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Köln: „Galopper des Jahres“ Rubaiyat wird erstmals bezwungen

Fearless King gewinnt mit Rene Piechulek ersten Klassiker der Saison.
Riesenerfolg für den Bergheimer Jockey Rene Piechulek (Foto) am Pfingstmontag auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch: Mit dem dreijährigen Hengst und 35:10-Mitfavoriten Fearless King, trainiert von Sarah Steinberg (München) für den Stall Salzburg von Unternehmer Hans-Gerd Wernicke, gewann Piechulek das 35. Mehl-Mülhens-Rennen und damit den ersten Klassiker der Saison 2020.

In der mit 76.500 Euro dotierten Meilenprüfung ließ Fearless King den zuvor noch unbesiegten 16:10-Favoriten Rubaiyat, vorbereitet von Trainer-Champion Henk Grewe (Köln) und geritten von Andrasch Starke (Langenfeld), nach einem packenden Finish hauchdünn hinter sich. Rubaiyat, der 2019 zum „Galopper des Jahres“ gewählt worden war, musste sich am Ende nur mit einem Kopf geschlagen geben. Den dritten Platz belegte mit dem 291:10-Außenseiter Santurin (Clement Lecoeuvre) ein weiterer Schützling von Henk Grewe.

Der zuletzt im Dr. Busch-Memorial in Berlin-Hoppegarten hinter Rubaiyat und Zavaro drittplatzierte Fearless King drehte die Form diesmal um. Vorausgegangen war ein „Thriller“ der besonderen Art. An vierter Position des von Zavaro in flottem Tempo angeführten siebenköpfigen Feldes fand der Kingman-Sohn ein ideales Rennen vor. Auf der Zielgeraden verteidigte sich Zavaro noch länger, ehe Rubaiyat unter Andrasch Starke in glänzender Haltung zum Angriff schritt, doch Fearless King zog innen von ihm ebenfalls groß an. Bis zum Schluss war die Partie offen, doch mit riesigem Kampfgeist hatte Fearless King auf der Ziellinie exakt einen Kopf vorne.

50.000 Euro betrug die Siegprämie für den Stall Salzburg nach dem bedeutendsten Karrieretreffer von Fearless King. „Wir hatten ein perfektes Rennen. Ich wusste, dass es schnell werden würde. In Berlin kamen wir etwas zu spät. Diesmal hat alles gepasst. Es ist toll, wenn man von den Pferden das zurückbekommt, was man ihnen gibt“, so Jockey Rene Piechulek.

Trainerin Sarah Steinberg erklärte nach ihrem ersten klassischen Sieg: „Fearless King ist ein Klassepferd. Ich bin Herrn Wernicke sehr dankbar, dass Rene ihn reiten durfte. Es ist alles glänzend gelaufen.“ Fearless King besitzt unter anderem Nennungen im Derby Italiano und im Großen Dallmayr-Preis.

Trotz seiner ersten Niederlage lief auch Rubaiyat als Zweiter ein starkes Rennen. „Er hat alles gegeben und war nur von einem besseren Pferd geschlagen. Auf weicher Bahn hätte es vielleicht anders ausgesehen. Wir werden in Ruhe die weiteren Pläne besprechen“, meinte Trainer Henk Grewe, der mit Santurin, der noch besser ins Bild kam, und dem an der Spitze spät nachgebenden Zavaro auch den Dritten und Vierten stellte. „Auch sie haben sich sehr gut verkauft“, lautete seine Einschätzung. Palimero hatte als Fünfter durchaus Momente. Palmiro und Leeroy Gold spielten keine Rolle mehr.

Münchner Erfolgsteam auch im „Röttgen Cup“ vorne

Für den Stall Salzburg, Trainerin Sarah Steinberg und Jockey Rene Piechulek gab es nach dem klassischen Sieg von Fearless King noch ein weiteres großes Erfolgserlebnis. Mit Runnymede (33:10) triumphierte dieses Team auch im „Röttgen Cup“ (12.500 Euro, 1.850 Meter). Scheinbar mühelos überspurtete der sicher weiter steigerungsfähige Vierjährige bei seinem ersten Auftritt als Wallach den noch gut nachsetzenden Sibelius, den an der Spitze nie nachlassenden Northsea Star und Kabir.

„Runnymede war in seinem Element. Auf festem Boden fühlt er sich zu Hause. Es hat alles gepasst“, lautete der erste Kommentar von Rene Piechulek. Sarah Steinberg fügte an: „Schon die Arbeitsleistungen waren sehr gut. Rene hat ihm aus der äußeren Startbox gleich eine gute Position gesichert. Runnymede hat unsere Meinung voll bestätigt.“

Das vom Dachverband „Deutscher Galopp“ entwickelte Hygiene- und Abstandskonzept lag auch der Veranstaltung im Weidenpescher Park zugrunde, die ohne Zuschauer auf der Rennbahn stattfand (Besitzer waren zugelassen). Der Wettumsatz belief sich nach insgesamt zwölf Rennen auf 413.102,04 Euro.

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