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Rot-Weiss Essen: Zwei Schritte zurück statt einen nach vorne

0:2 gegen VfB Homberg trübt die Weihnachtsstimmung.
Dass für den West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen die Positivserie von neun Pflichtspielen ohne Niederlage (acht Siege, ein Remis) an diesem Freitag, den 13., zu Ende gehen würde, damit hätten wohl selbst die größten Pessimisten unter den 8.495 Zuschauern an der Essener Hafenstraße nicht gerechnet. Dabei verbreitete der zwar kampfstarke, aber spielerisch limitierte Aufsteiger VfB Homberg weder Angst noch Schrecken, vermieste dem haushohen Favoriten dennoch mit dem 2:0-Coup erheblich die Weihnachtsstimmung. RWE überwintert nun – bei einem Spiel weniger – sechs Punkte hinter Tabellenführer SV Rödinghausen.

Während die Rot-Weissen aus gefühlt rund 80 Prozent Ballbesitz kein Kapital schlagen konnten, waren die Gäste aus Duisburg brutal effektiv und nutzten zwei ihrer drei guten Möglichkeiten. So sorgten Patrick Dertwinkel (16.), der den Ball aus 25 Metern in den Winkel hämmerte, und VfB-Kapitän Dennis Wibbe (41.), der ein Missverständnis zwischen RWE-Torhüter Jakob Golz und seinen Vorderleuten ausnutzte, für Katerstimmung in Essen.

RWE-Mittelfeldspieler Amara Condé (Foto), einer der wenigen Aktivposten, brachte es auf den Punkt. „Trotz unserer deutlichen Überlegenheit haben wir es kaum einmal geschafft, uns entscheidend in Szene zu setzen. Anstatt einen Schritt nach vorne zu machen, waren es jetzt zwei zurück“, war nicht nur der 22-Jährige bedient.

„Wenn man eine Spitzenmannschaft sein will, dann muss man solche Partien gewinnen“, nahm auch RWE-Trainer Christian Titz nach dem herben Dämpfer kein Blatt vor den Mund. Dabei kritisierte der 48-Jährige vor allem das mangelhafte Defensivverhalten. „Wir haben erneut gegen einen tiefstehenden Gegner nicht sauber verteidigt“, ärgerte sich Fußball-Lehrer Titz über die Nachlässigkeiten. „Deshalb stehen wir in der Tabelle auch da, wo wir stehen.“ Nicht ganz oben also.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass sich die Essener trotz ihrer deutlichen Feldüberlegenheit vor allem in der zweiten Halbzeit kaum noch klare Torchancen herausspielen konnten. „Wir wurden immer nervöser und verkrampfter“, so Titz. Im Vergleich zu den anderen Top-Teams aus Rödinghausen (47:13 Treffer) und Verl (42:12) ist die RWE-Bilanz (34:20) defensiv, aber auch offensiv ausbaufähig.

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