- und 21- zum Cheftrainer in der 1. und 2. Bundesliga aufgestiegen war, ehe er im Oktober gehen musste. „Bei Rot-Weiss Essen ist alles vorhanden, um die angestrebten Ziele zu erreichen: Stadion, Infrastruktur, Nachwuchsleistungszentrum. Das sind für mich ganz entscheidende Parameter. Außerdem wollen wir die vielen Menschen mitnehmen, denen der Verein etwas bedeutet. Ich sehe das als Projekt, das wir gemeinsam forcieren wollen.“ Seine Spielidee („Dominant, selbstbewusst, aktiv“) dürfte bei vielen Fans Hoffnungen (und Erwartungen) schüren.

Mehrfach betonte Titz, der zunächst einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat, während seiner Vorstellung die Bedeutung der Nachwuchsförderung. „Es ist eine ganz wichtige und interessante Aufgabe, eigene Spieler auszubilden und nach oben zu bringen. Wir wollen Jungs fördern, die die Werte des Vereins schon über Jahre verinnerlicht haben“, erklärt Titz und stellt klar, dass „selbstverständlich immer wieder Nachwuchsspieler am Training der ersten Mannschaft teilnehmen werden, um eine enge Verzahnung zu ermöglichen.“ Dabei weiß der Fußball-Lehrer, dass auch in dieser Hinsicht viel Arbeit auf ihn wartet. Schließlich sind die U 19 und U 17 gerade erst in die Niederrheinliga abgestiegen. Die zweite Mannschaft muss nach ihrer Neugründung in einer unteren Liga starten.

Noch sieben bis neun Neue – Aber nicht Lewis Holtby

Mit der bisherigen Kaderplanung, die noch in Absprache mit seinem Vorgänger Karsten Neitzel vorangetrieben wurde, zeigt sich Titz zufrieden, wird aber ab sofort auch seine eigenen Vorstellungen einbringen. „Sieben bis neun Zugänge werden wir sicher noch verpflichten. Die meisten werden unter 23 Jahre alt sein“, kündigt er an. „Der eine oder andere erfahrene Führungsspieler würde uns aber auch noch guttun.“

Sein „Lieblingsschüler“ und Ex-Schalker Lewis Holtby, den er einst sogar als persönlicher Trainer betreut hatte, wird ihm allerdings nicht vom HSV nach Essen folgen. Titz gegenüber dem Fachmagazin „kicker“ und MSPW: „Mit seiner Qualität hat Lewis doch noch andere Ambitionen.“

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