Startseite / Fußball / RWE-Kapitän Kehl-Gomez trifft mit Wut im Bauch

RWE-Kapitän Kehl-Gomez trifft mit Wut im Bauch

27-jähriger Innenverteidiger muss zunächst auf der Bank Platz nehmen.
Marco Kehl-Gomez (Foto) bemühte sich um Gelassenheit. Innerlich war der 27-jährige Innenverteidiger von Rot-Weiss Essen nach dem 2:0-Heimsieg im Derby gegen die SG Wattenscheid 09 jedoch aufgewühlt. Schließlich musste der etatmäßige Kapitän die Partie 75 Minuten von der Bank aus verfolgen, ehe er von Cheftrainer Christian Titz eingewechselt wurde – und prompt nur zwei Minuten später zum Endstand traf.

„Da war schon ein wenig Wut im Bauch dabei“, gestand Kehl-Gomez im kicker– und MSPW-Gespräch: „Selbstverständlich war ich nicht erfreut, dass ich auf der Bank Platz nehmen musste. Aber ich akzeptiere die Entscheidung des Trainers und werde weiter Gas geben, um mich anzubieten.“ Am besten schon für das Topspiel am Sonntag in Oberhausen.

Dass Trainer Titz allerdings mit seiner Entscheidung erneut richtig lag, zeigte sich nicht nur daran, dass mit Kehl-Gomez bereits zum dritten Mal hintereinander ein Einwechselspieler für RWE erfolgreich war. Der vor allem wegen seiner Schnelligkeit von der rechten Seite ins Abwehrzentrum beorderte Daniel Heber zeigte als Innenverteidiger eine sehr starke Leistung und hatte entscheidenden Anteil daran, dass die Essener erstmals zu Null spielten.

Obwohl die Rot-Weissen in der Offensive noch zahlreiche Chancen liegen ließen (Ersatzkapitän Dennis Grote: „Wir hätten mehr Tore erzielen müssen.“), hatten auch die Gäste aus der Lohrheide durchaus ihre Möglichkeiten. Das mutig auftretende Team von Trainer Farat Toku versuchte, die Essener mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, lief den Gegner hoch an und provozierte häufige Ballverluste. Im Abschluss allerdings blieben die Wattenscheider harmlos. Emre Yesilova, einer von insgesamt neun (!) ehemaligen RWE-Spielern auf dem Platz, hatte Pech mit einem Schuss an den Außenpfosten. Dem gut aufgelegten Cellou Diallo versagten völlig frei vor dem Tor die Nerven.

Sportlich rangiert die SGW nur noch knapp über der Gefahrenzone, auch wirtschaftlich bleibt die Lage angespannt. Erst kürzlich wurden die Juni-Gehälter gezahlt. Nicht nur der Sportliche Leiter Peter Neururer hofft, dass der nach dem Rücktritt von Oguzhan Can verbliebene Aufsichtsrat um Josef Schnusenberg und Hans Mosbacher bald Abhilfe schafft. „Wir benötigen Klarheit“, fordert Neururer.

Das könnte Sie interessieren:

SC Preußen Münster besucht inklusives Feriencamp

„Adlerträger“ bereits zum vierten Mal bei Blau-Weiß Aasee zu Gast.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.