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Handball: Testlauf für Ligabetrieb mit TuSEM Essen in Düsseldorf

Bis zu 6.000 Zuschauer sollen am 12. September dabei sein.
Die Handball-Bundesliga (HBL), die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) und die Sportstadt Düsseldorf planen die Wiederaufnahme von Sport-Events mit Zuschauern. Die gemeinsam erarbeiteten Hygiene-Konzepte für die Düsseldorfer Hallen „ISS DOME“ und „CASTELLO“ sollen auf andere Veranstaltungsstätten übertragbar sein und bei zwei Handball-Freundschaftsspielen mit dem Bergischen HC, VfL Gummersbach und TuSEM Essen im September getestet werden, sofern die dann aktuelle Lage dies zulässt.

Es ist zurzeit wohl eines der wichtigsten und schwierigsten Themen im deutschen Profi-Sport: Wann können Spiele wieder mit Zuschauern stattfinden? Insbesondere für die Vereine der Bundesligen im Handball, Eishockey und Basketball spielen die Einnahmen aus dem Ticketing eine überlebenswichtige Rolle in der Budgetplanung für die anstehende Saison.

Aktuell sind Spiele mit Zuschauern aufgrund der geltenden Corona-Schutzverordnungen nicht genehmigungsfähig. Die Fußball-Bundesliga (DFL) ist mit zuständigen Ministerien bundesweit in Kontakt getreten, um die Möglichkeit einer begrenzten Zulassung von Zuschauern für die kommende Saison ergebnisoffen zu erörtern. Auch die Indoor-Profiligen haben entsprechende Gespräche aufgenommen und erste Konzepte zur Prüfung eingereicht.

Die Handball-Bundesliga und die DEL erarbeiten mit der Sportstadt Düsseldorf außerdem gemeinsam Muster-Konzepte für eine begrenzte Wiederzulassung von Zuschauern für beide Hallen-Typen. Diese Konzepte sollen den Klubs beider Ligen zur Verfügung gestellt werden und orientieren sich unter anderem am aktuellen Stand der pandemischen Lage des jeweiligen Spieltages.

Sie sehen umfassende Schutzmaßnahmen gegen eine Verbreitung des Coronavirus vor und erlauben gleichzeitig auch bei eingeschränkter Zuschauerzahl weitestgehend wirtschaftlichen Spielbetrieb. So sollen zum Beispiel im „ISS DOME“ zwischen 2.000 und 6.000 Zuschauer, bei einer ursprünglichen Kapazität von 13.200 Zuschauern, Platz finden.

Die Sportstadt Düsseldorf hat als eine von wenigen Städten weltweit bereits einige Profi-Sportveranstaltungen mit eingeschränkter Zuschauerzahl während der Pandemie durchgeführt (u.a. Stabhochsprung und Boxen im Autokino und Die Beach Liga) und verfügt aufgrund eigenbetriebener Veranstaltungsstätten (D.LIVE) über umfassende Venue-Erfahrung.

Handball-Freundschaftsspiele im ISS DOME

Handball-Bundesliga, DEL und die Sportstadt Düsseldorf haben sich entschlossen, die gemeinsam entworfenen Muster-Konzepte bei Freundschaftsspielen, die vor Beginn der regulären Saison stattfinden, für die tägliche Spieltags-Praxis mit Zuschauern weiter zu validieren. Begonnen werden soll wegen des frühen Saisonstarts mit Handball. Daffür haben sich die beiden Handball-Bundesligisten Bergischer HC und TuSEM Essen und der Zweitligist VfL Gummersbach bereit erklärt.

Die Begegnungen lauten:

Bergischer HC – TUSEM Essen, 12. September 2020, 15:00 Uhr, ISS DOME
TUSEM Essen – VfL Gummersbach, 19. September 2020, 15:00 Uhr, CASTELLO

Die Spiele finden nur dann mit Zuschauern statt, wenn die dann gültige Rechts- und Genehmigungslage dies erlaubt, was aktuell nicht der Fall ist. Der Eintritt wird frei sein, rückverfolgbare Tickets müssen über das Internet ausgedruckt und vorgelegt werden. Nähere Einzelheiten werden – ggf. auch erst kurz vor dem Spieltag – bekanntgegeben, sobald feststeht, ob die beiden Spiele mit Zuschauern durchgeführt werden können.

Burkhard Hintzsche, Stadtdirektor und Sportdezernent Landeshauptstadt Düsseldorf: „Der Profisport lebt mit, durch und von seinen Zuschauern. Deshalb ist es wichtig, für unterschiedliche Profisportarten schlüssige, verantwortungsvolle Konzepte zu erarbeiten, die die vorsichtige, schrittweise Öffnung von Sportstätten erlauben. Selbstverständlich muss dabei das Infektionsgeschehen immer im Auge behalten werden.“

Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga: „Der verantwortungsvolle Start in die Saison 2020/21 ist für alle Profisportarten der entscheidende Meilenstein. Deswegen haben wir in Zusammenarbeit mit der DEL und der Sportstadt Düsseldorf die Initiative ergriffen und ein Musterkonzept für Spiele mit Zuschauern entwickelt. Dieses fußt auf einem Leitfaden, der mit dem Bundesministerium der Gesundheit und dem Robert Koch Institut entwickelt und abgestimmt wurde. Die Sportstadt Düsseldorf hat hierbei einmal mehr gezeigt, dass sie ein hervorragender und verlässlicher Partner für den Sport ist.“

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke: „Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten der BBL, HBL sowie der Initiative Profisport Deutschland war sehr konstruktiv und professionell. Ebenso ein Dank an die Sportstadt Düsseldorf. Unser Ziel ist, dass wir ab November wieder Spiele vor Zuschauern spielen können. Gerade in dieser Woche haben wir mit der Task Force Eishockey unser Konzept finalisiert, das war ein wichtiger Schritt. Selbstverständlich sind wir sehr gespannt, wie die Partien im ISS DOME jetzt funktionieren. Daraus können wir für uns sicher nochmal Punkte ableiten, die es zu beachten gilt.“

Joerg Foeste, Geschäftsführer Bergischer HC: „Unser Dank gilt der Sportstadt Düsseldorf für ihre außergewöhnliche Initiative. Wir alle wünschen uns eine möglichst weitreichende Zuschauerfreigabe. Dann wird dem 12. September große Bedeutung zukommen – gewissermaßen als Blaupause für alles Folgende. Die hohe Verantwortung aller Beteiligten liegt auf der Hand. Der BHC wird alles dafür tun, zum Gelingen beizutragen.“

Dr. Niels Ellwanger, Geschäftsführer TuSEM Essen: „Der Handballsport lebt von der besonderen Atmosphäre seiner Spiele. Erst mit Fans und Zuschauern wird das Spiel zu einem Event. Die Profivereine, die Handballclubs und auch der TuSEM sind wirtschaftlich von dem Spiel mit Zuschauern abhängig. Deshalb begrüßen wir den vorsichtigen Versuch, Konzepte für Spiele mit Zuschauern zu entwickeln und zu erproben und danken der Stadt Düsseldorf für die Initiative. Wir freuen uns, an den Testspielen beteiligt zu sein.“

Quelle: LIQUI MOLY Handball-Bundesliga

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