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SG Wattenscheid 09: Insolvenz steht vor Abschluss

Gläubiger geben „grünes Licht“ für vorgelegten Insolvenzplan.
Einen wichtigen Meilenstein hat der künftige Westfalen-Oberligist SG Wattenscheid 09 erreicht. Beim Erörterungs- und Abstimmungstermin über den Insolvenzplan bestätigten die Massegläubiger am Freitag vor dem Amtsgericht Bochum die positive Fortführungsprognose des Vereins. Insolvenzverwalterin Dr. Anja Commandeur (Foto) aus Bochum wird damit in den kommenden vier Wochen, nach Rechtskraft der Entscheidung, die Geschäfte des Vereins vollumfänglich an den operativen Vorstand übergeben. Nach Abschluss des Verfahrens ist der Traditionsklub und frühere Bundesligist schuldenfrei.

„Damit kommt die Arbeit der letzten Monate zu einem positiven und sehr erfreulichen Ergebnis“, erklärt der neue SGW-Vorstandsvorsitzende Christian Fischer. Im Oktober 2019 war über das Vermögen der Sportgemeinschaft das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Am 23. Oktobert wurde die erste Mannschaft aus der Regionalliga West zurückgezogen. Der Nachwuchsbereich konnte den Betrieb fortführen und somit eine Löschung aus dem Vereinsregister verhindert werden.

In enger Zusammenarbeit mit der Insolvenzverwalterin wurden trotz außergewöhnlicher Umstände 75 Partner gewonnen werden, die den „neuen Wattenscheider Weg“ finanziell begleiten. Auch die Mitglieder und Anhänger haben, beispielsweise beim Dauerkartenvorverkauf, unbedingte Solidarität gezeigt. „Erst diese Unterstützung von außen hat die positive Fortführungsprognose überhaupt möglich gemacht“, richtet Fischer seinen Dank an das schwarz-weiße Umfeld. Der Vorsitzende weiter: „Viele Menschen haben Anteil daran. Sponsoren, Fans, Trainer, Ehrenamtler. Aber auch unsere Insolvenzverwalterin. Wir sind Dr. Anja Commandeur und ihrem Team sehr dankbar für die sehr kompetente, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sie hat einen unschätzbar großen Anteil daran, dass es die SG Wattenscheid 09 auch in Zukunft geben wird.“

Die Insolvenzverwalterin selbst ist mit dem Ergebnis ebenfalls zufrieden. „Ursprünglich sollte dieser Termin vor dem Amtsgericht bereits vor zwei Monaten stattfinden. Bedingt durch die Corona-Pandemie war das nicht möglich. Mit dem positiven Entscheid ist der Verein nun im August wieder auf eigenen Beinen“, erklärt Dr. Anja Commandeur. Die Juristin weiter: „Der Vorstand hat diesen Verein auf solide Füße gestellt. Dank zahlreicher Umstrukturierungen in den Bereichen Organisation und Nachwuchs und einer Reduzierung der Personalkosten um mehr als 75 Prozent ist der Verein wirtschaftlich auf einem guten Weg. Ich bin für die Zukunft sehr zuversichtlich, der eingeschlagene Weg muss fortgeführt werden.“

Foto-Quelle: Kanzlei Görg

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