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TV-Rechte vermarktet: 60 Millionen Euro weniger pro Saison

Erlöse bleiben bis 2025 recht stabil – Nur noch Samstagspiele bei „Sky“.
Trotz herausfordernder äußerer Rahmenbedingungen hat die Deutsche Fußball Liga (DFL ) im Rahmen der Vergabe der deutschsprachigen Medienrechte erneut die Milliarden-Marke übersprungen und damit an das hohe Erlösniveau der letzten Jahre angeknüpft. Für die Spielzeiten 2021/2022 bis 2024/2025 können die Klubs mit Einnahmen in Höhe von durchschnittlich 1,1 Milliarden Euro rechnen. Dies entspricht einem Gesamterlös in Höhe von 4,4 Milliarden Euro.

Bei der letzten Medienvergabe (Saison 2017/2018 bis 2020/2021) waren für vier Jahre Einnahmen von 4,64 Milliarden Euro (Schnitt pro Saison 1,16 Milliarden Euro) erzielt worden. Den 36 Profiklubs der Bundesliga und 2. Bundesliga stehen damit pro Saison 60 Millionen Euro weniger zur Verfügung.

Im Pay-Bereich bleibt es wie bisher bei zwei Medienpartnern: Die Live-Berichterstattung von der Bundesliga am Samstag (alle Einzelspiele am Nachmittag sowie Konferenz und Topspiel) erfolgt auch künftig bei „Sky“ – ebenso wie bei allen Begegnungen in der 2. Bundesliga. „DAZN“ wird alle Bundesliga-Spiele am Freitag und am Sonntag live übertragen. Das künftige Samstagabend-Spiel der 2. Bundesliga (Anstoß jeweils um 20.30 Uhr) wird außerdem live auch bei „Sport1 „im Free-TV zu sehen sein.

„ProSiebenSat.1“ sichert sich Live-Rechte-Paket für Free-TV

Ein umfangreiches Live-Rechte-Paket für das Free-TV sicherte sich „ProSiebenSat.1“. Dieses Paket beinhaltet unter anderem die Saisoneröffnung der Bundesliga und 2. Bundesliga, die Relegation und den Supercup.

Die Zusammenfassung (Erstverwertung im Free-TV) der Spiele der Bundesliga am frühen Samstagabend sowie am Sonntagabend sicherte sich erneut die ARD. Das ZDF wird weiter am Samstagabend mit der Zweitverwertung von Bundesliga und 2. Bundesliga im Free-TV sowie der Free-TV-Erstverwertung des Bundesliga-Topspiels zum Zuge kommen.

„Sport1“ hat außerdem weiterhin das Recht, ab Sonntagmorgen Zusammenfassungen der Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga vom Freitag und Samstag auszustrahlen. Neu ist, dass sich die ARD die Zusammenfassung der 2. Bundesliga – zusätzlich zum frühen Samstagabend – auch am Freitag und Sonntag sichern konnte. Eine Verwertung ist nach jetzigem Stand teilweise beim Sender „One“ geplant.

DFL-Chef Seifert: „Größtmögliche Stabilität in unsicheren Zeiten“

„Das Ergebnis der Ausschreibung bietet den Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga ebenso wie den Fans größtmögliche Stabilität in unsicheren Zeiten“, sagt Christian Seifert, Sprecher des DFL-Präsidiums und DFL-Geschäftsführer. „Dies gilt sowohl mit Blick auf den weitgehenden Erhalt der Erlös-Situation als auch hinsichtlich der Seh-Gewohnheiten. Ein großer Dank geht an die Medienpartner der kommenden Rechteperiode, die mit ihren Investitionen ihr Vertrauen in eine auch künftig positive Entwicklung von Bundesliga und 2. Bundesliga zum Ausdruck gebracht haben.“

Die Pay-Rechte für Zusammenfassungen der Begegnungen der Bundesliga und 2. Bundesliga auf Abruf unmittelbar ab Spielende erwarb Axel­ Springer – ebenso wie das erstmals vergebene „Digital out of Home“-Paket zur Nutzung von Bewegtbildern der Spiele auf Flächen für Außenwerbung. Das Rechtepaket für frei abrufbare Zusammenfassungen der Begegnungen in beiden Ligen ab Montag sicherten sich ARD, ZDF und „Sport1“. Ebenfalls vergeben wurden die Audio-Rechte – dabei setzte sich die ARD in beiden Bereichen (UKW und Web/Mobile) durch.

Alle Rechte wurden erneut in einer offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Ausschreibung vergeben, für die das Bundeskartellamt „grünes Licht“ gegeben hatte. Über die Verteilung der Erlöse wird das DFL-Präsidium zu gegebener Zeit entscheiden.

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