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Galopp Hoppegarten: Doppelsieg für Klug zum Geburtstag

Akribie gewinnt Diana-Trial um 70.000 Euro vor Stallgefährtin Satomi.
Seinen 43. Geburtstag am Pfinstsonntag (9. Juni) wird Galopper-Championtrainer Markus Klug (Foto) aus Köln-Heumar in besonderer Erinnerung behalten: Mit Akribie und Satomi stellte Klug auf der Galopprennbahn Berlin-Hoppegartendie beiden Erstplatzierten vor 10.931 Zuschauern im Diana-Trial (70.000 Euro, 2.000 Meter), dem bedeutendsten Vorbereitungsrennen für den klassischen Henkel-Preis der Diana, der Anfang August in Düsseldorf entschieden wird.

Zu verdanken war der mit einem Preisgeld von 40.000 Euro honorierte Triumph von Gestüt Röttgens Akribie, die als 60:10-Chance im achtköpfigen Feld angetreten war (Donjah, die sich im Training verletzt hatte, und Barbados waren abgemeldet worden), in erster Linie einem Klasse-Ritt von Stalljockey Adrie de Vries.

Der Holländer hatte sich im vierköpfigen Klug-Aufgebot für die Reliable Man-Tochter entschieden, die 2018 Zweite im „Preis der Winterkönigin“, der wichtigsten Prüfung für zweijährige Pferdedamen, war, aber zuletzt als Fünfte im „Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Renne“n in Köln an einem sehr glücklichen Rennverlauf gescheitert war. In der Hauptstadt beorderte De Vries Akribie sofort an die Spitze, dosierte dort geschickt das Tempo und kontrollierte früh die Szenerie.

Sehr überzeugend verabschiedete sich die beim fünften Start nun zum dritten Mal siegreiche Lady mit zwei Längen von ihren Kontrahentinnen, von denen die Außenseiterin Satomi als enorm schnell werdende Zweite den Klug-Doppelsieg rund machte.

Adrie de Vries in einem ersten Statement: „Die andere Taktik, von vorne zu gehen, war ausschlaggebend. Ich habe das Tempo sehr gut einteilen können.“ Natürlich dürfte Akribie nun eine erste Chance im Henkel-Preis der Diana am 4. August in Düsseldorf sein.

Bestens dabei blieb die Lokalmatadorin Stex, die als Dritte ebenfalls überraschte. Die anderen beiden Starterinnen von Markus Klug belegten Platz vier und fünf – Anna Pivola fand nicht mehr ganz in die Partie, während die „Winterkönigin“ Whispering Angel nach langer Pause erst am Ende nachließ, nachdem sie lange besser ausgesehen hatte. Die Favoritin Shining Pass wirkte diesmal als Sechste nie gefährlich und ließ lediglich Global Cloud und Guardian Fay hinter sich.

Zuschauerrekord am Pfingstsonntag

Sehr zufrieden war auch Hoppegarten-Eigner Gerhard Schöningh mit dem großen Ladies Day: „Ich hoffe, es hat unseren Zuschauern auch so gut gefallen. Unsere Bahn war total voll. Wir hatten am Pfingstsonntag seit 2008 einen Zuschauerrekord.“

Schon vor dem sportlichen Highlight der Stuten des Derby-Jahrgangs standen die Dreijährigen beim BBAG Auktionsrennen Berlin-Hoppegarten mit einer Gesamtdotierung von 52.000 Euro im Fokus. Wie zum Beispiel schon jüngst in Dresden, als der nun erneut gesattelte Dormio in einer ähnlichen Prüfung bereits ganz gut Kasse machen konnte.

Dass es ihm jetzt ein weiteres Mal gelingen würde, schien lange Zeit keineswegs als aus der Welt zu sein, denn in der Kölner Gast schien mit seinem Vorstoß zu Beginn der Geraden bereits eine Vorentscheidung herbeigeführt zu haben. Doch war daneben die Favoritin Cliff’s Art mit ihrem Latein auch längst noch nicht am Ende, wie ihre immer deutlicher werdende Beschleunigung in der Distanz offenbarte. So sehr sich das Höchstgewicht gegen sie verteidigen versuchte, es blieb ein erfolgloses Unterfangen. Martin Seidl (Köln) hatte die jüngst in Düsseldorf schon durchaus beeindruckend mit einem Erfolg in die Saison 2019 gestartete Canford-Cliffs-Tochter des Stalles Memory derart gut in Schwung bekommen, dass abzusehen war, dass für die Dreijährige aus Stefan Richters Quartier kein Verlieren mehr geben würde. Nichtsdestotrotz schlug sich Dormio als Zweiter in allen Ehren. Gut bemerkbar machte sich zuletzt zudem Vicente, der auf Platz drei einkam, während Wachmann, Wild Emotion sowie Miss Mae die Ränge dahinter besetzten, was allen dreien immerhin noch einen Geldpreis von jeweils 2.000 Euro einbrachte.

Enorm gesteigert präsentierte sich der im Gemeinschaftsbesitz der Stiftung Gestüt Fährhof (Sonntag) und von Fußball-Manager Klaus Allofs befindliche dreijährige Whizz Kid bei seinem erst zweiten Versuch vor Publikum im „IVR Isabel Vollrath-Rennen“, das der Schützling von Trainer Andreas Wöhler in einem tatsächlich mehr als gutem Stil für sich entschied. Je weiter es wurde, desto deutlicher konnte Eduardo Pedroza den Teofilo-Sohn von der Konkurrenz wegbringen.

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