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Regionalliga: „Bis auf Weiteres“ kein Spielbetrieb in allen Staffeln

Auch in allen Spielklassen darunter ist Neustart noch nicht absehbar.
Die Corona-Zwangspause in allen fünf Regionalliga-Staffeln (Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern) sowie auch in sämtlichen Spielklassen darunter bis zur Kreisliga C (bisher in den meisten Fällen bis zum 19./20. April gültig)  wurde jetzt erneut verlängert. In Abstimmung zwischen den fünf Regional- sowie 21 Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wurde der Spielbetrieb nun für alle Spielklassen ab der 4. Liga abwärts „bis auf Weiteres“ ausgesetzt. Eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs soll mindestens 14 Tage zuvor angekündigt werden. Damit steht fest, dass frühestens im Mai wieder Fußballspiele möglich  sein werden, sofern es die behördlichen Anordnungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus dann zulassen.

Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) schreibt dazu: „Bezüglich der weiteren Entwicklung bleibt der WDFV mit den Vereinen im regelmäßigen Kontakt, eine Neubewertung der Lage mit aktuellen Erkenntnissen kann jederzeit erfolgen. Durch die Maßgabe, eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit einer Vorlaufzeit von mindestens 14 Tagen zu versehen, können die Vereine unter anderem flexibler in ihrer Trainings- und Wirtschaftsplanung agieren. Das Ausmaß der weltweiten Corona-Pandemie ist heute noch nicht absehbar. Die Gesundheit der Menschen steht über allen anderen Aspekten. Maßgeblich sind die Verfügungen und Entscheidungen der Behörden in Nordrhein-Westfalen. Der WDFV nimmt die Sorgen der Vereine in seiner Fußballfamilie in dieser für die gesamte Gesellschaft unsicheren Situation sehr ernst. Der WDFV befindet sich mit den Vereinen und mit seinen Landesverbänden bezüglich der weiteren Entwicklung im steten Austausch. Es besteht Einigkeit, dass die mit dieser Situation verbundenen Herausforderungen mit Sorgfalt und Vernunft angegangen werden müssen.“

Die Regionalliga Südwest GbR teilt dazu ergänzend mit: „Derzeit gelten für alle Bundesländer im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus einschneidende Maßnahmen, nach denen auch in den fünf Bundesländern, die Vereine der Regionalliga Südwest beheimaten, der Spiel- und Trainingsbetrieb untersagt ist. Die zeitlich unbefristete Aussetzung ist erforderlich, da die Rechtslage – hier konkret die Rechtsverordnungen und Verfügungen der Länder Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Bayern – keine andere Möglichkeit zulassen und es im Moment ungewiss ist, wann eine Fortsetzung des Spielbetriebs möglich sein wird.

Aktuell erarbeiten DFB, DFB-Landesverbände und die Regionalliga Südwest GbR Anpassungen der verbandsrechtlichen Rahmenbedingungen und bereiten Änderungen der Ordnungen vor. Hierbei werden auch im Vereinswechselrecht (Transferperioden und Wartefristen) sowie bei den Regelungen für den Insolvenzfall Anpassungen vorgenommen, um der aktuellen Situation gerecht zu werden und den Spielbetrieb nicht zu gefährden. Diese werden zeitnah beschlossen und dann unverzüglich veröffentlicht.

Derzeit werden mit Hochdruck sowohl sämtliche Szenarien entwickelt, bewertet und rechtlich geprüft, die sich mit einer Fortsetzung der Saison 2019/20 befassen, als auch für den Fall, dass die Saison nicht fortgesetzt werden kann. Dabei sind für alle zukünftigen Maßnahmen bzw. Entscheidungen die behördlichen Vorgaben maßgebend und zudem immer auch andere Spielklassen (3. Liga, Regionalliga-Staffeln, Oberligen) zu berücksichtigen. Allerdings muss auch berücksichtigt werden, dass der Höhepunkt der Corona-Krise noch nicht erreicht ist und insofern endgültige Antworten auf diese fußballpraktischen Fragestellungen noch nicht final möglich sind. Dies betrifft insbesondere den gelegentlich unterbreiteten Vorschlag für einen vorzeitigen Abbruch der Saison. Solange es noch möglich erscheint, die Meisterschaftsspiele auszutragen und so insbesondere auf sportlichem Wege Auf- und Absteiger zu ermitteln, ist es nach übereinstimmender Auffassung der Entscheidungsträger auch in der Regionalliga Südwest GbR nicht möglich, Vereinen vorschnell diese Chance zu nehmen, indem endgültige Entscheidungen getroffen werden. Eine vorzeitige Beendigung der Saison 2019/2020 wäre zudem mit erheblichen Haftungsrisiken verbunden.“

Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) erklärt: „Die Entscheidung wurde im Ergebnis einer gemeinsamen Videokonferenz der Präsidenten und Geschäftsführer aller Regional- und Landesverbände im DFB getroffen. Die Maßnahme umfasst auch weiterhin alle Freundschaftsspiele und Turniere. Staatliche oder behördliche Verfügungen bezüglich des Trainings bzw. weitergehender Maßnahmen sind durch die Vereine zu beachten. Der NOFV wird die aktuelle Situation mit Blick auf die staatlichen und behördlichen Verfügungen ständig neu bewerten und rechtzeitig über die weitere Vorgehensweise informieren.“

Im Schreiben des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) heißt es: „Wegen der derzeitigen Entwicklung können keine verlässlichen Prognosen abgegeben werden, wann und in welcher Form der Spielbetrieb in den verschiedenen Ligen wieder aufgenommen werden kann. „Oberste Priorität hat weiterhin die Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus“, stellt NFV-Präsident Günter Distelrath klar. „Unser weiteres Vorgehen wird daher auch eng an die jeweiligen staatlichen oder behördlichen Vorgaben geknüpft sein.“ Der NFV appelliert auch weiterhin an seine Vereine, sich an die Handlungsempfehlungen der Gesundheitsämter und des Robert-Koch-Instituts zu halten. Trainingsbetrieb und alle weiteren Vereinsaktivitäten sollten abgesagt oder verschoben werden. Verband, Vereine, Spieler und Fans sind angehalten, sich verantwortungsbewusst mit der Situation auseinanderzusetzen und sich gegenseitig zu unterstützen.“

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) betont: „Der BFV ruft alle Vereine und Mitglieder dazu auf, sich strikt an die Vorgaben der zuständigen Behörden zu halten. Jeder Einzelne muss seinen Beitrag leisten, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Der Fußball mit seinen vielen Ehrenamtlichen leistet dazu seinen Beitrag. Wie stark der Fußball ist, zeigen aktuell schon ganz viele Vereine im ganzen Freistaat: Der Bayerische Fußball-Verband ist stolz auf das Engagement vieler Fußballklubs und deren Mitglieder, die sich in dieser Ausnahmesituation solidarisch mit den Menschen aus den Risikogruppen erklären und beispielsweise als „Einkaufshelfer“ fungieren. „Es zeigt sich einmal mehr, wie tief der Fußball in unserer Gesellschaft verwurzelt ist“, sagt BFV-Präsident Rainer Koch. „Fußball ist weit mehr als reiner Ergebnissport. In ganz Bayern stehen Fußballerinnen und Fußballer gerade für unsere gesellschaftlichen Werte und eine solidarische Gemeinschaft ein, helfen und unterstützen uneigennützig und ehrenamtlich. Das ist herausragend!“

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