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Galopp Hannover: Bauyrzhan Murzabayev räumt dreimal ab

Jockey-Champion gewinnt die am höchsten dotierten Prüfungen.


Zum dritten Mal nach der Corona-Zwangspause öffneten sich am Sonntag auf der Galopprennbahn in Hannover („Neue Bult“) die Boxen für Zucht- und Leistungsprüfungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. In 13 Rennen kamen insgesamt 146 Vollblüter an den Ablauf. Zur großen Freude aller Beteiligten war erstmals nach Ausbruch der Corona-Krise auch Besitzern seitens der zuständigen Landesbehörde wieder erlaubt, den Start ihrer Pferde vor Ort live zu erleben.

Höhepunkte des Tages waren zwei Stutenrennen, die mit jeweils 12.500 dotiert waren, sowie das BBAG Auktionsrennen mit einer Dotierung von 52.000 Euro.

Die fünfte Tagesprüfung war der erste Höhepunkt: Ein Rennen für dreijährige und ältere Stuten führte über 1.400 Meter. Siegreich war die fünfjährige Go Rose aus dem Quartier von Andreas Wöhler in Gütersloh zum Totokurs von 63:10. Im Sattel der Soldier Hollow-Tochter, die im Besitz des amerikanischen Syndikats Team Valor steht, saß der amtierende Jockey-Champion Bauyrzhan Murzabayev (Foto). Der Hannoveraner Lokalmatador und „Altmeister“ Hans-Jürgen Gröschel konnte sich über einen dritten Platz und damit über eine gute Platzierung der 155:10-Außenseiterin Belle Anglaise aus dem Besitz von Graf und Gräfin von Stauffenberg freuen.

Das Auktionsrennen wurde als achtes Rennen über die Distanz von 1.600 Meter gelaufen. Es gewann überraschend Mrs. Applebee (119:10) aus dem Berliner Stall von Trainer Roland Dzubasz. Im Sattel der dreijährigen Stute, die im Besitz des Gestüts Auenquelle von Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen) und Peter Michael Endres (Duisburg) steht, war abermals Bauyrzhan Murzabayev aktiv.

Auch die zweite hochdotierte Stutenprüfung (1.900 Meter) ging schließlich durch die 23:10-Favoritin Sanora an das Quartier von Erfolgstrainer Wöhler nach Gütersloh. Erneut heiß der siegreiche Jockey Bauyrzhan Murzabayev, der damit seinen Vorsprung in der bundesweiten Jockey-Statistik weiter vergrößerte.

Lokalmatador Dominik Moser mit vier Trainer-Siegen

Aber auch die heimischen Trainer kamen nicht zu kurz, wobei besonders einer einen Super-Tag erwischen sollte: Dominik Moser. Gleich das erste Rennen sicherte sich der Neue Bult-Trainer. In einer spannenden Angelegenheit setzte sich die dreijährige Stute Megan in den Farben des Gestüts Haus Ittlingen von Manfred Ostermann (Werne) nach Kampf durch. Die Tatsache, seine Besitzer wieder live vor Ort zu haben, wirkte offensichtlich geradezu beflügelnd für Dominik Moser. Mit dem Brümmerhofer Artistico schnappte er sich auch das zweite Rennen. Doch wer dachte, damit habe der Trainer seine Trümpfe ausgespielt, sah sich getäuscht. Mit Nordinsky, der im Besitz des Stalles Kuckuck Racing steht, und dem Brümmerhofer Anno Mio ließen die Siege drei und vier nicht lange auf sich warten. Auch Bult-Jockey Wladimir Panov erwischte einen tollen Tag, saß er doch bei drei der vier Moser-Siege im Sattel.

Rundum zufrieden zeigte sich am Ende eines langen Renntages bei bestem Rennwetter der Geschäftsführer des Hannoverschen Rennvereins, Matthias Seeber: „Vom Flair eines Renntages mit Publikum sind wir zwar noch weit entfernt. Doch machte es schon einen enormen Unterschied, wieder die Emotionen der anwesenden Besitzer live zu erleben. Die Hoffnung, bald wieder auch unser Publikum und unsere Sponsoren auf der Bahn begrüßen zu dürfen, treibt uns alle an.“

In 13 Rennen wurden insgesamt 466.412,84 Euro umgesetzt. Die nächsten Zucht- und Leistungsprüfungen auf der Neuen Bult finden am 28.Juni statt.

Text-Quelle: Hannoverscher Rennverein

Foto-Quelle: Frank Sorge

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