Startseite / Pferderennsport / Galopp / Galopp Düsseldorf: Durance soll für „Diana“ nachgenannt werden

Galopp Düsseldorf: Durance soll für „Diana“ nachgenannt werden

Gebühr für Bielefelder Gestüt Ebbesloh würde 50.000 Euro betragen.
Am Sonntag, 4. August, geht auf der Galopprennbahn in Düsseldorf der „Henkel-Preis der Diana“, das Deutsche Stuten-Derby, über die Bühne. Mit einem Preisgeld von 500.000 Euro zählt die Prüfung zu den höchstdotierten Pferderennen in Europa. Aktuell sind noch 37 dreijährige Stuten aus vier Nationen startberechtigt. Ein Name fehlt in der Liste: Durance, im Besitz des ostwestfälischen Gestüts Ebbesloh der Familie von Schubert aus Bielefeld. Nach ihrem Sieg im BMW-Preis Düsseldorf gewann sie in Hamburg mit Meister-Jockey Andrasch Starke (Langenfeld) im Sattel die dortige Mehl Mülhens-Trophy über 2.200 Meter und steht damit weit oben in der sportlichen Rangliste ihres Jahrgangs. Für die „Diana“ ist sie allerdings bislang nicht gemeldet.

Am 1. Oktober 2018, vor neun Monaten, war der Nennungsschluss für dieses große Rennen. Damals wurde Durance noch für das Gestüt Ebbesloh von Henri Devin in Chantilly bei Paris trainiert und hatte zu diesem Zeitpunkt noch kein einziges Rennen bestritten. Ein Start im „Henkel-Preis der Diana“ schien utopisch. Erst im Oktober wurde die Stute erstmals in der Öffentlichkeit gesichtet: Mit einem Auszubildenden im Sattel endete sie in einem Rennen im französischen Angers unplatziert. Trainer Devin empfahl danach, sie über Winter wieder nach Hause nach Ostwestfalen zu holen.

Einige Wochen später bezog Durance eine Box bei Trainer Peter Schiergen in Köln – und ein unaufhaltsamer Aufstieg begann. Seit März hat sie vier Rennen gewonnen, zwei davon in Düsseldorf – der wendige Grafenberger Kurs passt ihr offensichtlich ausgezeichnet. Doch um im „Henkel-Preis der Diana“ laufen zu können, muss sie für eine Gebühr von 50.000 Euro nachgemeldet werden. Das soll jetzt geschehen, auch wenn sich das Team von Durance noch Zeit lassen kann, da der Termin dafür erst wenige Tage vor dem Rennen ist.

Die hinter Durance in Hamburg platzierten Stuten werden am Grafenberg antreten. Zweite wurde die von Markus Klug in Köln-Heumar trainierte Anna Pivola aus dem norddeutschen Gestüt Brümmerhof vor Shining Pass aus dem Wöhler-Stall (Gütersloh) und Liberty London, die Hans-Jürgen Gröschel in Langenhagen für den Wittener Einrichtungsunternehmer Manfred Ostermann betreut, den Besitzer des aktuellen Derbysiegers Laccario. Dieses Trio ist mit einer Diana-Nennung ausgestattet und es ist davon auszugehen, dass sie in Düsseldorf starten werden.

Noch sechs Chancen für Klug – Letzter Test am Sonntag in Mülheim

Mit sechs Stuten hat Champion-Trainer Klug derzeit das größte Kontingent im Feld, angeführt von Gestüt Röttgens Akribie, die vor einigen Wochen in Berlin-Hoppegarten das dortige „Diana-Trial“ gewonnen hat.

Neues gibt es von Donjah aus dem Stall von Trainer Henk Grewe in Köln: Die zweijährige, bei zwei Starts ungeschlagene Stute im Besitz von Dr. Stefan Oschmann aus Würzburg („Darius Racing“), war bei den Buchmachern lange an der Spitze des Wettmarktes, doch in diesem Jahr ist sie bisher noch nicht gelaufen. „Irgendetwas war immer bei ihr“, berichtet Henk Grewe: „Es gab stets kleine gesundheitliche Rückschläge.“ Der Plan ist jetzt, sie direkt in Düsseldorf an den Start zu bringen. Es wäre ihr erster Auftritt in der Saison.

Am kommenden Sonntag, 14. Juli, findet in Mülheim/Ruhr der finale Test für den „Henkel-Preis der Diana“ statt. Aktuell zwölf Stuten können im dortigen „BBAG Diana Trial“ noch starten.

Das könnte Sie interessieren:

Fünf Siege bei fünf Starts: Grewe-Galopper in Glanzform

Kölner Trainer am Sonntag auf drei verschiedenen Bahnen erfolgreich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.