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Schalke 04 U 23: Viele Talente und zwei neue Leitwölfe

Trainer Torsten Fröhling soll „Knappen“ in der Regionalliga etablieren.
Der Auftrag an Torsten Fröhling (Foto), Trainer beim Regionalliga West-Rückkehrer FC Schalke 04 U 23, ist klar. Der 52-Jährige soll die „Königsblauen“ wieder in der vierthöchsten Spielklasse etablieren, möglichst viele Spieler an den Profikader heranführen und den „Betriebsunfall“ mit dem Oberliga-Abstieg am Ende der Saison 2016/2017 endgültig vergessen machen.

Mit 85 Punkten und nur drei verlorenen Spielen hat die Schalker U 23 den Aufstieg aus der Oberliga Westfalen im zweiten Anlauf souverän geschafft. Mit beeindruckenden 93 Treffern und nur 21 Gegentoren war Fröhlings Team das Maß aller Dinge und der Konkurrenz bereits frühzeitig enteilt. Am Ende waren es 15 Zähler Vorsprung auf Vizemeister TuS Haltern, der ebenfalls das Regionalliga-Ticket löste. Ein Jahr zuvor war die „Mission Wiederaufstieg“ noch kläglich gescheitert. Die Entscheidung des Vereins, den jungen und eher unerfahrenen Trainer Onur Cinel (33) durch Routinier Fröhling zu ersetzen, erwies sich als goldrichtig.

Nun soll die positive Tendenz auch eine Liga höher fortgesetzt werden. „Wir wollen die Euphorie mitnehmen, nichts mit dem Abstieg zu tun haben und eine gute Rolle spielen“, sagt Fröhling im kicker– und MSPW-Gespräch. Um für die neue Saison gerüstet zu sein, hat der Fußball-Lehrer den Trainingsstart für den 23. Juni angesetzt. Der Feinschliff soll während des Trainingslagers vom 3. bis 9. Juli in Billerbeck erfolgen.

Auch in Sachen Kaderplanung wurden bereits Nägel mit Köpfen gemacht. „Wir haben gut vorgearbeitet. Das Grundgerüst steht“, sieht Fröhling sein Team passend aufgestellt. Bis auf die Abgänge von Benedikt Zahn (SpVgg Greuther Fürth II), Niklas Wiemann (SV Werder Bremen II), Marius Schley (SV Röchling Völklingen), Finn Heiserholt (SV Lippstadt 08) und den zu den Profis beförderten Abwehrspieler Jonas Carls blieb der Kader zu großen Teilen zusammen. Neu hinzugekommen sind neben Mike Jordan (20/Rot-Weiß Oberhausen), Randy Manu Gyamerah (19/Niendorfer TSV U 19) und Umar Saho (18/Eintracht Frankfurt U 19) vor allem die beiden als „Leitwölfe“ eingeplanten Innenverteidiger Fabian Lübbers (27/SV Lippstadt 08) und Torjäger Fatih Candan (29), der vom Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach Haiger in den Fußball-Westen zurückkehrt.

Aus der eigenen U 19 wurden mit Kapitän Görkem Can sowie U 19-Nationalspieler Münir Levent Mercan, Jan-Eric Hempel und Jonathan Riemer vier hoffnungsvolle Talente hochgezogen. „Wir haben noch einen bis zwei Plätze frei. Grundsätzlich sind wir aber auf allen Positionen ordentlich besetzt“, sagt Fröhling. „Unsere Spieler sollen sich in einem professionellen Umfeld entwickeln. Wenn wir den einen oder anderen in den Profibereich bringen können, haben wir alles richtig gemacht.“

Die jüngsten Erfolge in diesem Bereich können sich sehen lassen. Nassim Boujellab und Jonas Carls schafften den Sprung aus der U 23 in den Profikader. Auch Haji Wright (sieben Einsätze), George Timotheou (ein Spiel) und Philip Fontein (zumindest einmal im Kader) durften Bundesligaluft schnuppern. Umgekehrt funktionierte die Zusammenarbeit ebenfalls. So waren sich beispielsweise Cedric Teuchert (22/zwei Spiele/drei Tore), Ahmed Kutucu (19/ein Spiel/zwei Tore) oder Rabbi Matondo (18/ein Einsatz) nicht zu schade, in der Oberliga aufzulaufen.

„Spielpraxis ist für junge Spieler extrem wichtig“, betont Fröhling. „Sollten unsere Youngster wie Jonas Carls, Ahmed Kutucu oder Nassim Boujellab vielleicht nicht auf Anhieb in der Bundesliga zu Spielanteilen kommen, werden sie uns sicherlich in der Regionalliga unterstützen können. Dafür sind wir auch da und ich stehe voll dahinter, dass die Jungs dann bei uns Wettkampfhärte bekommen.“

Auch Vizeweltmeister Gerald Asamoah wird zur U 23 zurückkehren. Der 40-jährige Ex-Nationalspieler, der im Saisonendspurt das Team um Interimstrainer Huub Stevens bei den Profis unterstützt hatte, wird seine Arbeit als Teammanager der U 23 wieder aufnehmen.

Die Heimspiele des Aufsteigers werden zunächst – wie schon zu früheren Regionalliga-Zeiten – entweder im Bottroper Jahnstadion oder in der Mondpalast-Arena in Herne ausgetragen, da die Arbeiten am Gelsenkirchener Parkstadion im Schatten der Arena noch nicht abgeschlossen sind. Ab der Rückrunde soll dort aber auch die U 23 ihre neue „Heimat“ finden.

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