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1. und 2. Bundesliga: DFL-Präsidium empfiehlt Aussetzung bis 30. April

Saison soll – wenn möglich – bis zum 30. Juni sportlich beendet werden.
Zur Vorbereitung der Mitgliederversammlung der Klubs der 1. und 2. Bundesliga am Dienstag, 31. März, ist das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Dienstag im Rahmen einer mehrstündigen Video-Konferenz zusammengekommen. Mit Blick auf die Folgen des Coronavirus wurden dabei mögliche Szenarien und denkbare Handlungsoptionen erörtert. Diese sollen im Laufe der Woche weiter strukturiert und dann der Mitgliederversammlung zur Diskussion gestellt werden.

Das Präsidium ist sich im Klaren darüber, dass alle Szenarien und Handlungsoptionen auch von externen Faktoren abhängig sind, auf deren Entwicklung DFL und Klubs nur begrenzt oder teilweise gar keinen Einfluss haben – unter anderem die weitere Verbreitung des Virus und die Bewertung der Lage durch die Politik. Vor diesem Hintergrund wird das Präsidium der Mitgliederversammlung eine weitere Aussetzung des Spielbetriebs in der Bundesliga und 2. Bundesliga bis mindestens 30. April empfehlen.

Angesichts der potenziell existenzgefährdenden Situation einiger Vereine und aus Verantwortung für einen Wirtschaftszweig mit 56.000 direkt und indirekt Beschäftigten hatte die Mitgliederversammlung am 16. März einstimmig das Ziel vertreten, die Saison bis zum 30. Juni zu Ende spielen zu wollen, soweit dies rechtlich zulässig und selbstverständlich gesundheitlich vertretbar ist.

„Geisterspiele“ als Option – Vergabe der Medienrechte verschoben

In dieser Hinsicht arbeitet die DFL derzeit unter Hochdruck an Konzepten, Spiele zu gegebenem Zeitpunkt – der Situation geschuldet – auch ohne Stadion-Zuschauer und mit einem Minimal-Einsatz von Arbeitskräften in den Bereichen Sport, allgemeine Organisation und Medien durchzuführen. Anders als im Amateur- und Breitensport oder bei sonstigen Freizeitveranstaltungen wäre dann nur Personal im Stadion, das an diesem Arbeitsplatz einer Erwerbstätigkeit nachgeht.

Angesichts der derzeitigen Situation hat das DFL-Präsidium außerdem entschieden, die geplante Ausschreibung der Medienrechte ab der übernächsten Saison 2021/2022 zu verschieben. Anstelle des ursprünglich geplanten Termins im Mai ist eine Vergabe ab Juni dieses Jahres vorgesehen. Das Bundeskartellamt hatte der DFL am Freitag „grünes Licht“ für das eingereichte Vermarktungskonzept gegeben. Ziel der DFL ist es, den Fokus zunächst auf die Bewältigung der gegenwärtigen Herausforderungen zu richten.

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