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Rückkehr von Stadionzuschauern: DFB stellt Klubs Hilfsmittel bereit

Vereine der 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga bereits beliefert.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) arbeitet intensiv an der schrittweisen und möglichen Wiederzulassung von Zuschauer*innen in Deutschlands Fußballstadien. Dafür bietet der DFB den Klubs kostenfrei ein digitales Unterstützungstool zur Kapazitätsberechnung an, welches bei der Erstellung der standortbezogenen Stadionkonzepte helfen kann. Die Manchester Metropolitan University hat das Berechnungsinstrument auf Excel-Basis im Auftrag des DFB entwickelt. Der maßgeblich beteiligte Dozent Marcel Altenburg (34) ist einer der weltweit führenden Experten beim Thema Menschenbewegung. Die Klubs der 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga haben die Anwendung bereits zur Verfügung gestellt bekommen.

Das Tool hilft, Stadien unter Berücksichtigung der durch Covid-19 notwendigen Abstandsregeln neu zu beurteilen. Das Wissen der Gegebenheiten eines Stadions und seiner Zuwegung kann direkt eingepflegt werden, anschließend erhalten die Nutzer*innen eine leicht zu verstehende Auswertung samt grafischer Aufmachung. So können Stärken und Schwächen des jeweiligen Standorts unter den neuen Bedingungen ausgemacht werden. Das Tool lässt sich auf sämtliche Stadien – auch im Amateurbereich – anwenden und dient als Ergänzung zum bereits veröffentlichten Leitfaden. Es soll den Klubs bei der Vorbereitung und Umsetzung ihrer Stadionkonzepte Arbeit abnehmen und wichtige Hilfestellungen liefern.

Heike Ullrich, Stellvertretende DFB-Generalsekretärin und Direktorin Verbände, Vereine und Ligen, betont: „Derzeit gibt es noch Wichtigeres als volle Stadien. Priorität hat die Gesundheit, und zunächst liegt der Fokus weiter auf der Sicherung des Spielbetriebs der Aktiven. Schlussendlich entscheiden die regionalen Verfügungslagen und die Politik über eine schrittweise Wiederzulassung von Zuschauern. Der DFB möchte aber unterstützen, die schrittweise Rückkehr der Fans zumindest wieder möglich zu machen. Der DFB hat die Manchester Metropolitan University mit der Studie zur Kapazitätsberechnung beauftragt. Das Tool dient als Ergänzung zum bereits veröffentlichten Leitfaden des DFB und DFL für die Profispielklassen. Wir wollen den Klubs ein Instrument an die Hand geben und sie bei der Erarbeitung ihrer standortbezogenen Konzepte unterstützen, um eine verantwortungsvolle Rückkehr der Fans im Rahmen der behördlichen Verfügungslagen einzuleiten.“

Anwendbar für Stadien jeglicher Kapazität

Zu beachten ist, dass jedes Stadion einzigartig ist und man daher immer mit einem leeren Blatt beginnen muss. Das macht das Tool so wertvoll, da es auf Stadien jeder Kapazität angewendet werden kann. In zehn Erklärvideos (siehe unten) gibt Marcel Altenburg eine detaillierte Anleitung für die lokalen Expert*innen in den Klubs. Denn das Stadion-Tool ist nur so gut wie seine Eingaben. Es soll den Vereinen helfen, dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt offene Fragen zu beantworten und zu veranschaulichen, wie die Situation vor Ort aussieht und welche Kapazität möglich wäre.

„Die Klubs bekommen durch das Tool schnell einen Überblick, was für sie der limitierende Faktor ist“, erklärt Marcel Altenburg. „So kann der Verein seine Ressourcen bestmöglich einsetzen und sein vorhandenes Budget für die größten Schwachstellen einsetzen. Das kann man vielleicht mit einem fliegenden Start vergleichen. Denn die meisten Vereine wissen sonst nicht, wo sie anfangen sollen. Das Tool bringt das große Ganze dieser Mammutaufgabe in ein geordnetes Bild. Es entbindet nicht von der Sorgfaltspflicht vor Ort oder der Absicherung durch eigene Berechnungen. Es handelt sich um eine Hilfestellung von weltweit führenden Experten, um die eigene Arbeit am Stadionkonzept voranzutreiben.“

Das Hilfstool für die Klubs zum Download

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