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RL West: Neue Saison 2020/2021 soll um den 5. September starten

Über Abbruch der laufenden Spielzeit muss WDFV-Verbandstag entscheiden.
Obwohl nach aktuellem Stand in Nordrhein-Westfalen nach Plänen der Landesregierung ab dem 30. Mai trotz der Corona-Krise auch im Amateurfußball erstmals wieder Mannschaftstraining und sportliche Wettbewerbe möglich sein sollen (MSPW berichtete), wird die laufende Saison 2019/2020 in der Regionalliga West mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr fortgesetzt. Das wurde während einer erneuten Video-Konferenz der West-Klubs am Donnerstag erneut deutlich.

Schließlich hatten sich schon vor zwei Wochen 16 von 18 Vereinen für einen Abbruch der Spielzeit ausgesprochen. Nur Rot-Weiss Essen stimmte dagegen, die U 23 von Borussia Mönchengladbach enthielt sich. Außerdem haben sich Vereine und Verband festgelegt, keine „Geisterspiele“ ohne Zuschauer in der 4. Liga bestreiten zu wollen. Sogenannte „Großveranstaltungen“ (mehr als 1.000 Teilnehmer) sind bis mindestens zum 31. August verboten.

Die endgültige Entscheidung über einen Saisonabbruch muss allerdings ein Außerordentlicher Verbandstag des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) treffen, der mit mehreren Wochen Vorlauf einberufen werden muss. Nach MSPW-Informationen ist ein Termin frühestens Ende Mai/Anfang Juni möglich.

Als sicher gilt: Der Abstieg aus der West-Staffel wird ausgesetzt. Ein Teilnehmer für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga gegen den Meister bzw. Vertreter der Regionalliga Nordost (voraussichtlich 1. FC Lok Leipzig oder VSG Altglienicke) soll allerdings benannt werden. Die Partien könnten dann im Laufe des Juni oder auch erst im Juli unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Da Spitzenreiter SV Rödinghausen auf einen möglichen Aufstieg verzichtet hat, bleibt der Tabellenzweite SC Verl der erste West-Kandidat für die Aufstiegsspiele, denn bei allen möglichen Kriterien (Hinrundenabschluss, aktuelle Tabelle, Quotienten-Regelung) haben die Ostwestfalen gegenüber Verfolger Rot-Weiss Essen die Nase vorne. Wohl nur die noch offene Stadionfrage – der SC Verl verfügt bislang über keine drittliga-taugliche Spielstätte und müsste dem DFB daher ein Ausweichstadion nennen – könnte daran etwas ändern.

Da aus den drei Oberligen Westfalen (SC Wiedenbrück und Rot Weiss Ahlen), Niederrhein (SV Straelen) und Mittelrhein (voraussichtlich FC Wegberg-Beeck) vier Mannschaften aufsteigen werden, dürfte die West-Staffel in der nächsten Saison zwischen 21 und 24 Klubs umfassen. Schließlich könnten aus der 3. Liga auch noch der FC Viktoria Köln und/oder der SC Preußen Münster absteigen, wenn dort die Saison fortgesetzt werden sollte. Unabhängig von der Ligengröße soll die neue Saison 2020/2021 – das teilte der Verband während deer Videokonferenz mit – möglichst am Wochenende um den 5. September beginnen – in der Hoffnung, dass bis dahin das Coronavirus zumindest unter Kontrolle bleibt und dann auch wieder Zuschauer bei Regionalliga-Spielen erlaubt werden.

Während sich bei der Liga also ein Abbruch abzeichnet, sollen die Verbandspokal-Wettbewerbe möglichst auf dem grünen Rasen entschieden werden, um die Qualifikation für die nächste DFB-Pokal-Hauptrunde zu ermitteln – wenn auch noch unter Ausschluss der Fans. In allen drei NRW-Verbänden stehen die vier Halbfinalisten fest. Kurios: In allen drei Verbänden ist nur noch jeweils ein Regionalligist als klassenhöchster Teilnehmer vertreten: Rot-Weiss Essen (Niederrhein), Alemannia Aachen (Mittelrhein) und der SV Rödinghausen (Westfalen) treffen auf Gegner aus unteren Spielklassen und haben damit gute Chancen auf die Teilnahme am DFB-Pokal.

Wann die Halbfinalpartien und die möglichen Endspiele ausgetragen werden, ist noch unklar – frühestens im Juni, vielleicht auch erst später. Der traditionelle „Finaltag der Amateure“, der eigentlich am 23. Mai über die Bühne gehen und live in der ARD übertragen werden sollte, wurde am Donnerstag zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben (MSPW berichtete).

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1 Kommentar

  1. Ich würde alle Halbfinalisten, deren Pokalspiele ausstehen, automatisch in der ersten Runde des DFB-Pokals mitspielen lassen. So sind es eben einige spiele mehr, was zu verkraften ist und für einige Mannschaften ein kleines finanzielles Guthaben in die Kasse spült.

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