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VfL Bochum: Rheinland-Pokalsieger FV Engers 07 tauscht Heimrecht

Terminänderung erfolgt aufgrund der aktuellen Corona-Pandemielage.
Der Sieger des Rheinland-Pokals 2019/2020, FV Engers 07, tauscht sein Heimrecht für die 1. DFB-Pokalhauptrunde mit dem Fußball-Zweitligisten VfL Bochum 1848. Der Tausch des Heimrechts ist vom Ausrichter FV Engers 07 mit dem DFB abgesprochen und erfolgt aufgrund der aktuellen Corona-Pandemielage, die unter anderem keine Zuschauer bei den Heimspielen zulässt sowie ein umfassendes Hygienekonzept verlangt. Damit wird die Partie am Samstag, 12. September, 15.30 Uhr, in Bochum ausgetragen.

„In den Statuten des DFB ist ein Tausch des Heimrechts eigentlich nicht vorgesehen“, erläutert Knut Keymer, Direktor Organisation beim VfL Bochum 1848, die Ausgangslage. „Da aber die Finalteilnehmer des Rheinland-Pokals hauptsächlich auf ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen sind, traten beide Finalisten schon vor dem Endspiel an uns heran und fragten, ob sich der VfL einen Tausch des Heimrechts vorstellen könne. Zumal sich die Situation dadurch verkompliziert, dass beide Stadien der Finalisten als nicht-tauglich für die Durchführung eines Spiels in der 1. Hauptrunde eingestuft wurden und sowohl Karbach als auch Engers als Ausweichstadion das Stadion Oberwerth in Koblenz angegeben haben. Doch auch dort ist das Spiel nur ohne bzw. mit Teilzulassung für Zuschauer durchführbar, eine mögliche Zusatzeinnahme für die Amateurclubs, die dennoch als Ausrichter den Kostenapparat des Hygienekonzepts – das zudem noch von der Stadt Koblenz hätte genehmigt werden müssen – zu tragen hätten, entfällt somit.“

„Für uns als Amateurvereine ist es unter den momentanen Bedingungen der Corona-Pandemie, vor allem aber in einem Zeitfenster von drei Wochen ab unserem erfolgreich bestrittenen Pokalfinale am letzten Samstag, weder organisatorisch noch unter wirtschaftlichen Aspekten leistbar, ein Heimspiel in Koblenz durchzuführen. Mit 350 Zuschauern und einem Kostenapparat von mehreren zehntausend Euro wäre aus dem größten sportlichen Erfolg unserer Vereinsgeschichte ein nicht kalkulierbares Risiko für unseren Verein entstanden“, macht Martin Hahn, Vorsitzender des Rheinland-Pokalsiegers FV Engers 07, die Motivation des Amateurklubs deutlich, bereits frühzeitig Lösungen mit dem VfL und dem DFB zu initiieren. „Die Verantwortlichen des VfL Bochum 1848 haben sich vorbildlich uns Amateuren gegenüber verhalten und wir konnten bereits vor dem Finale eine für beide Seiten vernünftige und realisierbare Lösung vereinbaren.“

Im Vonovia Ruhrstadion in Bochum hat sich das von DFL und DFB entworfene Hygienekonzept im Sonderspielbetrieb 2019/20 hingegen bewährt. Da der „Heimvorteil“ für den unterklassigen Klub, der sowieso in ein anderes Stadion hätte ausweichen müssen, hinfällig wurde, haben sich die Verantwortlichen aus Karbach und Engers schon vor der Austragung des Finales darauf verständigt, den DFB zu bitten, die Erstrundenpartie in Bochum austragen zu dürfen. Der DFB hat für diesen Vorschlag grünes Licht gegeben.

Sebastian Schindzielorz, Geschäftsführer Sport beim VfL Bochum, gratuliert dem kommenden Gegner: „Glückwunsch an den FV Engers 07 zum Gewinn des Rheinland-Pokals. Wir sind der Bitte unseres Erstrundengegners im DFB-Pokal gerne nachgekommen, an einer Lösung für die Problematik hinsichtlich der Spielstätte mitzuarbeiten. Engers hat beim DFB die Spielortverlegung nach Bochum beantragt, der DFB hat dem stattgegeben. Wir freuen uns auf unser Auswärtsspiel im eigenen Stadion und werden Engers bestmöglich unterstützen, indem wir die Ausrichtung übernehmen.“

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