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Werner Kasper: „Kann auch keine Wunder vollbringen“

Nach fünf Niederlagen in fünf Spielen war bei Viktoria Resse Schluss.


Werner Kasper (67), der einst als Co-Trainer von Nationalspieler Rüdiger Abramczik mit Metalurgs Liepaja Meister in Lettland wurde, hat beim Gelsenkirchener Landesligisten Viktoria Resse hingeworfen. Nach fünf Niederlagen in fünf Spielen war Schluss. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Fußball-Lehrer Kasper über das kürzeste Engagement seiner langen Trainerkarriere.

FUSSBALL.DE: Mal direkt gefragt: Warum haben Sie nach nur fünf Spielen plötzlich die Brocken bei Viktoria Resse hingeschmissen, Herr Kasper?
Werner Kasper:
Die Mannschaft musste innerhalb kürzester Zeit mit drei Trainern, drei verschiedene Ansprachen und Erwartungshaltungen umgehen. Nach fünf Niederlagen in Folge war die Trennung für alle Beteiligten das Beste.

Warum hat es bei Viktoria Resse nicht geklappt?
Kasper:
Manchmal passt man nicht zusammen. So etwas kommt vor. Meine Erwartungen und Ansprüche waren vielleicht etwas zu hoch, vielleicht war ich auch zu ungeduldig. Ich hatte insgesamt nur 17 Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolviert und am Ende nicht das Gefühl, dass es besser werden könnte.

Deshalb also die Trennung nach nur fünf Spielen?
Kasper:
Ich kann auch keine Wunder vollbringen. Wir hatten uns nach der fünften Niederlage in Folge zusammengesetzt und den besten Weg für alle gesucht. Es ging nicht um Eitelkeiten, sondern nur um den Verein, der seit Jahren seriös und erfolgreich geführt wird und schnell wieder auf Kurs gebracht werden sollte.

Haben Sie denn so etwas in Ihrer Karriere schon mal erlebt?
Kasper:
Ich bin seit 40 Jahren im Trainergeschäft, aber ein so kurzes Engagement habe ich auch noch nicht erlebt. Ich ärgere mich über die fünf Niederlagen in Folge. Bei einem Torverhältnis von 3:18 könnte ich erbrechen. Das ist nicht mein Anspruch und ich hinterfrage mich auch und sage mir, was ich hätte besser machen können.

Sie werden am Sonntag 68 Jahre. War es das für Sie mit dem Trainergeschäft?
Kasper:
Wer neue Ideen verwirklicht haben möchte, der kann mich anrufen. Ich will weiterhin junge Spieler besser machen.

Ihre außergewöhnlichste Station war Liepaja in Lettland. Welche schöne Anekdote können Sie aus der gemeinsamen Zeit mit Rüdiger Abramczik erzählen?
Kasper:
Im Meisterjahr mit Metalurgs hatte unsere Mannschaft phasenweise Ladehemmung, auch das Glück lief uns nicht gerade nach. In einer Markthalle hatten wir dann zwei Schweinkopf-Hälften entdeckt. Wir haben beide Hälften gekauft, zusammengespießt und der Mannschaft diese auf einem Silberteller in der Kabine präsentiert. Vor dem Anpfiff musste jeder Spieler mit der Hand den Kopf berühren, damit das Glück zurückkehrt. Danach haben wir alles gewonnen und sind dann auch lettischer Meister geworden. Abi und ich stehen auch nach wie vor in Kontakt, haben erst kürzlich noch bei einem Trainerlehrgang unser Wissen aufgefrischt.

Das komplette Interview lesen Sie auf FUSSBALL.DE.

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