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Galopp Dortmund: Bauyrzhan Muzarbayev glänzt mit Doppelpack

Jockey-Titel ist dem gebürtigen Kasachen nur noch theoretisch zu nehmen.
Der Generationswechsel unter den in Deutschland tätigen Jockeys ist auch am dritten Sandbahn-Renntag der neuen Wintersaison auf der Galopprennbahn Dortmund-Wambel deutlich geworden: Gleich vier der sieben Rennen des Tages wurden von den jungen Reitern gewonnen, die in diesem Jahr das Geschehen entscheidend geprägt haben: Bauyrzhan Muzarbayev (Gütersloh), Maxim Pecheur (Lohmar) und Lukas Delozier (Köln).

Der Führende in der Reiter-Rangliste, der gebürtige Kasache Muzarbayev, setzte sich gleich zum Auftakt, einem Sprintrennen über 1.200 Meter, mit dem fünfjährigen Decadent Times (Foto) von Besitzertrainerin Petra Blumenauer (Beckingen) durch. Die Siegquote betrug 73:10. Mit dem sechsjährigen Nic Mountain (20:10), von Michael Figge in München vorbereitet, gewann der 27-Jährige auch noch das letzte Rennen des Tages, ein gut besetztes Altersgewichtsrennen über 1.800 Meter.

Muzarbayev, bereits dreifacher Champion-Jockey in Tschechien, baute mit seinen Saisonsiegen 107 und 108 seinen Vorsprung vor Pecheur auf zehn Punkte aus. Er dürfte den Titel damit erstmals auch in Deutschland erringen und am letzten Renntag des Jahres, am 29. Dezember in Dortmund, geehrt werden – zusammen mit den anderen Champions des deutschen Galopprennsports. Maxim Pecheur hat bei drei ausstehenden Renntagen allenfalls noch theoretische Chancen.

Maxim Pecheur mit „Kistenritt“ erfolgreich

Im zweiten Rennen steuerte der Franzose Lukas Delozier den in den Niederlanden von Besitzertrainer Bart Hermans trainierten dreijährigen Petit Norman (24:10) über 2.500 Meter zu einem hochüberlegenen Sieg.

Deutlich mehr arbeiten musste der in Pforzheim geborene Maxim Pecheur in einer Prüfung über 1.950 Meter auf dem vierjährigen 222:10-Außenseiter Napston aus dem Dresdner Stall von Stefan Richter. Am Ende gewann er mit einer halben Länge vor Thunder Light. Für Pecheur war es ein sogenannter „Kistenritt“. Das heißt, er sprang kurzfristig für den Kollegen Martin Seidl (Köln) ein.

Belgischer Sieg in der Viererwette

Im sportlich wertvollsten Rennen des Tages, einer weiteren Sprinterprüfung über 1.200 Meter, setzte sich allerdings der Italiener Nicol Polli auf dem von Christel Lenaers in Belgien trainierten vierjährigen Sea Ess Seas (54:10) durch. Er gewann mit einer dreiviertel Länge vor dem Favoriten Charlie’s Dreamer. Dahinter belegten Magic Quercus und Porcupine Creek die Plätze in der populären Viererwette, die 6.998:10 zahlte.

Ebenfalls in die Siegerliste eintragen konnte sich Bayarsaikhan „Enki“ Ganbat auf der dreijährigen Stute Waldana (83:10) über 1.700 Meter – es war der zweite Tagessieg für Trainer Stefan Richter. Außerdem steuerte Jozef Bojko den vierjährigen Schirkan (56:10) aus dem Quartier von Marco Klein zum Sieg über 1.950 Meter.

Foto-Quelle: Marc Rühl – DRV

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