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Alemannia Aachen gegen RWE: Peter Hackenberg erinnert sich

Rekordspiel von 2015 wird am 9. Mai an der Konsole wiederholt.
Der 7. Februar 2015 hat Regionalliga-Geschichte geschrieben. Das Duell der beiden ehemaligen Bundesligisten Alemannia Aachen und Rot-Weiss Essen (1:0) verfolgten 30.313 Zuschauer – so viele Besucher wie noch nie in der 4. Liga. Damals schon im Aachener Tivoli-Stadion dabei war Alemannia-Kapitän Peter Hackenberg.

Der 31-Jährige nimmt jetzt auch an diesem Samstag (9. Mai) – da sollten Aachen und Essen eigentlich erneut in der Regionalliga West aufeinandertreffen – am virtuellen Duell der beiden Traditionsklubs an der Spielkonsole teil. Mit einem Livestream für die Fans soll der Zuschauerrekord überboten werden und den Vereinen wichtige Einnahmen bescheren. Der Erlös wird zwischen den beiden eigentlich konkurrierenden Klubs geteilt. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Peter Hackenberg mit MSPW-Redakteur Dominik Dittmar über das Rekordspiel und die Corona-Krise.

FUSSBALL.DE: Welche Erinnerungen haben Sie an das Regionalliga-Rekordspiel gegen Rot-Weiss Essen, Herr Hackenberg?

Peter Hackenberg: Allein dadurch, dass wir 1:0 gewonnen haben, natürlich gute. (lacht) Das Spiel war schon im Vorfeld als Rekordversuch ausgerufen worden. Es war Wahnsinn zu sehen, was für ein Hype um das Duell entstanden ist. Dass es die erste Partie nach der Winterpause, noch dazu das Duell des Zweiten gegen den Ersten und ein Vergleich zweier Traditionsvereine war, hatte die Vorfreude zusätzlich hochgepusht. Das Spiel selbst war fußballerisch kein Leckerbissen. Beide Mannschaften haben aber kämpferisch überzeugt und alles reingeworfen. Dabei hatten wir das glücklichere Ende für uns.

War die Kommunikation mit den Mitspielern eine besondere Herausforderung?

Hackenberg: Die Lautstärke im Stadion nimmt man als Spieler im ersten Moment nicht wahr, weil man regelrecht in einem Tunnel ist. Wenn man dann seinem drei Meter entfernten Mitspieler Hinweise zuschreit und er nicht reagiert, merkt man, wie laut die Anhänger beider Vereine waren. (lacht) Die Stimmung war definitiv elektrisierend.

Haben Sie eine ähnliche Kulisse sonst noch einmal erlebt?

Hackenberg: Ich denke gerne an ein Saisonfinale mit KAS Eupen zurück. Als ich im Winter 2016 nach Belgien gewechselt bin, hatten wir noch zwölf Punkte Rückstand. Am letzten Spieltag haben wir vor 13.000 Zuschauern durch ein 0:0 bei Royal Antwerpen den Aufstieg in die erste Liga geschafft. Von den Zahlen ist das natürlich nicht vergleichbar, die Stimmung war dennoch besonders. In Aachen waren zu Beginn dieser Saison fast 31.000 Zuschauer beim DFB-Pokal-Spiel gegen den Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen dabei. Beim Rekordspiel gegen RWE war die Stimmung – auch wegen der besonderen Tabellensituation – aber noch ein wenig brodelnder.

Für das virtuelle Traditionsduell wurden schon mehr als 10.000 Tickets verkauft. Was sagen Sie dazu?

Hackenberg: Die Fanlager beider Vereine sind weiterhin sehr präsent. Das ist stark. Da das für den 9. Mai geplante Ligaspiel gegen RWE wegen der Corona-Krise nicht ausgetragen werden kann, bieten wir mit dem Aufeinandertreffen an der Spielkonsole eine Alternative. Die Hürde ist mit einem Ticketpreis in Höhe von zwei Euro außerdem geringer als bei einem Spiel in der Regionalliga West. Vor allem aber ist es eine super Aktion, dass die Einnahmen unter den Vereinen aufgeteilt werden. Bei aller sportlichen Rivalität: Die Alemannia und RWE sind in der Krise füreinander da und unterstützen sich gegenseitig. Das ist außergewöhnlich.

Das komplette MSPW-Interview lesen Sie auf FUSSBALL.DE.

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