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Galopp Hamburg-Horn: French King regiert auf der Derby-Bahn

Gast aus Frankreich triumphiert als 26:10-Favorit im Großen Hansa-Preis.
French King ist der neue „König von Hamburg“! Der im Besitz von Katar-Scheich Abdullah bin Khalifa Al Thani stehende und von Henri-Alex Pantall in Frankreich trainierte vierjährige Galopper-Hengst landete am Sonntag vor 4.000 Zuschauern seinen zweiten großen Triumph in Deutschland. Nach dem Sieg im Carl Jaspers-Preis in Köln (MSPW berichtete) beherrschte der 26:10-Favorit unter Weltklasse-Jockey Olivier Peslier auch die fünf Konkurrenten im Großen Hansa-Preis (70.000 Euro, 2.400 Meter) am Sonntag auf der Derby-Bahn in Hamburg-Horn.

Bis in die Zielgerade hinein stand die Top-Prüfung des ersten Wochenendes beim Derby-Meeting im Zeichen des Außenseiters Oriental Eagle, der etliche Längen Vorsprung auf Royal Youmzain besaß, dahinter hatte French King als Dritter eine optimale Ausgangslage. Zunächst eroberte Royal Youmzain dann die Spitze, doch als French King in bester Haltung Mitte des Einlaufs attackierte, war die Frage nach dem Sieger sofort beantwortet. Mit zweieinhalb Längen Vorsprung verabschiedete sich French King von seinem einzigen Kontrahenten.

Mit den hier verdienten 40.000 Euro steigerte der weitgereiste French King seine Gewinnsumme auf 695.273 Euro. Es war schon der siebte Sieg beim 16. Start für den Gast aus Frankreich. Jockey Olivier Peslier, dessen Tochter Megane am selben Tag ein Rennen in Argentan gewonnen hatte, erklärte in einem ersten Statement: „Er war viel relaxter als bei seinem letzten Start. Ich hatte an dritter Stelle eine gute Lage, habe ihn an der letzten Ecke noch einmal verschnaufen lassen, dann hat er schnell die passende Antwort geliefert.“

Royal Youmzain läuft wieder stark

Royal Youmzain lief als Zweiter das erwartet starke Rennen, auch wenn er keine Antwort gegen French King wusste. Trainer Andreas Wöhler (Gütersloh): „Er hat sich verbessert gegenüber seinem letzten Laufen. Das sieht man auch am Abstand zu den anderen Pferden. Der Sieger muss sich in letzter Zeit sehr stark gesteigert haben.“

Colomano, der zuletzt noch Oriental Eagle den dritten Rang wegschnappte, komplettierte die Dreierwette. „Wir sind zufrieden, er läuft immer gute Rennen“, so sein Betreuer Markus Klug (Köln-Heumar). Oriental Eagle hielt diesmal vorne länger stand. „Er wird in diesem Jahr noch besser werden“, vermutete sein Mülheimer Trainer Jens Hirschberger.

Die stark gewettete Stute Skyful Sea kam nie über Rang fünf hinaus. „Das war zu schwer“, signalisierte ihr Jockey Andrasch Starke (Langenfeld). Alounak bildete das Schlusslicht. „Er zog nicht entscheidend durch und galoppierte vorsichtig“, sagte Trainer Waldemar Hickst.

Ehrung für Albert Darboven

„Kaffee-König“ Albert Darboven, Vize-Präsident des Hamburger Renn-Clubs und seit vielen Jahren Sponsor des Derbys, wurde am Rande des Renntages von Direktoriums-Präsident Dr. Michael Vesper mit der Goldenen Medaille, der höchsten Auszeichnung im Galopprennsport hierzulande, geehrt.

Fällig für den ersten Erfolg war im einleitenden 1.600 Meter-Rennen für dreijährige Stuten die Röttgenerin Elvira (39:10). Mit dem niederländischen Stalljockey Adrie de Vries bestimmte die Le Havre-Tochter Start-Ziel gegen Daily Delight und La Valetta stets das Geschehen. „Sie hatte sich in diesem Jahr verbessert. Die Taktik war, von vorne zu gehen. Vielleicht gehen wir zunächst in ein Handicap und später ins Listenrennen“, erklärte Trainer Markus Klug.

Rennerfahrung zahlt sich aus, das bewahrheitete sich in der Zweijährigen-Prüfung über 1.400 Meter, als die in Köln lange prominente Auenqueller Soldier Hollow-Tochter Vallee des Fleurs (31:10) Start-Ziel vor Paloma Ohe und Vive en liberte stets locker beschleunigte. Jens Hirschberger trainiert die Lady in Mülheim, Andrasch Starke zeichnete sich im Sattel aus.

Riesenquote in der Viererwette

Eine Riesenquote gab es in der Viererwette, denn mit dem zuvor bei 17 Starts noch sieglosen Epatant (347:10) als Gewinner hatte kaum jemand gerechnet. Es war der 99. Siegtreffer für Esther Ruth Weißmeier, die den Wallach aus dem Stall ihrer Mutter Regine Weißmeier (Sonsbeck) steuerte. Auch die platzierten Pferde Nero de Avolo, Ovambo Princess und Primetta hatte man kaum auf der Rechnung, so dass die Quote auf 320.687:10 kletterte. Sie wurde einmal getroffen.

Die Darius Racing-Form hat merklich angezogen. Nach dem Sieg von Abadan am Samstag im „Langen Hamburger“ trumpfte nun der von Waldemar Hickst trainierte Daatis (24:10) mit Marco Casamento mit der Start-Ziel-Taktik klar gegen Noble Campain und Nextwave auf.

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