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SV Rödinghausen: Zahlreiche Nackenschläge

Eine Woche vor Ligastart hat Trainer Enrico Maaßen Personalprobleme.
Nein, so hatte sich Trainer Enrico Maaßen (35/Foto) die Vorbereitung auf die neue Saison mit dem West-Regionalligisten SV Rödinghausen nicht vorgestellt. Dabei bereitet dem angehenden Fußball-Lehrer nicht etwa seine zeitweise Abwesenheit wegen der Verpflichtungen an der Hennes-Weisweiler-Akademie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Hennef Sorgen.

Vielmehr mussten Maaßen und die Ostwestfalen innerhalb weniger Wochen zahlreiche Nackenschläge hinnehmen, die die ursprünglichen Personalplanungen für den Start in die neue Spielzeit über den Haufen warfen. „Was wir gerade einstecken müssen, reicht sonst eigentlich für drei Jahre“, sagt Maaßen im kicker-Gespräch.

Schließlich hat es der SVR-Trainer weniger mit „normalen“ Verletzungsproblemen, sondern mit medizinischen Notfällen zu tun. Doch der Reihe nach: Zunächst brachte Angreifer Lars Lokotsch (23) aus dem Urlaub eine hartnäckige Viruserkrankung mit, die unter anderem die Nieren angriffen. Die Folge waren ein zehntätiger Klinikaufenthalt, bei dem dann auch noch Probleme am Herzmuskel festgestellt wurden. Erst am Freitag wird Lokotsch nach einem Herz-MRT erfahren, ob das Sportverbot zumindest demnächst aufgehoben werden kann.

Stürmerkollege Nico Empen (23), gerade erst mit großen Hoffnungen vom Nord-Regionalligisten SC Weiche Flensburg 08 verpflichtet, meldete sich zunächst mit einer Mandelentzündung vom Trainingsauftakt ab. Als es trotz der Einnahme von Antibiotika nicht besser wurde, diagnostizierten die Ärzte Pfeiffersches Drüsenfieber. Mindestens bis Anfang August darf Empen nicht belastet werden.

Mittelfeldspieler Linus Meyer (27) stieg zwar zunächst in das Training ein und hinterließ in den ersten Testspielen einen starken Eindruck. Dann aber entzündete sich eine große Blase am Fuß, prompt landete Meyer mit einer Blutvergiftung für zwei Wochen im Krankenhaus. Wann er wieder zur Verfügung steht, ist fraglich. Gleiches gilt für Defensivspieler Laurin von Piechowski (25), dessen Patellasehnenprobleme in den nächsten zwei Wochen von Bayern-Doc Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (76) in München behandelt werden. Hinzu kommen noch die Ausfälle der beiden Linksverteidiger Nico Knystock (23/Schambeinentzündung) und Kevin Harder (21/Arthroskopie).

Trainer Maaßen, der ab Montag ein dreiwöchiges Trainer-Praktikum beim VfL Osnabrück unter Daniel Thioune absolvieren wird, will dennoch zehn Tage vor dem Auftaktspiel bei der U 23 von Borussia Mönchengladbach nicht jammern. „Auch die 16, 17 Spieler, die mir noch zur Verfügung stehen, besitzen eine so hohe Qualität, dass wir auf jeden Fall eine schlagkräftige Mannschaft aufbieten werden“, so Maaßen. Erste Maßnahme: Der eigentlich vom Innenverteidiger zum Stürmer umgeschulte Nikola Serra (24) ist jetzt auch wieder als mögliche Alternative für die arg ausgedünnte Abwehr vorgesehen.

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