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Galopp: Eddy Pedroza landet im 17. Versuch ersten Derby-Sieg

Gestüt Ittlingens Laccario setzte sich vor Grewe-Schützling durch.
Der 30:10-Mitfavorit Laccario hat das 150. Deutsche Galopper-Derby auf der Bahn in Hamburg-Horn gewonnen. Der dreijährige Hengst im Besitz des Gestüts Ittlingen (Werne) von Manfred Ostermann und Janet Leve-Ostermann und trainiert von Andreas Wöhler (Gütersloh), landete im Klassiker des Galopprennsports vor Django Freeman (43:10), trainiert von Henk Grewe (Köln), und Außenseiter Accon (182:10, Trainer: Markus Klug/Köln-Heumar) auf dem ersten Platz. Für den viermaligen Champion-Jockey Eduardo Pedroza (Foto) war es im 17. Derby-Ritt der erste Triumph im „Blauen Band“. Trainer Wöhler gelang nach 1992, 1999, 2011 und 2016 bereits der fünfte Erfolg.

Beim wichtigsten und höchstdotierten Galopprennen in Deutschland wurden 650.000 Euro Prämien ausgeschüttet, allein 390.000 gingen an den Sieger.

Laccario blieb damit auch bei seinem vierten Start in dieser Saison unbesiegt. Er sicherte sich zuvor schon in großem Stil das Union-Rennen, die bedeutendste Vorprüfung in Köln in der Champions League.

„Laccario hat sich von Rennen zu Rennen gesteigert“, so Trainer Andreas Wöhler. „Und er ist noch nicht am Zenit.“

Eduardo Pedroza ist nach dem ersten Derby-Sieg „ein Stein vom Herzen gefallen. Wir hatten die ideale Position im Rennen.“

Von Emotionen überwältigt war auch Besitzer und Züchter Manfred Ostermann nach dem Derby-Sieg von Laccario, der damit in der Saison 2019 weiterhin ungeschlagen bleibt und 2:29,95 Minuten für die 2.400 Meter-Strecke benötigte. Ostermann verfolgte das Rennen von der 5. Etage des an der Rennbahn befindlichen Hotels. „Der Sieg war so super und beeindruckend“, brachte Ostermann diesen Erfolg auf den Punkt. Seine letzten Derby-Gewinner waren Lando und Laroche in den Jahren 1993 und 1994 gewesen.

Trainer Andreas Wöhler erläuterte nach seinem insgesamt fünften Derby-Sieg (nach Pik König 1992, Belenus 1999, Waldpark 2011 und Isfahan 2016): „Dass Laccario so gut wird, hatten wir schon im letzten Jahr gehofft. Ich hatte Herrn Ostermann gesagt, dass der Hengst Werbung für seinen Vater Scalo machen könnte. Mit etwas Verzögerung kam er gut in Gang. Man braucht solch einen tollen Speed wie er, um ein Derby zu gewinnen. Innerlich brodelt es gerade gewaltig in mir, aber ich bin ja keine 20 Jahre mehr.“

Django Freeman als Zweiter ebenfalls sehr stark

Django Freeman, der schon Laccario schon im Kölner Union-Rennen den Vortritt lassen musste, konnte als Einziger dem Favoriten folgen und lief als Zweiter ebenfalls glänzend. „Er zeigte wieder eine Top-Leistung, der Sieger war noch etwas besser, aber es hat nur der letzte Tick gefehlt“, berichtete Trainer Henk Grewe. 1.300 Euro kassierte Ralph Siegert, der Gewinner der Galopper der Jahres-Wahl, für die virtuelle Gewinnbeteiligung von einem Prozent an Django Freeman im Derby.

Schnellstes Pferd war am Ende Accon, der noch auf Rang drei vordrang. „Er kam zu spät auf freie Bahn, aber die Vorstellung war trotzdem stark“, signalisierte Besitzer Holger Renz.

Quest the Moon musste als Vierter mit Jockey Andrasch Starke (Langenfeld) erst spät passen. Er dürfte vor allem an der äußeren Startnummer gescheitert sein. „Der Rennverlauf war nicht optimal, denn er konnte nie versteckt werden. Dennoch lief er ein gutes Rennen“, meinte Trainerin Sarah Steinberg (München).

Der englische Gast Surrey Thunder schien länger noch mehr als Platz fünf zu erreichen, kam aber wie Dschingis First nicht entscheidend weiter. Die anderen Pferde spielten keine entscheidende Rolle.

Foto-Quelle: Kölner Rennverein/Klaus-Jörg Tuchel

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