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Frauenfußball: Borussia Bocholt ist Sieger des Niederrheinpokals

Künftiger Zweitligist setzte sich nach Verlängerung gegen Budberg durch.


Der Sieger im ARAG Niederrheinpokal der Frauen 2020 heißt Borussia Bocholt. Im Endspiel am Sonntag, 23. August, setzte sich der künftige Zweitligist nach Verlängerung 4:2 (1:1, 1:1) beim Regionalligisten SV Budberg durch. Für die Borussia war es der insgesamt fünfte Triumph in diesem Wettbewerb. Budberg stand zum ersten Mal im Finale.

Die Tore für die Gäste aus Bocholt erzielten Ines Ridder (30.), die ehemalige Budbergerin Sina Leonie Zorychta (93.), Franziska Wenzel (96.) und Hanna Hamdi (119.). Für Budberg trugen sich Scarlet Hellfeier (34.) und Jessica Roth (105.) in die Torschützenliste ein. Ines Ridder (36.) verschoss für die Borussia außerdem einen Handelfmeter.

Die Ehrung des Schiedsrichter-Teams um Julian Strunk (Assistenten: Tommy Thielen und Luke Michael Awater) sowie der beiden Finalisten nahm Pokalspielleiterin Stefanie Weide aus dem Verbandsfußballausschuss (VFA) vor. Unter den rund 220 Zuschauern waren für den FVN außerdem Wolfgang Jades (VFA-Vorsitzender), Ursula Schneider und Stephan Kahse (beide Kommission Spielbetrieb) sowie Franz-Peter Mölders (Vorsitzender des Fußballkreises Moers) und Peter Koch (Vorsitzender des Fußballkreises Rees/Bocholt) dabei.

Auf dem Budberger Kunstrasenplatz hatte die von Sammy Messalkhi trainierte Borussia den besseren Start erwischt. Kally Marie Louise Orriens (11.) war für die erste Großchance verantwortlich. Doch weder ihr Lupfer noch ihr Kopfball unmittelbar danach fanden den Weg hinter die Linie. Besser machte es ihre Mitspielerin Ines Ridder in der 30. Spielminute. Nach einem Freistoß war der Ball zur Defensivspielerin gekommen. Deren Schuss prallte vom Innenpfosten ins Tor: Die Führung für den Zweitliga-Aufsteiger!

Der SV Budberg, bei dem Trainer Jürgen Raab früh verletzungsbedingt wechseln musste (Frauke Fleischer für Jülide Mirvan/23.) kam mit seiner ersten Chance direkt zum Ausgleich. Spielführerin Scarlet Hellfeier (34.) traf mit einem sehenswerten Freistoß in den Winkel. Beinahe hätte Bocholt umgehend geantwortet. Doch Ines Ridder (36.) schoss einen Handelfmeter über das Budberger Tor.

In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer in Rheinberg-Budberg zunächst eine recht ausgeglichene Partie ohne Höhepunkte vor den Toren. Die erste große Möglichkeit im zweiten Durchgang hatten die Gäste aus Bocholt (70.), doch Budbergs Torhüterin Kristina Vrataric, Zugang vom VfL Bochum, war auf dem Posten. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit stand Vrataric bei einer Bocholter Doppelchance erneut im Mittelpunkt, auch diesmal war sie nicht zu überwinden. Das blieb bis zum Ende der regulären Spielzeit so -Verlängerung!

In der Verlängerung zog Bocholt dank Treffern von Sina Leonie Zorychta (93.) und Franziska Wenzel (96.) zunächst auf 3:1 davon. Noch vor dem Seitenwechsel gelang Jessica Roth (105.) der Anschlusstreffer für Budberg.

In der zweiten Hälfte probierte der SV Budberg noch einmal alles, das entscheidende Tor fiel aber auf der anderen Seite. Die eingewechselte Bocholterin Hanna Hamdi (119.) ließ die Gäste erneut jubeln. Nach dem Abpfiff kannte die Freude bei der Borussia dann keine Grenzen mehr.

„Ich denke, dass wir unter dem Strich verdient gewonnen haben“, strahlte Bocholts Trainer Sammy Messalkhi über das ganze Gesicht. „Spielerisch hat mir das gut gefallen, auch läuferisch hatten wir Vorteile. Dennoch ging das Spiel an die Nerven. Kompliment auch an den SV Budberg, der leidenschaftlich gekämpft hat.“

„Wir gehen mit einem guten Gefühl aus dem Endspiel“, lautete das Fazit von SVB-Trainer Jürgen Raab. „Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben wir hervorragend dagegen gehalten. Und zu einem guten Endspiel gehören halt zwei Mannschaften.“

Für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals der Frauen (26./27. September) waren sowohl Borussia Bocholt als auch der SV Budberg schon vor dem Endspiel des ARAG Niederrheinpokals qualifiziert, da Bocholt als Aufsteiger in die 2. Liga einen Startplatz sicher hat.

Autor: Thomas Palapies-Ziehn/FVN

Foto-Quelle: Nico Herbertz/FVN

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