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Kölner Legende: Erich Rutemöller feiert 75. Geburtstag

Legendärer „Mach et, Otze“-Spruch machte ihn zu einer Kultfigur.


Mit Erich Rutemöller (Foto) feierte eine Kultfigur im deutschen Fußball am Samstag (8. Februar) 75. Geburtstag. Der im Kölner Stadtteil Lindenthal lebende Fußball-Lehrer arbeitete bei der deutschen Nationalmannschaft unter Berti Vogts, Rudi Völler und Erich Ribbeck insgesamt sieben Jahre als Co-Trainer, leitete bis 2007 die Fußball-Lehrer-Ausbildung und trainierte das „Team 2006“ (ehemalige Perspektivmannschaft des DFB). Für den DFB und internationale Verbände betreute Rutemöller auf der ganzen Welt verschiedene Projekte, als Ausbilder und Berater von Trainern und Verbänden.

In der Bundesliga war Rutemöller Cheftrainer beim 1. FC Köln und beim FC Hansa Rostock. Viele Jahre arbeitete er als Vorstandsmitglied für Fortuna Düsseldorf, ehe er im Herbst 2019 als Berater zu „seinem“ 1. FC Köln zurückkehrte.

Außerdem geht einer der berühmtesten Sprüche der deutschen Fußball-Historie („Macht et, Otze“) auf ihn zurück. Im DFB-Pokal-Halbfinale 1991 lag der damals von Rutemöller betreute 1. FC Köln gegen den MSV Duisburg 3:0 in Führung, als Torjäger Frank Ordenewitz mit Zustimmung seines Trainers eine Rote Karte provozierte. Hintergrund: Durch eine Gelbe Karte aus der ersten Halbzeit (es war seine zweite Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb) wäre der Angreifer für das Pokalfinale gesperrt gewesen. Nach dem damaligen Regelwerk (die Gelb-Rote Karte gab es noch nicht) hätte Ordenewitz aber eine Rot-Sperre in der Bundesliga absitzen können, wäre dann für das Finale spielberechtigt gewesen.

„Otze‘ kam zu mir, und ich finde, man sollte ihm die Chance nicht nehmen. Und da hab‘ ich gesagt: ‚Mach et“, erklärte Rutemöller nach dem Spiel. Ordenewitz wurde letztlich doch noch gesperrt. Der FC verlor das Endspiel gegen Werder Bremen nach Elfmeterschießen (3:4) und Rutemöller nur wenige Monate später seinen Job.

2018 vom DFB für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Im März 2018 erhielt Erich Rutemöller den Ehrenpreis „Lebenswerk“ des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Im Rahmen des Festakts in Gravenbruch anlässlich der Abschlussveranstaltung des 64. Fußball-Lehrer-Lehrgangs erhielt die Auszeichnung. Vorherige Preisträger waren etwa Dettmar Cramer, Udo Lattek, Gero Bisanz, Otto Rehhagel, Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld und Bernd Schröder. Zuletzt folgte noch Volker Finke.

Oliver Bierhoff, DFB-Direktor Nationalmannschaften und Fußball-Entwicklung, erklärte: „Mit Erich Rutemöller verbinde ich viele schöne Erinnerungen und Erlebnisse, vor allem unseren Erfolg bei der EURO 1996 in England. In seiner Zeit als Leiter des Fußball-Lehrer-Lehrgangs hat er den Werdegang vieler Toptrainer in Deutschland beeinflusst. In der ganzen Welt hat er Wissen gesammelt und Wissen vermittelt. Mit dem Ehrenpreis ‘Lebenswerk’ für Erich Rutemöller würdigen wir die außergewöhnliche Karriere eines außergewöhnlichen Menschen, der unglaublich viel für den Fußball geleistet hat.“

Erich Rutemöller sagte: „Ich fühle mich sehr geehrt. Daneben verbinde ich den Preis mit zwei Begriffen – Dankbarkeit und Stolz. Ich bin sehr vielen Menschen dankbar. Ich weiß, dass ich in meinem Leben und in meiner Laufbahn auch abhängig war vom Vertrauen und vom Wohlwollen anderer. Natürlich bin ich auch ein bisschen stolz, vor allem wenn ich mir anschaue, welche Persönlichkeiten vor mir diesen Preis erhalten haben.“

Foto-Quelle: DFB.de

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