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Knackpunkt Stadion: SV Rödinghausen feilt an Drittliga-Lizenz

Mobile Tribünen könnten zunächst für ein Jahr angemietet werden.
Mit einem „sehr guten Gefühl“ haben sich Mannschaft und Trainerteam des Regionalliga West-Tabellenführers SV Rödinghausen in den kurzen Winterurlaub (bis zum 2. Januar) verabschiedet. Kein Wunder! Nach der besten Halbserie der Vereinsgeschichte klopft der ambitionierte Klub aus Ostwestfalen, der vor zehn Jahren noch in der Kreisliga Herford kickte und danach vor allem dank der Unterstützung eines großen Küchenherstellers durch die Spielklassen marschierte, mehr denn je an die Tür zur 3. Liga. „Unser Weg ist noch nicht zu Ende“, formuliert es Geschäftsführer Alexander Müller (Foto) im Gespräch mit dem Fachmagazin „kicker“ und MSPW.

Sportlich hat der SVR im zu erwartenden Vierkampf an der Tabellenspitze mit den aktuellen Verfolgern SC Verl, Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen schon jetzt zahlreiche gute Argumente auf seiner Seite: Die meisten Punkte, die meisten Siege, die meisten Tore, die zweitwenigsten Gegentreffer, den erfolgreichsten Torschützen (Simon Engelmann), ein breiter Kader, viele Alternativen, eine gute Mischung aus gestandenen Routiniers (um Kapitän Daniel Flottmann) und aufstrebenden Talenten sowie mit dem angehenden Fußball-Lehrer Enrico Maaßen ein sehr ehrgeiziger Trainer.

„Wir stehen sicher nicht zu Unrecht auf Platz eins“, gibt denn auch „Macher“ Müller zu, nimmt aber die Favoritenrolle für den Saisonendspurt (noch) nicht an. „Rot-Weiss Essen verfügt über den stärksten Kader der Liga und steht viel stärker unter Druck als wir oder Verl und RWO“, meint der SVR-Geschäftsführer. Schon am 1. Februar, eine Woche nach dem Restrundenstart, steht für Rödinghausen das Topspiel in Essen an. „Darauf freuen wir uns schon jetzt“, so Müller, der jedoch gleich hinzufügt: „Eine Entscheidung wird dort mit Sicherheit nicht fallen. Es wird bis zum Saisonende spannend bleiben.“

Exakt einen Monat nach dem „Knaller“ an der Hafenstraße müssen spätestens die Zulassungsunterlagen für die 3. Liga beim DFB in Frankfurt eingetroffen sein. Dass sich der SV Rödinghausen im Gegensatz zur Vorsaison um eine Zulassung bewerben wird, gilt nicht nur wegen der ausgezeichneten Ausgangsposition als sicher. „Wir sind schon fleißig“, sagt Alexander Müller, ohne einer definitiven Entscheidung der Vereinsführung und der Hauptsponsoren vorgreifen zu wollen.

Dass die wirtschaftlichen Voraussetzungen gegeben sind, dürfte klar sein, zumal die Mitglieder auch schon den Weg für eine Ausgliederung der ersten Mannschaft freigemacht haben. Einziger Knackpunkt ist nach wie vor das Wiehenstadion, das bislang nur rund 2.500 Zuschauer fassen kann und auf 10.000 Plätze ausgebaut werden müsste. Immerhin: Die in der ersten Saison notwendigen 1.500 Sitzplätze sind bereits vorhanden. Für den Aufbau mobiler Tribünen, die angemietet werden sollen, hat der Verein bereits die Angebote von drei Herstellern eingeholt. Anfang des neuen Jahres sollen die Detailplanungen abgeschlossen und in den Zulassungsantrag eingearbeitet werden. Ein wie immer auch gearteter „Umzug“ in ein anderes Stadion ist für den Fall des Aufstiegs allenfalls für einen sehr kurzen Zeitraum eine Option. „Wenn 3. Liga, dann auch in Rödinghausen“, so Müller.

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