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SpVgg Unterhaching: Details zum geplanten Börsengang veröffentlicht

Zeichnungsfrist für Aktien läuft vom 15. bis 26. Juli an der Börse München.
Der Drittligist SpVgg Unterhaching hat erste Details zum angekündigten Börsengang des Klubs veröffentlicht. Demnach beginnt das öffentliche Angebot der SpVgg Unterhaching Fußball GmbH & Co. KGaA (ISIN DE000A2TR919) an der Börse München am 15. Juli und endet voraussichtlich am 26. Juli. Es werden bis zu 954.365 Aktien zu einem Festpreis von 8,10 Euro je Aktie angeboten. Die Aktien stammen vollständig aus einer Kapitalerhöhung. Entsprechend wird der gesamte Bruttoemissionserlös von bis zu 7,7 Millionen Euro der Gesellschaft zufließen.

Innerhalb des öffentlichen Angebots hat jeder Interessierte die Möglichkeit, über seine Haus- oder Depotbank durch eine Kauf-Order an der Börse München Aktien der SpVgg Unterhaching zu erwerben. Dabei ist auf die Gültigkeit der Order bis zum Ende der Zeichnungsfrist am 26. Juli zu achten.

Mit dem Börsengang soll die finanzielle Planungssicherheit für die kommenden drei Jahre erreicht werden. In dieser Zeit ist der Aufstieg in die 2. Bundesliga das Ziel. Die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) ausgezeichnete Nachwuchsförderung der SpVgg ermöglicht zwar regelmäßig Transfererlöse. Doch um das Ziel Aufstieg zu erreichen, sollen Top-Talente länger gehalten und der Kader gezielt verstärkt werden.

Geschäftsführer und Vereinspräsident Manfred Schwabl erklärt: „Wir befassen uns seit weit über einem Jahr intensiv mit dem Thema Börsengang. Nach den Gesprächen der letzten Tage und Wochen bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass es der für uns richtige Weg ist und ein ambitionierter und schuldenfreier Drittligist auch für Anleger interessant sein kann. In den letzten Jahren haben wir ein solides strukturelles und sportliches Fundament mit dem Nachwuchsleistungszentrum als Herz des Vereins geschaffen. Jetzt soll uns eine breit gestreute Eigenkapitalfinanzierung die finanzielle Sicherheit geben, um den Aufstieg bis zur Saison 2021/2022 offensiv angehen zu können. Dabei werden wir auch künftig bodenständig bleiben, weiter stark auf die Jugend setzen und in die Infrastruktur investieren.“

Aus Sicht des Traditionsvereins aus der Münchner Vorstadt ist der sportliche Abstand der 3. Liga zur 2. Bundesliga im Verhältnis gering, aber der wirtschaftliche sehr groß. Allein die TV-Einnahmen würden sich im Fall des Aufstiegs von aktuell einer Million Euro auf rund zehn Millionen Euro vervielfachen. Auch die Einnahmen durch Ticket-Verkäufe und Sponsoring würden sich voraussichtlich mehr als verdoppeln. Insgesamt erwartet die Spielvereinigung Unterhaching, in der 2. Bundesliga einen erheblichen Jahresüberschuss erzielen zu können.

Der Verein wird auch künftig die Kontrolle über die Geschäftsführung der börsennotierten Gesellschaft verfügen. Die Kommanditgesellschaft auf Aktien ist die bewährte Gesellschaftsform, um sich dem Kapitalmarkt zu öffnen und gleichzeitig die Vorgaben vom DFB bzw. der DFL zu erfüllen.

Der Verein wird nach dem Börsengang mindestens 50 Prozent der Aktien halten. Außerdem ist er 100-prozentiger Gesellschafter der Haching Verwaltungs GmbH. Diese ist alleinige persönlich haftende Gesellschafterin („Komplementärin“) der Spielvereinigung Unterhaching Fußball GmbH & Co. KGaA und übt damit die Geschäftsführung aus.

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