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Jetzt offiziell: RL West-Meister steigt ab 2020/21 direkt auf

Neuregelung gilt mindestens für die nächsten drei Spielzeiten.

Einen Tag nach der Grundsteinlegung der künftigen DFB-Akademie auf dem Gelände der früheren Galopprennbahn in Frankfurt-Niederrad (unter anderem mit Bundeskanzlerin Angela Merkel als Ehrengast) ging am Freitag in der hessischen Metropole der 43. Ordentliche Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes über die Bühne.

Der Unternehmer, Winzer, Hotelier und Gastronom Fritz Keller (62/bisher Präsident des SC Freiburg) wurde dabei von den 257 Delegierten einstimmig zum insgesamt 13. DFB-Präsidenten und damit zum Nachfolger von Reinhard Grindel gewählt. Auch die Wahl der weiteren Präsidiumsmitglieder – darunter die Vizepräsidenten Peter Frymuth (Düsseldorf) und Peter Peters (FC Schalke 04) – erfolgte einmütig.

Verabschiedet wurde auch mit großer Mehrheit die künftige Aufstiegsregelung zwischen der 3. Liga und den Regionalligen. Auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag 2017 war dazu eine Ad-hoc-Kommission eingesetzt worden, die zahlreiche Modelle zur Bildung von vier Regionalligen mit einem direkten Aufstiegsrecht für jeden Meister geprüft und im Sinne eines transparenten Ablaufs für jeden einsehbar im Internet veröffentlicht hatte. Keines dieser Modelle wurde von der Arbeitsgruppe, der neben den zuständigen Verbänden auch Vereinsvertreter der 3. Liga und aller Regionalliga-Staffeln angehörten, jedoch als mehrheitsfähig eingestuft.

Im weiteren Austausch und in Tagungen der zuständigen Regionalliga-Träger mit den Vereinen wurde die Neuregelung erarbeitet, die von den Delegierten nun auch beschlossen wurde: Die Meister der Regionalligen Südwest und West steigen künftig direkt auf, zwei weitere Aufsteiger werden aus den Staffeln Nord, Nordost und Bayern ermittelt. Dabei steigt ein Meister aus diesen drei Staffeln in einem jährlich rotierenden System direkt auf, den vierten Startplatz für die 3. Liga spielen die beiden übrigen Meister in Aufstiegsplayoffs aus.

Das heißt: In dieser Saison muss der Meister der Regionalliga West letztmals zu den Aufstiegsspielen antreten (diesmal gegen den Nordost-Titelträger). Ab der nächsten Saison 2020/2021 ist der West-Meister direkt für die 3. Liga qualifiziert. Das gilt zunächst mindestens für drei Spielzeiten, könnte erst beim nächsten Bundestag (2022) wieder geändert werden. Damit ist auch klar: Es bleibt bei vier Absteigern aus der 3. Liga. Bis zur vorletzten Saison waren jeweils nur drei Vereine abgestiegen.

Peter Frymuth: „Stellenwert der 3. Liga weiter erhöhen“

Gegenstand der Beschlussfassung des DFB-Bundestages war außerdem die Gründung eines Ausschusses 3. Liga. Der Ausschuss ist künftig ein eigenständiges Gremium mit Antragsrecht, das die Interessen der 3. Liga im DFB und nach außen vertreten soll. Kernaufgabe ist die systematische Weiterentwicklung der Liga. Bislang beim DFB-Spielausschuss liegende Zuständigkeiten aus Satzung und Ordnungen des DFB, die ausschließlich die 3. Liga betreffen, sollen auf den neuen Ausschuss übergehen.

Peter Frymuth, ständiger DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt: „Die Einrichtung des Ausschusses ist ein Bekenntnis, den Stellenwert der 3. Liga und ihre Bedeutung weiter zu erhöhen. Die Klubs erhalten eine eigene Stimme und ein Gremium, um sich noch gezielter zu engagieren im gemeinsamen Bestreben, die 3. Liga voranzubringen und sowohl finanziell als auch strukturell nachhaltiger aufzustellen.“

Zum Ausschussvorsitzenden gewählt wurde Tom Eilers. Neben ihm gehören fünf Vereinsvertreter, der Vorsitzende des DFB-Spielausschusses, der Spielleiter der 3. Liga, ein hauptamtlicher Mitarbeiter der DFB-Zentralverwaltung sowie zwei Vertreter der DFL dem Ausschuss an. Das neue Drittliga-Gremium wird mit zwei Personen im DFB-Spielausschuss vertreten sein. Der zuständige DFB-Vizepräsident wird neben dem Spielausschuss auch den Ausschuss 3. Liga begleiten.

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