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Galopp Düsseldorf: Jozef Bojko siegt mit dritter Wöhler-Farbe

176:10-Außenseiterin Sanora im Rennen um 55.000 Euro erfolgreich.
Die Rennveranstaltung auf der Galopprennbahn in Düsseldorf hatte am Sonntag neben dem 162. Henkel-Preis der Diana (MSPW berichtete) noch weitere Höhepunkte zu bieten. So hatte der Gütersloher Trainer Andreas Wöhler im „Fritz Henkel Stiftung Rennen“ (55.000 Euro, 1.600 Meter) gleich drei Pferde aufgeboten.

Mit der im Besitz des Schweizer Stalles Chronos stehenden 176:10-Außenseiterin Sanora siegte die am Totalisator aus diesem Trio am wenigsten wahrgenommene Kandidatin. Mit Jockey Jozef Bojko wehrte die Soldier Hollow-Tochter, die nach ihrem Wechsel an diesen Stall einen enormen Sprung hingelegt hat, alle Angriffe der Konkurrenz mit einer halben Länge ab. Die zuvor in der Heimat ihres Besitzers beheimatete Fünfjährige ließ beim 16. Start zum neunten Mal die Gegner hinter sich. 32.000 Euro wanderten auf das Konto der Stute, die nach einer Gruppe-Platzierung in Hamburg ihren bisherigen Karrierehöhepunkt markierte.

Der Mitfavorit Runnymede machte sich als Zweiter noch stark bemerkbar, konnte Sanora allerdings nicht mehr gefährden. Thorin hielt aus dem Vordertreffen beim ersten Start auf dieser Ebene sehr gut stand und wurde Dritter vor Axana, einer weiteren Wöhler-Chance, während Lacento früh auf dem Rückzug war. Der Favorit Aviateur packte von letzter Stelle zu spät an und fand nicht mehr in die engere Entscheidung.‘

„Ich hatte auf der Zielgeraden gehofft, dass kein Gegner mehr kommen würde. Die Stute war sehr überlegen. Sie ist ein sehr konstantes Pferd und macht keine Fehler. Mir kam das vor wie in einem Güterzug, sie rollte immer weiter“, erläuterte Sanoras Siegjockey Jozef Bojko.

Trainer Andreas Wöhler verriet: „Ich freue mich sehr für die Stute, denn Sanora war unser Geheimtipp. Mit Lacento sind wir nicht enttäuscht. Er fand nicht seinen Rennverlauf vor und wird jetzt in drei Wochen in ein Listenrennen nach Hannover gehen. Axana ist gut sehr gut gelaufen. Sie hatte auf der Geraden nicht das beste Rennen, sonst wäre sie platziert gewesen.“

„Der Prince“ tritt am Grafenberg wie ein König auf

Begonnen hatte der bedeutendste Renntag des Jahres in Düsseldorf, der zwölf Leistungsprüfungen umfasste, mit einem sehr sehenswerten Erfolg des von Axel Kleinkorres (Mülheim/Ruhr) für Erika Ulbricht erstmals aufgebotenen „Der Prince“ (52:10). Der Sohn des 2011er-Derbysiegers Waldpark ging mit Adrie de Vries in der Endphase leicht von Nordpark und Quello weg, der im Mitbesitz von Ex-Fußball-Nationalspieler Klaus Allofs (Düsseldorf) steht. Nur 8.500 Euro hatte „Der Prince“ aus der Zucht der Stiftung Gestüt Fährhof bei der BBAG-Jährlingsauktion gekostet.

„Das ist ein sehr talentiertes Pferd“, sagte Adrie de Vries über den Sieger. „Er hatte nicht viel schlechter gearbeitet als Timotheus, der Gewinner des BBAG Auktionsrennens am Samstag in Köln.“ Auch dieser Youngster hat diverse Rennen dieser Art auf seiner Agenda stehen, zunächst in vier Wochen auf dieser Bahn.

Seinen zweiten Frühling erlebt der neunjährige Wallach Amparo, denn der von Günter Lentz in Bremen-Mahndorf vorbereitete Veteran gewann in einem 1.700 Meter-Handicap schon sein zweites Rennen in dieser Saison. Marco Casamento brachte den 30,2:1-Außenseiter auf dem letzten Wegstück noch klar an allen Gegnern, mit Compulsive und Russian Ranger an der Spitze, vorbei.

Bahnspezialist Dictator zu attraktiver Quote erfolgreich

Er liebt die Rennbahn in Düsseldorf, hier läuft er seine besten Rennen – Bohumil Nedorosteks Dictator, der genau vor einem Jahr an diesem Renntag in der tieferen Klasse erfolgreich gewesen war, brachte seinem Anhang im 1.700 Meter-Rennen noch eine sehr attraktive Quote von 108:10, nachdem er mit viel Schwung Army of Angels mit einem kurzen Kopf abgefangen hatte. Wildfang wurde als Dritter ebenfalls noch sehr schnell. Siegjockey Michael Cadeddu sagte: „Ich hatte mir eine gute Chance ausgerechnet, daher habe ich auch das niedrige Gewicht geritten.“

Auch eine verletzungsbedingte Pause wegen einer Stauchung konnte Stall Fürstenhofs Wild Papillon in einer 2.400 Meter-Prüfung nicht stoppen. Der Soldier Hollow-Sohn aus dem Krefelder Stall von Erika Mäder setzte sich in einem packenden Endkampf unter Martin Seidl mit einem kurzen Kopf gegen den lange führenden Favoriten Nippon sowie Ukas durch.

Die Farben des einstigen zweifachen „Galopper des Jahres“ Iquitos waren in einem 1.600 Meter-Rennen in Front, als die von Altmeister Hans-Jürgen Gröschel in Hannover trainierte Iliada (112:10) für die Golffreunde des Stalles Mulligan das komplette Feld überrollte. Michael Cadeddu feierte seinen zweiten Tagessieg gegen Star Gypsy und Molly Massimo.

Phuket Paradise mit nächstem Zahltag

Zu einem Großverdiener entwickelt sich immer mehr der im Besitz von Christoph Holschbach und Thomas Krauth stehende Dreijährige Phuket Paradise. Der Tai Chi-Sohn, der auch der Holschbach-Zucht entstammt, drückte nach seinem Erfolg in Hamburg auch dem Grafenberger BBAG Auktionsrennen (37.000 Euro, 1.700 Meter) seinen Stempel auf.

An dritter Stelle des von Palimero mit klarem Vorsprung angeführten Feldes fand der 18:10-Favorit unter Andrasch Starke (Langenfeld) ein ideales Rennen vor und konnte von dem im Einlauf erlangten Vorteil jederzeit leben. Trainer Henk Grewe (Köln) stellte mit ihm und dem von weit hinten heranfliegenden Hamaron die beiden Erstplatzierten, während Lex Luthor als Dritter die starke Holschbach-Bilanz komplettierte. 19.000 Euro betrug die Siegprämie für Phuket Paradise.

Andrasch Starke kommentierte: „Er hat in Hamburg und auch diesmal leicht gewonnen. Die Art und Weise sah gut aus. Ich denke, dass er Gruppe- oder Listenformat hat. Denn er hat noch wenig falsch gemacht.“

Allofs-Treffer mit vierjährigem Hengst Whizz Kid

Fußball-Star Klaus Allofs, der auch als Vorstandsmitglied des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins fungiert, durfte sich über einen sehr überzeugenden Erfolg als Mitbesitzer (gemeinsam mit der Stiftung Gestüt Fährhof/Sottrum) des vierjährigen Hengstes Whizz Kid (26:10-Favorit) im Rennen über 2.200 Meter freuen. Trotz einer Pause von mehr als einem Jahr wegen eines Haarrisses ging der von Andreas Wöhler aufgebotene Teofilo-Sohn beim erst dritten Karrierestart locker von Soho und Lover Boy weg. Championjockey Bauyrzhan Murzabayev erklärte: „Es hat alles gepasst. Wir hatten bei gutem Tempo an dritter Position eine ideale Position.“

Formgemäßer Einlauf in einem 2.100 Meter-Rennen: Die von Henk Grewe für Volker Käufling trainierte Favoritin Noa Lea (3,1:1) war mit Andrasch Starke gegen Sergeant und Nasrani ernsthaft nicht in Gefahr.

In der „Wetten, dass…?!? 2.0 Mega-Viererwette der Woche“ gab es einen leichten Favoritenerfolg durch die dreijährige Stute Sea of Joy (32:10) aus dem Stall von Dr. Andreas Bolte (Lengerich). Mit Bauyrzhan Murzabayev hielt die Pastorius-Tochter Surrey Warrior, Stressless und Barbara Villiers in Schach. Die Viererwett-Quote betrug 170.162:10 Euro.

Im abschließenden 2.950 Meter-Rennen absolvierte der von Markus Klug (Köln-Heumar) für das Gestüt Ittlingen (Werne) von Manfred Ostermann engagierte Ittlinger Sagrado zur Quote von 17:10 unter Maxim Pecheur (Lohmar) Start-Ziel einen Spaziergang vor Nextwave und Monroe. Der Wettumsatz belief sich nach insgesamt zwölf Rennen auf dem Düsseldorfer Grafenberg auf 543.947 Euro.

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