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Galopp Hoppegarten: Kalifornia Queen lässt Fußballer jubeln

Dreijährige Stute gehört „Stall Torjäger“ um Nick Proschwitz.


Großer Stuten-Höhepunkt am zweiten Renntag der Berlin-Hoppegartener Galoppsaison 2020. Zehn Leistungsprüfungen gingen am Sonntag über die Bühne. Das vom Dachverband „Deutscher Galopp“ entwickelte Hygiene- und Abstandskonzept lag der Veranstaltung zugrunde, die ohne Zuschauer auf der Rennbahn stattfand. Der Wettumsatz belief sich auf 377.876 Euro. Davon kamen 52.745,85 Euro aus dem Ausland.

Einen Volltreffer landete dabei der „Stall Torjäger“ um Fußball-Star Nick Proschwitz (Eintracht Braunschweig, früher auch SC Paderborn 07 sowie Spielerberater Lars-Wilhelm Baumgarten (Bad Harzburg) als Besitzer: Im Gestüt Röttgen Diana-Trial (35.000 Euro, 2.000 Meter) sorgte die von Championtrainer Henk Grewe in Köln für diese Besitzergemeinschaft vorbereitete dreijährige Lope de Vega-Tochter Kalifornia Queen als 134:10-Außenseiterin mit dem französischen Jockey Clement Lecoeuvre für eine Überraschung und empfahl sich nachdrücklich für den Henkel-Preis der Diana am 2. August in Düsseldorf.

Die vom „Stall Torjäger“ auch gezogene Kalifornia Queen, 2019 beim Debüt in Düsseldorf erfolgreich und zuletzt in Berlin-Hoppegarten Zweite, trat erst spät auf den Plan. In einem extrem spannenden Rennen führte zunächst die letztjährige „Winterkönigin“ Ocean Fantasy vor Snow, Sister Lulu und Flamingo Girl, für die sich Henk Grewes Stalljockey Andrasch Starke entschieden hatte, während die spätere Siegerin an vorletzter Stelle im achtköpfigen Aufgebot auszumachen war.

Ocean Fantasy hatte auch auf der Zielgeraden lange sehr gute Chancen, doch griffen etliche Kandidatinnen groß an, und es war offen, wer am Ende die Siegprämie von 20.000 Euro gewinnen würde. Clement Lecoevre stieß mit Kalifornia Queen in der entscheidenden Phase an der Innenseite durch, die Stute besaß den stärksten Speed und kam noch sehr sicher gegen Snow, eine weitere Außenseiterin, und Ocean Fantasy zu ihrem ersten Gruppesieg. Virginia Joy verbesserte sich von weit hinten auf Platz vier vor Flamingo Girl, die nicht ganz durchzog. Die stark gewettete Zamrud hatte großes Pech. Sie fand mehrfach den Weg versperrt und war als Siebte klar unter Wert geschlagen.

Siegjockey Clement Lecoeuvre erklärte in seinem ersten Statement: „Ich hatte die Order, Kalifornia Queen am Anfang hinten zu verstecken. Sie hat auf der Zielgeraden groß angezogen. Das ist eine tolle Stute, die im Preis der Diana sehr gute Chancen haben sollte.“ Natascha Grewe, die ihren Ehemann Henk Grewe vertrat, fügte an: „Kalifornia Queen ließ schon 2019 viel Talent erkennen. Bei ihrem Auftritt zuletzt hier musste sie anderthalb Kilo mehr tragen als die Siegerin, und es war ihr erster Jahresstart. Eigentlich ist sie auf schweres Geläuf angewiesen. Auf dem guten Boden heute wollten die Besitzer sie erst nicht laufen lassen. Sie ist die Kleinste bei uns im Stall, hat aber ein riesengroßes Herz.“

Zwei Volltreffer für Gestüt Auenquelle zum Auftakt

Begonnen hatte der große Tag mit einer Überraschung in einer 1.600 Meter-Prüfung für dreijährige Stuten. Die 13:10-Favoritin Pleasant Company musste sich trotz eines idealen Rennverlaufs gegen eine „Novizin“ geschlagen geben. Die von Roland Dzubasz vor Ort betreute Auenquellerin Daring Light (92:10) entwickelte bei ihrem Einstand die deutlich größeren Reserven und verwies die Kontrahentin auf Rang zwei. Die Außenseiterin Arriga holte sich noch Rang drei. Jockey Adrie de Vries erklärte: „Daring Light hatte mir schon im Führring sehr gefallen. Sie kam langsam auf die Beine, doch schon zu Beginn der Geraden hatte ich ein gutes Gefühl. Sie kann eine gute Stute werden.“

Für das Gestüt Auenquelle von Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen) und Peter Michael Endres (Duisburg) gab es eine halbe Stunde später gleich den nächsten Erfolg, als der klare 14:10-Favorit Oriental Dream aus dem Kölner Quartier von Henk Grewe in einem 2.200 Meter-Rennen das große Vertrauen komplett einlöste. Von zweiter Position aus dominierte der von Andrasch Starke gerittene Lord of England-Sohn vor Furioso und Navratilova. „Er ist ein Steher, der sein Tempo weitergeht. Ich musste ihn etwas in Schwung halten, dann hat er alles gut gemacht“, sagte Starke über den noch für das Derby genannten Oriental Dream.

Foto-Quelle: Marc Rühl/Deutscher Galopp

 

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