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Hamburger SV: Horst Hrubesch wird neuer Direktor Nachwuchs

69-jähriger Ex-Nationalspieler soll Talententwicklung vorantreiben.
Die Prozesse in der Talententwicklung beim Zweitligisten Fußball-Hamburger SV sollen ab sofort von einem anerkannten Fachmann maßgeblich vorangetrieben werden. Ex-Nationalstürmer Horst Hrubesch (Foto), von 2000 bis 2016 im Nachwuchsbereich des DFB in unterschiedlichen Trainer-Funktionen tätig, ist nun NLZ-Verantwortlicher des HSV.

Sportvorstand Jonas Boldt konnte den 69-Jährigen für ein Engagement beim HSV gewinnen. Hrubesch, der 2008 mit der deutschen U 19-Nationalmannschaft ebenso Europameister wurde wie ein Jahr darauf mit der U 21-Auswahl des DFB und mit der Olympiaauswahl 2016 in Rio de Janeiro die Silbermedaille holte, soll die Nachwuchsausbildung der „Rothosen“ als Direktor Nachwuchs positiv beeinflussen und weiterentwickeln.

„Ich habe in den letzten Jahren in regelmäßigen Abständen Kontakt zu Horst Hrubesch gehabt und mich mit ihm auch immer über Fußball und Entwicklungspotenziale unterhalten“, so Jonas Boldt. „Er verfügt über einen enorm wertvollen Erfahrungsschatz, trifft im Umgang mit jungen Fußballern den richtigen Ton und ist zudem ein echter HSVer. Ich hielte es für fahrlässig, in Sachen Nachwuchsarbeit keinen Austausch mit ihm zu suchen.“

Hrubesch, der in der erfolgreichsten Vereinszeit von 1978 bis 1983 für den HSV spielte, gab Boldt die Zusage, die Nachwuchsarbeit zu unterstützen. „Ich habe in den Gesprächen den Eindruck gewonnen, dass der HSV jetzt den richtigen Weg eingeschlagen hat. Es geht im Fußball nicht um kluges Reden, es geht um harte Arbeit, um Fleiß, Geduld und Überzeugung. Nur damit kann man weiterkommen“, sagt Hrubesch, der zuletzt von März bis November 2018 als Interimstrainer das deutsche Frauen-Nationalteam betreut hatte. „Nachwuchsarbeit hat immer auch etwas mit Geduld zu tun. Mein Anspruch und meine Erwartung sind lediglich, dass sich alle Beteiligten mit ihren Stärken voll reinhängen. Dann kommen wir garantiert Schritt für Schritt weiter.“

Der frühere Torjäger mit dem Spitznamen „Kopfball-Ungeheuer“ spielte von 1978 bis 1983 für den HSV, für den er in 212 Pflichtspielen 134 Tore erzielte. Mit den Hamburgern wurde er dreimal Deutscher Meister (1979, 1982 und 1983) und gewann 1983 den Europapokal der Landesmeister. Mit Deutschland wurde der 21-malige Nationalspieler 1980 in Italien Europameister, erzielte dabei im Endspiel gegen Belgien (2:1) beide Treffer. Zwei Jahre später wurde er mit der DFB-Auswahl in Spanien Vize-Weltmeister. Weitere Stationen als Spieler waren unter anderem Rot-Weiss Essen und Borussia Dortmund. Bei RWE (Juli 1986 bis September 1987) begann Hrubesch auch seine Trainerkarriere.

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