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Galopp Hannover: Spitzen-Jockey Murzabayev landet 200. Sieg

Zahlreiche Überraschungen beim Saisonfinale auf der Neuen Bult.
Hochkarätigen Galopprennsport gab es vor 5.200 Zuschauern beim Saisonfinale auf der Galopprennbahn in Hannover.
Höhepunkt am „Tag der Gestüte“ war der mit 55.000 Euro dotierte Große Preis des Gestüts Ammerland für dreijährige und ältere Stuten. Ohne zu übertreiben, kann von einer Sensation gesprochen werden. Die von Eva Fabianova aufgebotene Lips Queen gewann mit Jockey Jozef Bojko zu der Quote von 577:10. Sie setzte sich mit viel Kampfgeist gegen die von Dominik Moser auf der Neuen Bult vorbereitete Anna Magnolia durch, die ebenfalls hoch am Wettmarkt stand. Da auch mit der Drittplatzierten Atlanta nicht unbedingt gerechnet werden konnte, wurden die Zweierwette, die Dreierwette und die Multi Wetten allesamt nicht getroffen. Für die Hoppegartener Siegtrainerin war es der größte Erfolge ihrer Karriere.

Der Große Preis der Mehl-Mülhens-Stiftung war ein mit 25.000 Euro dotiertes Listenrennen für zweijährige Stuten mit internationaler Beteiligung. Auch hier gab es eine Überraschung. Mit der offensiv gerittenen Paloma Ohe aus dem Stall von Jan Korpas (ebenfalls Hoppegarten) hatten nur wenige gerechnet. Allerdings saß mit Bauyrzhan Murzabayev ein Jockey im Sattel, dem in dieser Saison fast alles gelingt. Für den um das deutsche Jockey-Championat kämpfenden Kasachen war es der 200. Erfolg in Deutschland. Geschlagen geben musste sich in einem spannenden Endkampf Democracy (Trainer Peter Schiergen/Köln). Die favorisierte englische Gaststute Belle Anglaise enttäuschte.

Für die Sprinter war der Große Preis des Gestüts Röttgen ausgeschrieben. Auch diese Listenprüfung wies eine Dotierung von 25.000 Euro auf. Über 1.400 Meter versuchte sich ein internationales Starterfeld mit zwei Gästen aus Frankreich. Einen erwartbaren Erfolg gab es hier für die in den weltberühmten Godolphin-Farben von Dubai-Herrscher Scheich Mohammed laufende Nashirah. Sie wird von Henri-Alex Pantall trainiert. Julien Guillochon ritt die Dreijährige zu einem sicheren Sieg vor dem sich beim ersten Versuch in dieser Klasse bestens verkaufenden, von Andreas Wöhler (Gütersloh) trainierten Majestic Colt. Dritte wurde Cherry Lady, die dem Gestüt Brümmerhof von Hannover Rennvereinspräsident Gregor Baum gehört und von Peter Schiergen trainiert wird.

Ein mit 22.500 Euro dotiertes Rennen über 2.200 Meter, der Preis der Baden-Badener Auktionsgesellschaft (BBAG), rundete das hochkarätige Rennprogramm an diesem Sonntag ab. Es liefen zwar nur fünf Pferde, doch am Ende war es spannend. Lange hatten drei der Starter beste Chancen auf einen Erfolg. Es setzte sich auch hier einer der Außenseiter durch, nämlich der Tscheche Boomboom Kiss.

Den ersten Heimsieg gab es im 3. Rennen, dem Preis der Gestüte, durch die von Dominik Moser trainierte Akua‘maria. Es ritt Maxim Pecheur (Lohmar), dem zweiten Reiter, der um das Jockeychampionat kämpft. Im Adlerflug-Rennen sorgten die vor Ort trainierten Pferde sogar für eine Dreierwette: Galahad gewann mit Carlos Henrique für Hans-Jürgen Gröschel vor Nordinsky (Moser) und Irida (Gröschel). Die Abschlussprüfung gewann Hans-Jürgen Gröschel mit Igneo.

Doppelt erfolgreich waren auch Trainer Waldemar Hickst (Köln) und Jockey Alexander Pietsch (Bonn) dank der Zweijährigen Sidona im einleitenden Preis der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V. und Wildbeere im Preis des Gestüts Brümmerhof. Der Umsatz lag nach zehn Rennen bei 216.179,65 Euro.

Foto-Quelle: Marc Rühl/German Racing

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