Startseite / Pferderennsport / Traben: Erster Derby-Sieg für Velten und Johnston

Traben: Erster Derby-Sieg für Velten und Johnston

Ex-Eishockey-Star vom Rennsport infiziert – Gemischtes Umsatz-Fazit.
Der Triumph des dreijährigen Hengstes Velten von Flevo im 124. Deutschen Traber-Derby auf der Rennbahn in Berlin-Mariendorf (MSPW berichtete), war für den niederländischen Fahrer und aktuellen Weltmeister Rick Ebbinge (auf dem Foto rechts), seinen Landsmann und Trainer Jeroen Engwerda, aber auch für das Besitzer-Paar Sigrid Velten und „Bernie“ Johnston (links) aus Hochheim im Taunus jeweils der erste Triumph im „Blauen Band“.

Johnston und der Sport – das hat sich vor allem auf zwei Ebenen abgespielt. Begonnen hatte er 1972 im heimischen Kanada als Eishockey-Nachwuchsspieler in seiner Geburtsstadt Toronto. Von 1976 bis 1989 spielte er als Profi, unter anderem für die Maine Mariners und die Hartford Whalers, aber auch in der Schweiz für den Erstligisten Kloten Flyers. Später war er Cheftrainier in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) beim EV Landshut und den Frankfurt Lions.

Vor knapp 20 Jahren bestritt der inzwischen 62-Jährige bei den Trabern sein erstes Amateurrennen, ist seitdem vom Sport „infiziert“. Im Hauptberuf stieg Bernard Johnston, den alle Welt nur „Bernie“ nennt, zum Deutschland-Chef eines kanadischen Zigarettenkonzerns auf, der von Brandenburg aus mit einer exclusiven Zigarettenmarke den Markt beliefert.

Zusammen mit Lebensgefährtin Sigrid Velten hat sich Johnston nicht nur als Großbesitzer (fast alle Pferde tragen den Zusatz „Velten“ im Namen) auch erfolgreich in der Traber-Zucht betätigt. Derbysieger Velten von Flevo wurde allerdings von zwei niederländischen Züchtern auf der Flevo-Farm gezogen.

Ein gemischtes Fazit zog der Veranstalter in Berlin-Mariendorf nach dem Abschluss des Derby-Meetings in Sachen Umsatz-Entwicklung. Am Derby-Tag lag der Umsatz um 7.500 Euro über dem des Vorjahres. Insgesamt wurden an den sieben Renntagen 2.717.106 gewettet – rund 7.700 Euro weniger als 2018. Der Schnitt pro Rennen – statt 89 im Jahr 2018 waren es diesmal 91 – sank von 30.529 auf 29.942 Euro.

Foto-Quelle: Trabrennverein Berlin-Mariendorf/Heiko Lingk

Das könnte Sie interessieren:

Traben Gelsenkirchen: Discovry Dry gewinnt „Grand Prix“ für Franzosen

Rekord-Champion Heinz Wewering nachträglich disqualifiziert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.