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CHIO Aachen: Isabell Werth gewinnt am 50. Geburtstag

Bereits ihr 13. Triumph in der Soers – Zuletzt drei Siege in Folge.
Die Beste war einmal mehr Isabell Werth. Zum 13. Mal insgesamt und zum dritten Mal in Folge sicherte sie sich den „Deutsche Bank Preis“ beim CHIO Aachen. Dabei saß sie in den letzten drei Jahren jedesmal auf einem anderen Pferd – Weihegold, Emilio und nun Bella Rose. 90,450 Prozent, persönliche Bestleistung, waren das Geschenk dieser außergewöhnlichen Stute an ihre Reiterin, die am Sonntag ihren 50. Geburtstag in der Soers feierte.

Mit stehenden Ovationen und einem 6.500-stimmigen „Happy Birthday“ ließen die Dressurfans die Königin dieses Sports hochleben. Da blieb kein Auge trocken, am wenigsten bei Werth selbst. Auf der letzten Mittellinie klatschten die Zuschauer im Takt der Passage mit, um dann in ohrenbetäubenden Jubel auszubrechen. Und Bella Rose? Die hob den Kopf, sah sich um und nahm die Huldigungen entgegen, die ihr mindestens genauso gebührten, wie ihrer Reiterin.

„It’s Showtime“ – so beginnt die Kür von Dorothee Schneider und ihrem Sandro Hit-Sohn mit eben jenem Namen. Und dann legten die beiden los zu dem Queen-Medley, dessen Hauptthema das Lied „The Show must go on“ ist. Keine Musik könnte besser zu diesem wunderbaren Tänzer passen. Schon im Special erreichten sie einen persönlichen Rekord. Heute in der Kür folgte der nächste: Platz zwei mit 89,660 Prozent. Eine sichtlich bewegte Reitmeisterin Dorothee Schneider: „Mir stellen sich wirklich die Haare auf – mit diesem Pferd hier in Aachen diese Kür zu dieser Musik zu reiten …“ Damit war alles gesagt. Und ein ganzes Stadion freute sich mit ihr über den besten Showtime, den es je gab.

Wenn es ein Paar gibt, das Leichtigkeit verkörpert, dann Jessica von Bredow-Werndl und ihre Trakehner Stute Dalera BB. Die Musik aus dem Film „La La Land“ ist die perfekte Untermalung für die Leichtfüßigkeit und Mühelosigkeit dieser Easy Game-Tochter und ihrer perfekt sitzenden Reiterin, die heute zu Platz drei mit einem Ergebnis von 87,595 Prozent führten. Die letzten Minuten mit starkem Trab, Passage und Piaffe, perfekt abgestimmt auf die Musik, hundertprozentig im Takt wie ein Metronom – da hätte man auch eine 11 geben können. Chefrichterin Dr. Evi Eisenhardt über den Sonntagvormittag: „Glauben Sie mir, nicht nur die Zuschauer hatten Gänsehaut. Wir auch!“

Acht Paare mit Ergebnissen über 80 Prozent – das zeigt, wie hoch das Niveau im Deutsche Bank Preis 2019 war. Und das allerschönste: Alle Pferde, beinahe ausnahmslos, nahmen den Applaus gelassen entgegen und gingen am langen Zügel entspannt aus dem Viereck. Ja, man hatte sogar den Eindruck, sie genossen es und wussten, dass vor allem sie hier bejubelt wurden …

Text-Quelle: CHIO Aachen

Bild-Quelle: CHIO Aachen/ Michael Strauch

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