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Fußballverband Niederrhein fragt: Abbruch oder Bayern-Modell

Bis Freitag, 15. Mai, 14 Uhr, können Vereine online abstimmen.
Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie hatte der Fußballverband Niederrhein (FVN) mit seinen 13 Fußballkreisen den gesamten Spielbetrieb ab dem 13. März an ausgesetzt. Die Saison 2019/2020 ist seit diesem Zeitpunkt im Verbandsgebiet für alle (Frauen, Männer, Juniorinnen, Junioren, Futsal, Oldies) unterbrochen.

In Nordrhein-Westfalen und am Niederrhein gilt die Coronaschutzverordnung der Landesregierung, es gibt Kontaktbeschränkungen sowie Abstands- und Hygieneregeln. Der Amateurfußball als nicht-kontaktfreier Sport ist in Training und Wettkampf laut der aktuellen und bis zum 25. Mai gültigen Coronaschutzverordnung untersagt. Auch der 30. Mai, kürzlich als „Richtgröße“ (Andrea Milz, NRW-Staatssekretärin Sport und Ehrenamt) für die Wiederaufnahme von Kinder-, Jugend- und Amateurfußball genannt, ist nicht umsetzbar, da dem Wiederbeginn des Spielbetriebs eine 14-tägige Vorlaufzeit (Training unter denselben Bedingungen) vorgeschaltet ist. Bereits am 29. Juni beginnen in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien.

Die große Frage in dieser für alle ungewohnten Situation ist: Wie gehen Verband und Vereine gemeinsam mit der unterbrochenen Spielzeit 2019/2020 um? Und: Wann kann es weitergehen? Kann es überhaupt weitergehen?

In den letzten drei Wochen (20. April bis 7. Mai) hatten der FVN und seine Kreise daher in insgesamt 25 Videokonferenzen mit jeweils 30 bis 85 Teilnehmern pro Konferenz allen Vertretern von Mannschaften bzw. Vereinen die Möglichkeit gegeben, sich zum Umgang mit der noch nicht beendeten Spielzeit 2019/2020 zu äußern. Von den Mannschafts-/Vereinsvertretern wurden viele Fragen gestellt, Ideen unterbreitet, Diskussionen gestartet – und in allen 25 Videokonferenzen konnten die Teilnehmer ihren Wunsch äußern, wie sie selbst mit der Saison umgehen möchten. Aus den Wünschen von mehr als 700 Vertretern von Mannschaften und Vereinen kristallisierten sich mehrheitlich zwei Saison-Szenarien heraus, die der FVN den Vereinen zur Abstimmung stellen wird.

Dabei können sich die Klubs zwischen einem Abbruch der Saison oder einer Fortsetzung der Spielzeit 2019/2020 ab dem 1. September entscheiden. Bei einem Abbruch würde es Auf-, aber keine Absteiger geben. Dabei dürfen alle Vereine, in der aktuellen Tabelle auf Aufstiegsplätzen stehen, auch eine Liga nach oben. Besonderheit im Nachwuchsfußball: Sind in den Durchführungsbestimmungen der jeweiligen Jugendspielklasse Qualifikationsspiele vorgesehen, dann bleiben der direkte Aufstieg und der direkte Abstieg unberücksichtigt. Beim zweiten Szenario, das unter anderem vom Bayerischen Fußballverband (BFV) praktiziert, aber beispielsweise auch vom Fußballverband Mittelrhein (FVM) favorisiert wird, soll die Saison 2019/2020 frühestens ab dem 1. September (oder vielleicht auch erst später/je nach behördlicher Verfügungslage) fortgesetzt werden und die sportlichen Entscheidungen über Auf- und Abstieg in diesem Fall auf dem Rasen und nicht am „grünen Tisch“ getroffen werden. Eine mindestens vierwöchige Trainingsphase würde dem Saisonstart vorgeschaltet. Je nachdem, wann die Saison 2019/2020 beendet werden kann, würde die nächste Spielzeit 2020/2021 entweder verkürzt durchgeführt oder eventuell sogar ausfallen (wenn erst im nächsten Frühjahr wieder gespielt werden dürfte).

Der FVN möchte die finale Meinung zu den beiden von Vereinen vorgeschlagenen Varianten kennen. Der Verband bittet die Vereine daher, das Umfrage-Formular auszufüllen und sich für eines der beiden Szenarien zu entscheiden und dann stellvertretend für alle Mannschaften des Vereins abzustimmen. Die Umfrage endet am Freitag, 15. Mai, 14 Uhr.

Das Ergebnis dieser Umfrage wird gewichtiger Bestandteil der zeitnah folgenden Beratungen zum Spielbetrieb des Verbandsfußballausschusses (VFA) und des Verbandsjugendausschusses (VJA) sein. Diese beiden Ausschüsse werden dem Präsidium des FVN anschließend eine Empfehlung zum weiteren Prozedere der Spielzeit aussprechen.

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