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Galopp München: Englischer Triumph im Großen Dallmayr-Preis

Alounak aus dem Kölner Stall von Waldemar Hickst wird Vierter.
Englischer Triumph gegen zwei starke Münchner Pferde: Das war das Ergebnis im Großen Dallmayr-Preis (155.000 Euro) am Sonntag auf der Galopprennbahn in München-Riem: Vor 15.000 Zuschauern gewann der im Besitz von Australian Bloodstock stehende und von dem Franzosen David Menusier in England (im Stall des früheren Trainers Guy Harwood) vorbereitete Danceteria (32:10) mit Weltklasse-Jockey Jamie Spencer vor den beiden im Besitz des Stalles Salzburg stehenden und von Sarah Steinberg vor Ort trainierten Wai Key Star und Quest the Moon.

Aus hinteren Regionen überspurtete Danceteria die gesamte Konkurrenz. Mit viel Vertrauen gesteuert und in bester Haltung galoppierend, war dem Endspurt des vierjährigen Wallachs kein Gegner gewachsen. Sehr sicher mit eineinviertel Längen Vorsprung löste sich Danceteria von der Konkurrenz und schaffte beim 16. Start seinen siebten Erfolg.

Die Zukunft von Danceteria, der mit den in München verdienten 100.000 Euro Siegbörse seine Gewinnsumme auf 274.301 Euro katapultierte, liegt in Australien, der Heimat der Besitzer. Racing Manager Ronald Rauscher: „In der nächsten Woche werden wir die genauen Pläne besprechen. Er könnte noch ein Rennen in Europa bestreiten und dann in Richtung Cox Plate gehen. Wir wussten nicht genau, wie er auf weichem Boden zurechtkommen würde, aber diese Frage hat er nun bestens beantwortet.“

Und Jockey Jamie Spencer fügte mit einem Augenzwinkern an: „Das ging so leicht. Ich weiß gar nicht, wofür ich bezahlt wurde.“

Bis weit in die Zielgerade sah der deutsche Derby-Vierte und 31:10-Favorit Quest the Moon wie der sichere Sieger aus, ehe Danceteria in bester Haltung an seiner Seite auftauchte und vorbeiging. Dafür wurde Wai Key Star immer zwingender. Der Stallgefährte von Quest the Moon lief als Zweiter das Rennen seines Lebens. Racing Manager Harald Schneider meinte: „Wir hatten mit einem starken Laufen von Wai Key Star gerechnet. Er war in bester Verfassung. Zuletzt in Baden-Baden war der Boden zu fest für ihn. Diesmal hat er alles super gemacht. Quest the Moon sah laut Oisin Murphy kurz wie der Sieger aus, aber das Derby könnte ihm noch ein wenig in den Knochen gesteckt haben.“

Der von Waldemar Hickst (Foto) in Köln vorbereitete Alounak zeigte als sehr guter Vierter wieder aufsteigende Tendenz. Er hatte einen starken Moment. „Wir sind sehr zufrieden. Auch wenn 2.000 Meter nicht seine optimale Strecke sind, hat er sich auf weicher Bahn gut verkauft“, berichtete Racing Manager Holger Faust. Die übrigen Pferde hatten keine Möglichkeit, auch nicht die hochgehandelten Engländer Stormy Antarctic (Sechster) und Matterhorn (Siebter), der an der Spitze bald nachließ.

Fearless King ein neues Salzburg-Ass

Begonnen hatte der Top-Renntag mit einem richtungsweisenden Zweijährigen-Rennen, das vor einem Jahr kein Geringerer als der aktuelle Derby-Zweite Django Freeman gegen Quest the Moon gewonnen hatte. Auch diesmal dürfte der Sieger Fearless King (56:10), der sich für den Stall Salzburg nach einem starken Finish von Gerald Mosse noch gegen Nona und den Favoriten Wonderful Moon durchsetzte, vor einer interessanten Karriere stehen. Trainerin Sarah Steinberg: „Er ist aktuell die Nummer eins unserer Zweijährigen. Gerald hat ihn super geritten. Wir steuern nun wie mit Quest the Moon vor einem Jahr das Zukunftsrennen an.“

Viel Übersicht bewies Rennreiterin Sibylle Vogt in einem 1.400 Meter-Rennen auf Dioresse (70:10) aus dem Münchner Stall von Michael Figge. Der erste Saisontreffer der Lady gegen Neriano und Sir Theodore stand zeitig fest.

Für sein großes Pech in Hamburg, als er den Rennverlauf komplett gegen sich hatte, rehabilierte sich der von Stefan Richter aus Dresden engagierte Wachmann (62:10) in einem 1.600 Meter-Rennen. Vom vorletzten Platz fing der Campanologist-Sohn unter Martin Seidl noch den Favoriten Suprimo und Propolia ab.

„Er hat zwei Kilo Gewichtserlaubnis nach seinem zweiten Platz zuletzt bekommen, das war am Ende entscheidend“, berichtete Racing Manager Harald Schneider nach dem zweiten Tagestreffer des Stalles Salzburg mit Amgry Bird (50:10) in einer weiteren 1.600 Meter-Prüfung. Der Schimmel hatte ganz zuletzt mit Rene Piechulek (Bergheim) noch die größeren Reserven gegenüber der stets führenden Lady Lilian und Ferragosta.

Andrasch Starke mit Top-Finish auf Larea

In einer tollen Kampfpartie klang ein Rennen über 2.000 Meter aus. Hier eroberte Jockey-Champion Andrasch Starke (Langenfeld) mit der von Peter Schiergen inj Köln trainierten Ittlingerin Larea (63:10) ganz zuletzt noch einen hauchdünnen Vorteil vor der fast schon in Sicherheit geglaubten Princess Zoe. Arktis war auf Rang drei schon etwas deutlicher zurück. Der Favorit Wildfang kam diesmal nie vom Ende des Feldes weg. „Larea gibt immer alles, sie hat großartig gekämpft“, berichtete Dennis Schiergen, der seinen Vater vertrat.

Für eine Sensation sorgte Magic Knowles (303:10) mit Rene Piechulek in einem 2.200 Meter-Rennen. Knapp hielt die Außenseiterin den stark gewetteten Ourasi und Montepulciano in Schach.

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