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Traben Gelsenkirchen: Generalproben für Deutsches Derby

Zahlreiche Dreijährige testen für Saison-Höhepunkt in Berlin-Mariendorf.


Der Gelsenkirchener Trabrennverein richtet nach einer kurzen Veranstaltungspause am Samstag (Rennbeginn um 16.20 Uhr) wieder einen Renntag aus. Im Mittelpunkt eines zwölf Prüfungen umfassenden Programms steht der „Sommer-Preis“ um 3.300 Euro. Zwei Wochen vor den Vorläufen zum Deutschen Traber-Derby in Berlin (5./6. September) ziehen aber selbstverständlich auch die „Generalproben“ einiger Vertreter des Geburtenjahrgangs 2017 die Aufmerksamkeit auf sich.

Im sportlichen Hauptereignis präsentiert Trainer Henk Grift den „Schweden“ Louie Brodde erstmals in Deutschland und stellt mit dem von ihm selbst gefahrenen Everest Vedaquais (Foto) gleich selbst einen der stärksten Herausforderer. Der französische Hengst trifft es am Nienhausen Busch wieder erheblich leichter an als bei seinen beiden erfolglosen Heimatbesuchen in Paris-Enghien und wird seinem Robin Bakker anvertrauten Trainingsgefährten das Terrain sicher nicht kampflos überlassen, auch wenn der ehemalige Schützling von Svante Bath drei seiner letzten vier Rennen siegreich gestaltete – darunter eine Partie auf der „Elitloppet“-Bahn in Solvalla.

Beiden Grift-Trabern auf den Zahn Fühlen könnte Gustavson Be (Victor Gentz/Kaarst), der mit guten Formen und einem frischen persönlichen Rekord aus Berlin anreist, aber auch General Lee (Rob de Vlieger) wird sich gewiss nicht ausschließlich auf einen Platz in der Viererwette konzentrieren. Gleiches gilt nach zwei Volltreffern in Belgien vermutlich für Out oft the Slums, dem Champion Michael Nimczyk (Willich) den Vorzug vor seinem Trainingsgefährten Mister Ed Heldia (Robbin Bot) gab.

Starker Herausforderer für Stutenderby-Siegerin

Noch besser sind die Aussichten für den Rheinländer mit dem „Goldhelm-Abo“ aber wohl im „Preis von Usedom“ mit La Grace. Die Stutenderby-Siegerin des letzten Jahres ist nach einer langen Pause wieder richtig gut in Schwung gekommen und kann nach einem ungefährdeten Erfolg in Berlin-Mariendorf nun zur Seriensiegerin aufsteigen. Hinter sich lassen muss die Mommert-Stute dazu vor allem Exclusive Fire (Victor Gentz). Der Sohn des schwedischen Traber-Superstars Maharajah hat nicht weniger als acht seiner bisher elf Jahresstarts auf dem ersten Platz beendet.

Eine eindrucksvolle Erfolgsbilanz kann auch Straight Flush (Michael Nimczyk) aufweisen. Der Braune hat von seinen ersten vier Engagements drei gewonnen, holte sich zuletzt das mit fast 20.000 Euro dotierte „Auktionsrennen für Dreijährige“ und probt bei Gelsentrab nochmals für den „Ernstfall“ im Derby. Als ideale Prüfsteine dienen dem Pastor Stephen-Sohn der als Youngster in der Breeders Crown zweitplatzierte Winnetou Diamant (Robin Bakker) und der „Adbell Toddington“-Vierte Kinky Steel (Rob de Vlieger), die gleichfalls die Form für das Berliner Jahres-Highlight testen.

Lösbare Aufgabe für Satteltraber Zauni

In der Hauptstadt wird man rund um das Derby vermutlich auch mit Zauni (Ronja Walter) rechnen können, der wohl nach wie vor der beste Satteltraber Deutschlands ist. Nach einem achtbaren fünften Rang in Paris-Enghien, wo die „Monté-Trauben“ hoch hängen, will der Siebenjährige in Gelsenkirchen in die Erfolgsspur zurück und findet ähnliche Bedingungen vor wie bei seinen beiden Volltreffern im Juni und Juli.

Wie damals muss er die Aufgabe aus dem dritten Band aufnehmen und an den beiden Holzschuh-Schützlingen Firefox BR (Angeline Batist) und Georgies Express (Nicole Holzschuh) vorbei.

Foto-Quelle: Sabine Sexauer/Gelsentrab

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