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Galopper-Dachverband: Vorerst keine Rennen bis zum 18. April

Corona-Krise soll auch mit staatlichen Hilfen gemeistert werden.
Das Präsidium des Galopper-Dachverbandes („Deutscher Galopp“) unter Vorsitz von Präsident Michael Vesper (auf dem Foto links) hat sich auf seiner Sitzung am Montag eingehend mit der durch das Coronavirus ausgelösten Krise befasst. Mit Blick auf die umfassenden öffentlichen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung hat das Gremium beschlossen, dass zumindest bis zum Ende der Osterferien am 18. April keine Galopprennveranstaltungen in Deutschland stattfinden werden.

Das heißt: Die zuletzt noch geplanten Renntage in Düsseldorf (Sonntag, 29. März), Mannheim (Sonntag, 5. April), Mülheim (Montag, 6. April), Sonsbeck, Berlin-Hoppegarten (beide Ostersonntag, 12. April), Hannover, Köln (beide Ostermontag, 13. April) und Halle (Samstag, 18. April) fallen definitiv aus. Frühestens am Sonntag, 19. April, könnte demnach in Zweibrücken und Düsseldorf wieder veranstaltet werden.

„Damit setzen wir die von den Behörden getroffenen Entscheidungen über die Regelungen des täglichen Zusammenlebens auch in unserem Sport konsequent um“, teilte der Dachverband mit.

In der Erklärung heißt es weiter: „Um den Rennbetrieb bei einer möglichen Lockerung der behördlichen Anordnungen ab Mitte April zum Ende der Osterferien unmittelbar wieder aufnehmen zu können, planen wir im Anschluss Renntage ohne Publikum und mit einer Minimalpräsenz der am Rennsport Beteiligten. Wir stehen mit den Gesundheitsbehörden in Kontakt und werden in den nächsten Tagen gemeinsam mit den Rennvereinen eine sachgerechte Planung erarbeiten und publizieren. Dabei werden wir uns um eine angemessene regionale Verteilung der Rennen und eine stärkere Konzentration von Rennen bemühen. Wir hoffen, dass im Anschluss der ordentliche Rennbetrieb wieder Fuß fassen kann und besonders unsere klassischen Rennen wie das 151. Deutsche Derby am 5. Juli in Hamburg-Horn und der Henkel-Preis der Diana am 2. August in Düsseldorf stattfinden können.“

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen stellen alle am Rennsport in Deutschland Beteiligten vor enorme Herausforderungen. Das gelte nicht nur, aber im besonderen Maße für die etwa 3.000 Vollzeitbeschäftigten, also Jockeys, Trainer, Stallpersonal, Rennbahnmitarbeiter und Dienstleister.

„Auch wir benötigen, wie andere mittelständische Betriebe, staatliche Hilfen in Form von Kurzarbeitergeld, Krediten und Zuschüssen“, stellt der Dachverband klar: „Wir sind bestrebt, die Beschäftigten wie auch die Besitzer und Trainer sowie die gemeinnützigen Rennvereine darin zu unterstützen, diese Unterstützungsleistungen zu identifizieren und bestmöglich zu nutzen.  Das Präsidium wird die Lage fortlaufend beobachten und bewerten und zu diesem Zweck wöchentlich eine Videokonferenz abhalten. Wir appellieren an alle Rennsportbeteiligten, entschlossen mit dieser schwierigen Situation umzugehen. Wir werden angesichts dieser gewaltigen Herausforderung alles in unserer Macht Stehende unternehmen, um die Existenz des Rennsports in Deutschland zu sichern.“

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