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RL West: Immer mehr Klarheit beim Wuppertaler SV

Trainer Alexander Voigt bittet am Freitag zum Trainingsauftakt.


Am Freitag steigt der Wuppertaler SV in die Vorbereitung ein. Bis zum Saisonstart in der Regionalliga West Anfang September wartet auf Trainer-Rückkehrer Alexander Voigt und Sportvorstand Thomas Richter aber nicht nur auf dem Trainingsplatz noch jede Menge Arbeit. Obwohl zuletzt täglich zum Teil sogar mehrere Abschlüsse mit Spielern gemeldet wurden, steht nach aktuellem Stand noch kein komplettes Spieltags-Aufgebot unter Vertrag.

Immerhin kann Voigt schon mal auf ein Gerüst von Spielern aus dem bisherigen Kader zurückgreifen. Unter anderem wurden Torhüter Niklas Lübcke (20), die Verteidiger Kevin Pytlik (22) und Noah Salau (24), Mittelfeldroutinier Daniel Grebe (33), Defensivspieler Daniel Nesseler (22) sowie die Angreifer Semir Saric (22) und der nach einem Kreuzbandriss lange Zeit ausgefallene Viktor Maier (30) weiter an den Verein gebunden. Joey Paul Müller (19), Leihgabe von Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld, und Mike Osenberg (20) standen ohnehin noch bis 2021 unter Vertrag. Mit weiteren Leistungsträgern, darunter die erfahrenen Torjäger Gianluca Marzullo (29) und Marwin Studtrucker (30), laufen noch Gespräche.

Dass die Bergischen nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Gründen immer wieder vor Herausforderungen stehen, kennt der 42-jährige Ex-Bundesligaprofi Voigt (79 Erst- und 209 Zweitligaspiele für den 1. FC Köln, den FC Carl Zeiss Jena, Borussia Mönchengladbach, die SpVgg Greuther Fürth und den FSV Frankfurt) bereits aus seiner ersten Amtszeit beim WSV. In der zurückliegenden Saison stand Voigt von Oktober 2019 bis Januar 2020 für sieben Pflichtspiele in der Verantwortung, bevor er sich zwischenzeitlich ins Management des Kölner Football-Bundesligisten Cologne Crocodiles verabschiedete. Nun hat er einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison unterschrieben.

„Mein Engagement in der letzten Saison stand unter keinem guten Stern“, gibt Voigt zu: „Die Umstände haben die Aufgabe sehr schwer gemacht. Dennoch bin ich weiterhin mit allen Beteiligten in Kontakt geblieben, um das, was ich hier noch nicht geschafft hatte, vielleicht noch umsetzen zu dürfen. Hierzu ist vor allem eine eigene Vorbereitung mit der Mannschaft wichtig – hier werden die Grundsteine gelegt.“

Neben der Kaderplanung herrscht nun auch beim gestellten Insolvenzantrag immer mehr Klarheit. Aller Voraussicht nach kann der WSV das Verfahren in Eigenverwaltung durchführen. „Wir unterliegen aber der Überwachung eines vorläufigen Sachwalters“, erklärt der von Ex-Präsident und Sponsor Friedhelm Runge ins Boot geholte Insolvenzexperte Ulrich Zerrath, der den Klub unterstützt. Der Recklinghäuser geht davon aus, dass das eigentliche Verfahren am 1. September eröffnet wird. Dann werde ein Insolvenzplan ausgearbeitet, dem die Gläubiger zustimmen müssen. Der Etat für das Team soll zwischen einer und 1,5 Millionen Euro liegen. Unklar sind jedoch die Spiel-Einnahmen. Ob und in welcher Form in der Regionalliga West schon ab September wieder vor Zuschauern gespielt werden kann, ist offen.

Foto-Quelle: Wuppertaler SV

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5 Kommentare

  1. Carsten Zimmermann

    Das wird eine spannende Saison. Ich hoffe, dass der WSV nicht absteigen wird. Dieser Verein könnte in einer der ersten beiden Ligen spielen, wenn er früher ein geeignetes Management gehabt hätte. Heute müssen Thomas Richter und Melanie Drees die Fehler von früher ausbügeln.

  2. Wenn der WSV nicht die vier Stammspieler halten kann, weil sie zu teuer sind, hat der WSV keine Chance in der Regionalliga. Die Führungsleute sollen auf jeden Fall die vier bis fünf besten Spieler halten. Marzullo, Studtrucker sind eine feste Bank in Wuppertal. Vier starke Abwehrspieler und und ein solides Mittelfeld von Drittliga-Absteigern ergänzen. Das reicht erst einmal.

  3. Eine gute Idee habe ich. Man soll doch einen WSV-Fonds für drei bis fünf Jahre anbieten. Allen, die Interesse haben, könnten einen Fonds von 50 Euro pro Fondsanteile für drei Jahre bei 2 Prozent Zinsen angeboten bekommen. Wobei 15 bis 20 Prozent des Fonds für die Schulden bezahlt werden. Der Rest wird angelegt auf ein Konto mit Zinsen. Und das jedes Jahr. Nach drei Jahren ist der WSV wahrscheinlich schuldenfrei.

  4. Da steckt eine Menge Herzblut in den Aussagen der jungen Spieler in der neu-formierten Mannschaft.
    Mit einem solchen Eifer und Tatendrang werden sie den Klassenerhalt in dieser Saison „wuppen“.
    Ich geh hin, wenn Corona uns lässt.
    Ich glaube an den WSV – „Meine Stadt – mein Verein“.

  5. Es gibt in den USA einen Verein, bei dem die Mitglieder und Vereinsfreunde Miteigentümer des Vereins sind. Sie leisten jeden Monat eine bestimmte Summe an den Verein, so dass er finanziell stark und stabil bleibt. Warum nicht auch in Wuppertal? Alle WSV-Freunde, Anhänger und Mitglieder unterstützen den Verein mit beispielsweise monatlich 10 bis 50 Euro, bis er schuldenfrei ist. Und sie kontrollieren auch durch regelmäßige Kontoauszüge. Keine Auszahlung ohne eine Unterschrift von mindestens drei bis fünf Mitgliedern des Vereins. So kann kein Betrug oder Minus auf das Konto kommen.

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