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Nach Krimi: SGS Essen schrammt an Pokal-Triumph vorbei

Favorit VfL Wolfsburg setzte sich erst im Elfmeterschießen 4:2 durch.

Die SGS Essen aus der FLYERALARM Frauen-Bundesliga hat die Sensation im DFB-Pokal der Frauen nur ganz knapp verpasst. Die Essenerinnen verloren das DFB-Pokalfinale im Kölner RheinEnergie Stadion gegen den Ligakonkurrenten, Deutschen Meister und Titelverteidiger VfL Wolfsburg erst im Elfmeterschießen 2:4. Nach 120 Minuten stand ein 3:3 (3:3, 2:1) auf der Anzeigetafel. Dadurch verpassten die Essenerinnen den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Der VfL Wolfsburg sorgte dagegen für ein Novum im Pokalwettbewerb. Zum ersten Mal gewann eine Mannschaft den Titel in sechs aufeinanderfolgenden Jahren.

Schon sehr früh zeigte die SGS Essen, dass sie sich gegen den Favoriten aus Wolfsburg nicht kampflos geschlagen geben will. Nur nur elf Sekunden brachte Nationalspielerin Lea Schüller (1./Foto) die SGS in Führung. Es war das schnellste Tor in einem DFB-Pokal-Endspiel. Zwar gelang den „Wölfinnen“ durch Pernille Harder (11.) der zwischenzeitliche Ausgleich. Allerdings setzte die von Markus Högner trainierten Essenerinnen noch in der ersten Hälfte nach und gingen durch einen Kopfball-Treffer von Marina Hegering (18.) erneut in Führung.

Im zweiten Durchgang machten die Wolfsburgerinnen mehr Druck und drehten durch Treffer von Anna Blässe (70.) und Dominique Janssen (86.) die Partie zu ihren Gunsten. Die Freude hielt aber nicht lange, weil die nur kurz zuvor eingewechselte Essener Kapitänin Irini Ioannidou (90.) mit einem direkt verwandelten Freistoß zum erneuten Ausgleich traf und damit die Verlängerung erzwang.

Ausgerechnt Ioannidou, die Essen mit ihrem Last-Minute-Treffer in die Verlängerung gebracht hatte, scheiterte im Elfmeterschießen an der gegnerischern Torhüterin Friederike Abt. Auch Nina Brüggemann kam nicht an Abt vorbei. Den entscheidenden Elfmeter für Wolfsburg verwandelte Pernille Harder souverän zum 4:2-Endstand.

Damit reichte es für die SGS Essen nach der Pokalfinal-Teilnahme im Jahr 2014 (0:3 gegen den 1. FFC Frankfurt) auch im zweiten Anlauf nicht zum Pokal-Triumph. Für die Nationalspielerinnen Lea Schüller, Marina Hegering (beide zum FC Bayern München), Lena Oberdorf (zum VfL Wolfsburg) und Turid Knaak (Ziel unbekannt) war das Pokalfinale jeweils die letzte Partie im SGS-Trikot.

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