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Galopp Iffezheim: Jockey Rene Piechulek jubelt im Großen Preis

Mitfavorit Quest the Moon triumphiert im Hauptrennen um 35.000 Euro.
Großes Finale beim Frühjahrs-Meeting am Sonntag auf der Galopprennbahn in Iffezheim bei Baden-Baden: Innerhalb der zwölf Leistungsprüfungen wurden zwei hochkarätige Rennen ausgetragen. Dabei gab es im Höhepunkt des Tages ein hochdramatisches Finish. Den Großen Preis der Badischen Wirtschaft (35.000 Euro, 2.200 Meter) gewann der von Sarah Steinberg in München für den Stall Salzburg trainierte Mitfavorit Quest the Moon (41:10) mit Jockey Rene Piechulek (Foto/Bergheim) mit einem Kopf Vorsprung gegen die Spitzenstute Durance. Wai Key Star machte als Dritter die erstklassige Ausbeute für das Team Stall Salzburg/Sarah Steinberg komplett.

Nach längerer Führung von Eckhard Saurens Hoffnungs Say Good Buy, der auf der Zielgeraden weichen musste, konzentrierte sich die Entscheidung auf zwei Pferde an der Außenseite: Quest the Moon und Durance. Erst das Zielfoto gab den Ausschlag zugunsten des Sea The Moon-Sohnes aus der Zucht des Gestüts Görlsdorf, der im Finish ein wenig nach außen tendiert war, wo Durance immer stärker wurde. Die Rennleitung sah nach einer Überprüfung jedoch von möglichen Konsequenzen ab.

„Quest the Moon ging immer gut, dann lief er etwas nach außen. Als die Gegnerin neben uns auftauchte, packte mich natürlich der pure Ehrgeiz, und ich habe versucht, alles herauszuholen“, analysierte Siegjockey Rene Piechulek.

Trainerin Steinberg schilderte über den beim neunten Start nun zum dritten Mal siegreichen Quest the Moon, der mit dem Preisgeld von 20.000 Euro seine Gewinnsumme auf 220.950 Euro erhöhte: „Ich bin sehr erleichtert. Das war ein starker Auftritt. Am liebsten würden wir mit ihm bald nach Frankreich gehen, aber natürlich ist auch der Große Dallmayr-Preis in München ein Ziel.“

Durance gefiel auch als knapp bezwungene Zweite sehr. „Sie wurde ein wenig irritiert, ist aber toll gelaufen“, kommentierte ihr Kölner Trainer Peter Schiergen. Der Außenseiter Wai Key Star, ebenfalls ein Kandidat für den Dallmayr-Preis, erkämpfte sich Platz drei. „Das war genial. Ich bedanke mich für diese tolle Chance“, meinte Reiterin Sibylle Vogt.

Der 2017-Derbysieger Windstoß drang als Vierter nicht ganz durch. „Er hätte mehr Tempo benötigt, es war auch nicht seine Idealdistanz“, versicherte sein Trainer Markus Klug (Köln-Heumar). Vorjahressieger Itobo konnte sich als Fünfter beim ersten Saisonstart nicht steigern.

Werner Krügers Soul Train schnell wie ein ICE

Mit dem Frühjahrspreis für Dreijährige (27.500 Euro, 2.000 Meter) stand eine bedeutende Prüfung auf dem Weg zum 151. Deutschen Derby am 12. Juli in Hamburg im Zentrum des Rahmenprogramms. Der von Andreas Wöhler in Gütersloh für UNIA Racing (Rennstall des Berliners Werner Krüger) trainierte Soul Train, ein Sohn des Welt-Champions Manduro, sorgte mit seinem Sieg als 94:10-Außenseiter für eine Überraschung. Er besitzt allerdings kein Engagement für das Derby und könnte deshalb nur über eine Nachnennung den Weg in das „Blaue Band“ finden.

Der stets hocheingeschätzte Hengst, 2019 Sieger des Münchener Auktionsrennens, aber zuletzt nur Fünfter im „Cologne Classic“, war als Jährling bei der BBAG-Auktion für 15.000 Euro von Züchter Rupert Plersch erworben worden. Nun feierte Soul Train beim fünften Start den zweiten Erfolg, der mit 16.000 Euro honoriert war. Mit großer Endgeschwindigkeit rollte er mit Championjockey Bauyrzhan Murzabayev das Feld von hinten auf. Von letzter Stelle des von Shut Down angeführten Zehnerfeldes schob er sich noch leicht mit einer Länge an dem stets prominenten Favoriten Adrian und dessen Trainingsgefährten Only the Brave vorbei.

Bauyrzhan Murzabayev in einem ersten Kommentar: „Er besitzt viel Speed, daher habe ich ihn von letzter Position aus geritten und hatte dort ein ruhiges Rennen. Auf der Geraden hat er groß angezogen.“

Trainer Andreas Wöhler sagte: „Beim letzten Mal war sein Jockey zu motiviert und ging zu früh mit. Diesmal war der elastische Boden günstig. Soul Train hat ein Pedigree wie ein Meiler, aber er läuft wie ein Steher. Nennungen hat er nur für Auktionsrennen. Aber wir haben genug Zeit zu überlegen, was wir machen.“

Championtrainer Henk Grewe (Köln) war mit Adrian und Only the Brave auf den Plätzen zwei und drei zufrieden: „Das war von beiden gut. Adrian könnte noch der letzte Tick Kondition gefehlt haben. Beim nächsten Mal wird er einen Satz machen. Wir gehen in die Union oder ein Listenrennen. Mit Only the Brave würden wir gerne Frankreich ansteuern oder alternativ direkt ins Derby gehen.“

Erfolgreichste Jockeys des Tages waren Andrasch Starke (Langenfeld) und Filip Minarik (Köln) mit jeweils zwei Siegen. Der Wettumsatz belief sich auf 594.018 Euro (88.004,09 Euro kamen aus dem Inland und 506.014,30 Euro aus dem Ausland). Damit summierten sich am Wochenende, weil der Samstag-Umsatz sogar noch einen Tick höher war, bemerkenswerte 1.200.651 Euro.

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