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RWE-Sportdirektor Jörn Nowak: „Jetzt Serie starten“

Nach 1:0-Derbysieg gegen Rot-Weiß Oberhausen geht Blick nach vorne.
Auf eine Kampfansage in Richtung Tabellenspitze verzichtete Rot-Weiss Essens Cheftrainer Christian Titz nach dem wichtigen 1:0-Derbysieg in der Regionalliga West gegen den direkten Konkurrenten Rot-Weiß Oberhausen. Vielmehr zeigte sich der 48-jährige Fußball-Lehrer zufrieden mit den Fortschritten, die sein Team im Vergleich zur 0:2-Heimniederlage gegen Spitzenreiter SV Rödinghausen gezeigt hatte. „Entscheidend waren die Griffigkeit und die Zweikampfstärke“, meinte Titz im kicker– und MSPW-Gespräch: „Wir haben uns in den Kopfballduellen und in den Zweikämpfen gut behauptet und vor allem diszipliniert verteidigt.“

Daran hatte nicht zuletzt auch Winter-Neuzugang José-Junior Matuwila seinen Anteil. Der vom Drittligisten 1. FC Kaiserslautern ausgeliehene Innenverteidiger ersetzte bei seinem Debüt von Beginn an den gelbgesperrten „Dauerbrenner“ Alexander Hahn in der Abwehrkette und hinterließ einen guten Eindruck. „José hat unserer Defensive Stabilität gegeben, ganz bewusst keine Risikobälle gespielt“, lobte Trainer Titz. Auch der im defensiven Mittelfeld in die Startelf zurückgekehrte Routinier Dennis Grote (für den nach einem Infekt geschwächten Jonas Hildebrandt) wusste zu gefallen.

Am zweiten Derbysieg gegen RWO nach dem 3:0 im Hinspiel war auch der von Hertha BSC II geholte Angreifer Maximilian Pronichev nicht unbeteiligt. Nach seiner Einwechslung in der 70. Minute hatte der 22-jährige Russe zunächst sogar den Führungstreffer auf dem Fuß, als er RWO-Schlussmann Daniel Davari schon umkurvt hatte, dann aber nicht mehr zum Abschluss kam. Vor dem Siegtreffer durch Oguzhan Kefkir, der mit einem leicht abgefälschten Flachschuss aus 16 Metern erfolgreich war, war es zu einem Zweikampf von Pronichev mit seinem Gegenspieler Philipp Eggersglüß gekommen. Patrick Bauder, Oberhausens Sportlicher Leiter, haderte: „Aus meiner Sicht ging dem Treffer ein Foulspiel voraus.“

Insgesamt hielten sich klare Tormöglichkeiten in einem umkämpften Derby in Grenzen. Beide Mannschaften ließen nur wenig zu. „RWE hatte ein, zwei Chancen mehr. Wir haben uns zu viele Ballverluste erlaubt, auch das Umschaltspiel war nicht optimal“, ärgerte sich RWO-Trainer Mike Terranova, richtete den Blick aber gleich nach vorne: „Die Niederlage wird uns nicht umwerfen. Es wird bis zum Saisonende ein Kopf-an-Kopf-Rennen bleiben.“

Auf eine Signalwirkung hofft dagegen RWE-Sportdirektor Jörn Nowak (Foto), der erst vor Saisonbeginn von Oberhausen nach Essen gewechselt war. „Man hat gespürt, dass kein Team dieses Derby verlieren wollte. Der Sieg tut uns gut und wird der Mannschaft neues Selbstvertrauen geben“, so Nowak: „Jetzt wollen wir wieder eine Serie starten, um oben dranzubleiben.“

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