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Galopp Düsseldorf: Auenquelles Adrian ein Derby-Kandidat

16:10-Favorit gewinnt Vorprüfung mit Jockey Andrasch Starke.
Ein wichtiger Test für das Deutsche Derby stand am Samstag im Zentrum der elf Prüfungen auf der Galopprennbahn in Düsseldorf. Das vom Dachverband „Deutscher Galopp“ entwickelte Hygiene- und Abstandskonzept lag der Veranstaltung zugrunde, die ohne Zuschauer auf der Rennbahn stattfand. Besitzer waren erstmals in der Landeshauptstadt von NRW zugelassen. Der Wettumsatz erreichte 343.047 Euro. Dabei kamen 290.513 Euro kamen aus dem Inland, 52.534 Euro aus dem Ausland).

Der von Championtrainer Henk Grewe in Köln für das Gestüt Auenquelle von Karl-Dieter Ellerbracke (Foto/Rödinghausen) und Peter Michael Endres (Duisburg) trainierte dreijährige Hengst Adrian triumphierte mit Andrasch Starke (Langenfeld) im Sattel erwartungsgemäß im Derby-Trial (12.500 Euro, 2.200 Meter). Der zu einer Quote von 16:10 favorisierte Reliable Man-Sohn, zuletzt Zweiter im „Frühjahrspreis“ in Iffezheim bei Baden-Baden war vom Start bis ins Ziel nie zu gefährden. Die mit eineinviertel Längen Rückstand folgende Co-Favoritin Deia kam vom letzten Platz noch auf Rang zwei und bewies gegen die Hengste tollen Speed. Minotaurus hatte deutlicher zurück den dritten Platz gegen Baden Rocks und den Schweizer Gast Shooting schnell sicher.

7.000 Euro betrug die Siegprämie für das Gestüt Auenquelle, nachdem Adrian beim fünften Start sein zweites Rennen gewonnen hatte. Jockey Andrasch Starke erläuterte: „Ich kenne Adrian aus dem Training. Er hatte in Baden-Baden eine ganz tolle Form gezeigt. Diesmal hat er alles spielend leicht gemacht. Er ist ein phantastisches Pferd mit einem Super-Charakter. Sobald ein Gegner kommt, schaltet er einen Gang höher.“

Trainer Henk Grewe fasste zusammen: „Adrian konnte sein Rennen selbst bestimmen. Andrasch hat unterwegs das Tempo herausgenommen. Wenn er ein Führpferd gehabt hätte, wäre es noch einfacher gewesen. Wir sind sehr glücklich.“ Adrian gehört sicherlich zu den sehr chancenreichen Pferden für das 151. Deutsche Derby am 12. Juli in Hamburg-Horn. Im Erfolgsfalle wäre Adrian der erste Schimmel, der das Rennen des Jahres gewinnen würde.

Allofs-Ass Potemkin mit Klasse-Vorstellung

Klaus Allofs, Ex-Fußball-Nationalspieler, Bundesliga-Manager und jetziges Vorstandsmitglied des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins, durfte sich nach einer 1.700 Meter-Prüfung freuen: Sein Star-Galopper Potemkin dominierte beim Comeback nach fast elfmonatiger Pause nach Belieben. Championjockey Bauyrzhan Murzabayev (Gütersloh) bestimmte bei Potemkins 15. Sieg von zweiter Position aus früh das Geschehen auf dem neunjährigen Wallach, der nach Klasse klar über den anderen Pferden stand, von denen Manipur vor Wildfang noch auf Platz zwei vorstieß.

„Das ist Potemkin, er kann alles. Ich habe ihn zum dritten Mal geritten und zum dritten Mal gewonnen“, erklärte der Siegreiter. Der nächste Auftritt des inzwischen von Simon Stokes im Gestüt Fährhof in Sottrum bei Bremen trainierten Potemkin könnte der Dortmund Grand Prix am 20. Juni sein, den er schon zweimal gewann. „Er ist ein leidenschaftliches Rennpferd und auf dem Weg zu alter Form“, kommentierte Stokes.

Mit einem standesgemäßen Erfolg der 23:10-Favoritin Soyeux hatte der Nachmittag begonnen. Dank eines starken Endspurts rechtfertigte Erika Müllers Waldpark-Tochter aus dem Kölner Stall von Waldemar Hickst unter Alexander Pietsch das große Vertrauen und löste sich klar von Miljö (stammt ebenfalls von Deckhengst Waldpark) und Noble Princess. „Sie hat das sehr leicht gemacht. Ich habe sie nur mit den Händen geritten. Die Stute besitzt enormen Speed“, versicherte Pietsch. Die gut gewettete Queensland kam nie von hinten weg.

Sensations-Quoten durch zwei krasse Außenseiter

Zur Sensations-Quote von 418:10 beendete der neunjährige Wallach On y va, den Besitzertrainerin Andrea Friebel in Solingen vorbereitet, seine lange Durststrecke. Beim ersten Saisonstart wehrte der Riesenaußenseiter mit Anna van den Troost im Sattel noch So Soon und Innuendo knapp ab. „Das war das perfekte Rennen, er hat bis zum Ende gekämpft“, so Anna van den Troost. Die Viererwette bezahlte stolze 25.271 Euro auf der Basis von zehn Euro Einsatz.

Eine ähnlich große Überraschung war der Erfolg des Holländers Sea Of Marengo (zweiter Tagestreffer von Jockey Alexander Pietsch) in einem Rennen über 1.700 Meter. Besitzer und Trainer Hugo Anton Peeters aus dem niederländischen Boxmeer brachte das Kunststück fertig, mit dem England-Import trotz einer Pause seit September gleich beim ersten Start unter seiner Regie als 335:10-Toto-Schocker gegen den Bahnspezialisten Dictator und die Favoritin Eyes on Fire zu gewinnen.

Premiere für Mülheims Neu-Trainer Marcel Weiß

Seit dieser Saison ist Marcel Weiß Trainer in Mülheim/Ruhr. Nun feierte er seinen ersten Erfolg – durch den von Miguel Lopez sehr umsichtig gerittenen Lijian in einer 1.500 Meter-Prüfung. Mit mächtiger Endgeschwindigkeit bekam der Wallach als 81:10-Außenseiter noch den Favoriten Call me Mister und Degas zu fassen.

„Ich bin überglücklich, endlich hat es geklappt“, sagte Weiß. Für Miguel Lopez, dessen Schwester Celina die Besitzerin des Pferdes ist, war es ebenfalls der erste Saisontreffer. Seine Einschätzung: „Es war eine deutlich kürzere Distanz als in Baden-Baden. Ich hatte kurz keinen Platz, aber dann zog er noch leicht nach vorne.“

Einen Düsseldorfer Heimerfolg gab es durch Sascha Smrczeks Simsong (95:10) in einem 1.700 Meter-Rennen. Spät überlief der von Nicol Polli gerittene Wallach den Außenseiter Dumas und den Favoriten San Remo.

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